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So begeistern Sie Ihr Kind für Bücher!

18.10.2011, 11:37 Uhr | sca, t-online.de

Lesen: So begeistern Sie Ihr Kind für Bücher!. Eine kuschelige Atmosphäre macht das Vorlesen noch schöner!

Eine kuschelige Atmosphäre macht das Vorlesen noch schöner! (Bild: Imago)

Lesen ist wichtig - die meisten Eltern wünschen sich, dass ihre Kinder lesen. Schließlich beflügelt es nicht nur unsere Phantasie und ist eine erfüllende Freizeitbeschäftigung. Lesen fördert auch die individuelle sprachliche Entwicklung. Es ist eine Schlüsselqualifikation - unverzichtbar für die gesamte schulische und berufliche Laufbahn eines Menschen. Aber die meisten Kinder werden nicht als Leseratten geboren. Wie können wir sie dazu motivieren, ein Buch in die Hand zu nehmen?

Lesen ist eine Schlüsselqualifikation

Lesen fördert die individuelle sprachliche Entwicklung, es ist Voraussetzung für Lernen und Verstehen und eine Grundlage für unsere Fähigkeit zur Kommunikation. Schon in der Schulzeit ist Lesen eine der wichtigsten Fähigkeiten. Egal ob in Mathematik, im Deutsch- oder Sachunterricht. Lesen wird immer gebraucht. Und wer lange braucht, um eine Textaufgabe zu lesen, der braucht auch länger, um sie fertig zu stellen. Außerdem beflügelt es unsere Phantasie und ist eine erfüllende Freizeitbeschäftigung.

Die Hälfte der Kinder liest regelmäßig

Insgesamt konnte sich das Lesen gegen die elektronischen Medien ganz gut behaupten. Laut der KIM-Studie 2008 liest jedes zweite Kind sehr gerne oder gerne Bücher. Ebenso viele lesen zumindest einmal in der Woche ein Buch. Jeder zehnte Junge und jedes fünfte Mädchen liest sogar jeden oder fast jeden Tag in der Freizeit. Der Anteil der Nichtleser liegt bei einem Sechstel, allerdings mit deutlich steigender Tendenz im Verlauf der letzten Jahre (2006: 14 Prozent, 2005: 7Prozent). Sehr häufig nutzen Kinder und Jugendliche Zeitschriften: 80 Prozent nutzen sie zumindest selten. "Während zwei Drittel der Mädchen gerne oder sehr gerne lesen, gilt dies nur für 38 Prozent der Jungen" (KIM-Studie 2008). Die beliebtesten Bücher seien zumeist solche, deren Inhalte multimedial genutzt und vermarktet werden, wie etwa „Harry Potter“ oder „Die wilden Kerle“.

Frust statt Spaß

Für viele Kinder aber bedeutet Lesen eher Frust und sie sind kaum dazu zu motivieren, ein Buch in die Hand zu nehmen. Nicht selten beklagen sich Eltern, dass ihre Kinder nie lesen. Mit Druck kommen sie auch nicht weiter. Man wird kaum ein Kind zum Lesen zwingen können. Ein Kind darf niemals - auch nicht als Strafe - dazu verdonnert werden, lesen „zu müssen“. Allenfalls als Belohnung können Bücher und eine Vorlesestunde eingesetzt werden. Auch die Aufforderung "nun lies doch mal ein Buch" wird wohl eher selten zum gewünschten Erfolg führen.

Vorlesen auch nach der Grundschulzeit

Eine ideale Möglichkeit, Begeisterung für Bücher zu wecken, ist dem Kind vorzulesen. Mehr als ein Drittel aller Kinder in Deutschland bekommen nie vorgelesen, weder im Elternhaus noch im Kindergarten oder in der Grundschule. Das geht aus der Studie "Vorlesen im Kinderalltag 2008" hervor, für die erstmals Kinder zwischen vier und elf Jahren befragt wurden. Vorlesen ist aber eine elementare Voraussetzung, um Kinder dauerhaft an Bücher heranzuführen. Eltern sollten keinesfalls mit dem Vorlesen aufhören, sobald ihre Kinder mit dem Selberlesen beginnen, warnt die bekannte Kinderbuchautorin Isabel Abedi im Interview mit "Perspektive: Bildung". "Viele Eltern sagen 'Wir haben unseren Kindern bis zur ersten oder zweiten Klasse vorgelesen. Jetzt können sie selber lesen.' Aber es gehört unbedingt dazu, dass Eltern den Kindern weiter vorlesen," kritisiert Abedi. Auch Silke Fokken, Expertin für Leseförderung, betont im Gespräch mit "Perspektive: Bildung", wie wichtig es ist, dass Eltern mit viel Leidenschaft regelmäßig vorlesen. Fokken verweist darauf, dass sich Grundschüler zwar schon mit längeren, komplexen Geschichten beschäftigen können, oftmals aber nicht in der Lage sind, diese Texte lesetechnisch allein zu bewältigen. Deshalb setzt sie auf zusätzliche Leselernhilfen, etwa auf speziell aufbereitete und gekürzte Varianten von Texten aus der klassischen oder modernen Kinderliteratur. Das kann dann auch Lust auf das komplette Buch machen, bestätigt Bestsellerautorin Isabel Abedi.

Noch mehr Tipps

Geht bei Ihnen jeden Abend der Fernseher an oder verbringen Sie Ihre Freizeit im Internet? Das wird es nicht einfacher machen, Ihre Kinder für Bücher zu begeistern. Das Wichtigste ist, dass Sie mit gutem Beispiel vorangehen. Auch sollten Kinder idealer Weise schon von Anfang an Bücher zur Verfügung haben - sobald ein Kind greifen kann, sollte es ein oder zwei Bücher zum Spielen und Angucken haben. Altersgerecht natürlich - Holzbücher mit einem Gegenstand auf jeder Seite sind das richtige Buch für den Einstieg. Lassen Sie Ihre Kinder selber aussuchen, welche Bücher sie interessant finden. Besuchen Sie regelmäßig Büchereien und lassen sie auch dort Ihr Kind selbst entscheiden, welches Buch es ausleihen möchte. Auch Comics und andere, vermeintlich pädagogisch nicht so wertvolle Hefte sollten Eltern nicht verdammen. Das Wichtigste erstmal ist, dass ihr Kind überhaupt liest.

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