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Handy für Kinder - ab welchem Alter?

05.08.2010, 09:50 Uhr | mmh, t-online.de

Ohne Handy bist du out. Wann sollen Kinder ein eigenes Handy erhalten?

Wann sollen Kinder ein eigenes Handy erhalten? (Bild: Archiv)

"Wann krieg ich endlich ein Handy?" oder: "Alle haben ein Handy, nur ich nicht!" Gehören Sie etwa zu der seltenen Sorte von Eltern, deren Kinder noch kein Handy haben? Dann hören Sie diese Sprüche sicherlich öfter. Oder gehören Sie zu denen, die sich fragen, muss mein Kind wirklich so viel telefonieren? Tatsächlich nutzen heute schon Grundschulkinder Handys ganz selbstverständlich und Schulen erlassen Regeln zu deren Nutzung. Was denken Sie? Ab welchem Alter sollten Kinder ein Handy haben?

Pro und Contra Handy für Kinder

Viele gute Gründe sprechen dafür, dass Kinder schon früh den Umgang mit Handys lernen und eines besitzen. Kinder und Eltern können sich so jederzeit erreichen, das beruhigt beide Seiten. Gerade, wenn beide Eltern arbeiten und die Kinder nicht immer zuhause beaufsichtigt werden können oder die Kinder weitere Wege alleine zurücklegen müssen. Oft müssen Kinder irgendwo abgeholt werden, sie können dann die Eltern verständigen. Das alles trifft besonders dann zu, wenn die Kinder in die Schule kommen. Insofern kann es durchaus sinnvoll sein, dass Kinder bereits ab sechs oder sieben Jahre ein Handy besitzen.

Zudem können Eltern von der Arbeit aus anrufen und die Kinder daran erinnern, dass sie beispielsweise zum Training oder Musikunterricht müssen. Und tatsächlich sollte auch ein anderer Grund nicht unterschätzt werden: der Gruppenzwang. Welches Kind steht schon gerne unbeteiligt daneben, wenn die Schulkameraden sich SMS schreiben, die neuesten Klingeltöne vorführen und sich in der kleinen Pause mit Spielchen auf ihrem Handy die Zeit vertreiben? Schnell vermittelt sich der Eindruck, dass man ohne Handy nicht dazu gehört.

Auf Klassenfahrten beispielsweise verlassen sich die Lehrer darauf, dass kein Schüler verloren gehen kann, da alle die Lehrer-Nummer in ihr Handy speichern. Schulen verbieten Handys inzwischen nicht mehr, sondern erlassen Regeln zur Nutzung: Ausschalten während des Unterrichts, kein Filmen, kein Foto. Klingelt ein Handy trotzdem, kassieren an vielen Schulen Lehrer die Geräte ein. Abholen können diese dann nur die Eltern im Sekretariat, das soll einen Lerneffekt nach sich ziehen.

Ständig erreichbar oder immer kontrolliert?

Es gibt aber auch wichtige Gründe, die gegen eine frühe Nutzung von Handys sprechen: Manche Eltern entwickeln einen regelrechten Kontrollwahn. Wenn die Kinder im Freien spielen, sollten die Eltern nicht anrufen und fragen, was sie gerade treiben. Manche Kinder neigen dazu, mit ihren tollen Handy-Modellen zu prahlen, das löst eine Lawine aus, denn alle anderen Kinder wollen dann auch neue Modelle. Außerdem wird für viele das Handy-Telefonieren und SMSen zur Schuldenfalle. Ob die Strahlen von Handys gefährlich sind, wird noch sehr kontrovers diskutiert: Eine wissenschaftliche Untersuchung aus Schweden zum Beispiel hat festgestellt, dass Kinder und Jugendliche einem fünfmal höheren Risiko ausgesetzt sind, an einem Gehirntumor zu erkranken, wenn sie Mobiltelefone nutzen. Das Bundesamt für Strahlenschutz geht nach seinen bisherigen Erkenntnissen dagegen davon aus, dass die elektromagnetische Strahlung von Handys nicht gefährlich ist.

Wer trägt die Kosten

Wie sieht es aber tatsächlich aus? Wie viele Kinder haben ein Handy? Und wie viel Geld geben sie dafür aus? 2008 besaßen 64 Prozent der Zehn- bis 13-Jährigen ein Handy, und 13 Prozent der Sechs- bis Neunjährigen, das hat die Kids-Verbraucher-Analyse herausgefunden. 295 Euro betrugen die Handykosten der Kinder durchschnittlich im Jahr 2008. Rund 23 Euro Handykosten fallen pro Monat an, das sagt die Ehapa Kids-Verbraucher-Analyse. Zumindest einen Teil dieser Kosten tragen die meisten Kinder selbst mit.

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