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TV-Konsum: Wie lange dürfen Kinder fernsehen

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Fernsehen  

Die wichtigsten Regeln für den TV-Konsum

19.05.2016, 10:00 Uhr | sca; rev, t-online.de, AFP, dapd

TV-Konsum: Wie lange dürfen Kinder fernsehen. TV für Kinder: Kleine Kinder sollten auf keinen Fall mit dem Fernsehen allein gelassen werden. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Kleine Kinder sollten auf keinen Fall mit dem Fernsehen allein gelassen werden. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Immer wieder ist zu hören, dass Kinder, die zu viel fernsehen, in der Schule schwächeln, zu Verhaltensauffälligkeiten neigen und nicht selten mit Schlafstörungen zu kämpfen haben. Eltern sollten deshalb wissen, wann der TV-Konsum das gesunde Maß überschreitet. Diese Fernsehregeln für Kinder sollten gelten.

Obwohl Computer, Internet und Smartphones schon im Alltag unserer Kinder eine immer größere Rolle spielen, zeigen Studien, dass für sie das Fernsehen auch heute noch das wichtigste Medium ist. Laut der "KIM-Studie 2010" vom Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest sehen 95 Prozent der Kinder zwischen sechs und 13 Jahren mindestens einmal pro Woche fern und drei Viertel (76 Prozent) jeden oder fast jeden Tag, und zwar im Durchschnitt 98 Minuten täglich.

So viel TV-Konsum ist je nach Alter akzeptabel

Damit das Fernsehen für die Kids nicht zum einzigen Lebensinhalt wird und um gesundheitlichen wie sozialen Folgen vorzubeugen, sollte es klare Absprachen zwischen Kindern und Eltern geben. Diese müssen sowohl die Dauer des TV-Konsums als auch Programmauswahl und Zeitpunkt des Fernsehens umfassen.

Experten sind sich inzwischen einig, dass Kinder unter drei Jahren gar nicht fernsehen sollten, weil sie noch sehr mit ihrer direkten Umgebung beschäftigt sind und die Inhalte im TV noch nicht verarbeiten können. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung empfiehlt folgende Richtwerte für die maximale Dauer des täglichen Fernseh- und Computerkonsums von Kindern:

Alter

Empfohlener Konsum

0-2 Jahre

gar kein Fernsehen

3-5 Jahre

maximal 30 Minuten

6-9 Jahre

maximal 60 Minuten

10-13 Jahre

maximal 90 Minuten

(Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung)

Für Kinder geeignet - welches Programm?

Natürlich kommt es aber auch auf den Inhalt des Fernsehprogramms an: Ist das Programm für meine sechsjährige Tochter schon geeignet oder macht es ihr Angst? Mein elfjähriger Sohn möchte gerne "Hotel Zack und Cody" sehen, kann er den Humor überhaupt schon verstehen? Eltern stehen bei der Programmauswahl vor vielen Fragen.

Bei kleineren Kindern sollten die spannenden Phasen nur sehr kurz sein, auch die Musik und die Geräuschkulisse insgesamt sollte nicht zu aufregend sein. "Wie dem Kind die Sendung bekommt, lässt sich an dessen körperlichen Reaktionen erkennen", erklärt Sozialpädagogin Evelyne Muck.

"Da das Kind ganz mitfühlt und miterlebt, kaut es bei zu großer Aufregung zum Beispiel an den Nägeln oder den Haarspitzen, hält sich die Augen oder Ohren zu oder versteckt sich. Überforderungen sind jedoch mit dem Ende des Films 'nicht gegessen', sondern können eine höhere Körpertemperatur - rote Ohren -, eine Erhöhung der Herzschlagrate und Alpträume zur Folge haben."

Darüber, welche Sendung für welche Altersgruppe geeignet ist, können sich Eltern bei "Flimmo" informieren.

Kein Fernsehen kurz vorm Schlafengehen

Besonders unangenehm sind die Auswirkungen von ungeeignetem oder übermaßigem TV-Konsum kurz vor dem Schlafengehen. Deshalb empfiehlt der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ), dass Kinder im Vorschulalter kurz vor der Schlafenszeit am besten gar nicht mehr fernsehen sollten.

"Kinder zwischen drei und fünf Jahren fürchten sich oft vor Dingen, die für sie ungewohnt sind. Zum Beispiel empfinden sie jemanden als furchteinflößend, der ungewohnte Kleidung trägt oder außergewöhnlich aussieht. Das kann dann auch ein Clown sein, der für Erwachsene nur lustig erscheint", erläutert Harald Tegtmeyer-Metzdorf vom BVKJ. Auch wenn die Kleinen ihre älteren Geschwister bei kämpferischen Videospielen beobachteten, könne das auf sie bedrohlich wirken und ihren Schlaf stören.

So wirkt das Fernsehen auf Kinder

Wie Kinder je nach Alter Fernsehsendungen oder Filme aufnehmen, zeigt eine Zusammenstellung von Wissenschaftlern der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung:

  • Bis 2 Jahre hören Kinder mehr, als dass sie schauen. Positiv: Das "Fernsehtraining" kann dazu führen, dass die Kleinen früher die Fähigkeit entwickeln, ein bewegtes Bild als Ganzes zu erfassen. Nachteil: Gewaltszenen können ihre geordnete Welt durcheinanderbringen. Nie ohne Aufsicht fernsehen lassen - am besten in diesem Alter noch gar nicht vor den Fernseher lassen.
  • 3 bis 5 Jahre: Fantasie und Realität können noch nicht getrennt werden. Deshalb erleben sie märchenhafte Darstellungen als wirklich, was deren Wirkung verstärkt. Die Kinder können jetzt schon kurzen Handlungen folgen. Aber Vorsicht vor Überforderung.
  • 6 bis 9 Jahre: Die Kinder sind ihren Gefühlen nicht mehr so ausgeliefert, werden weniger leicht von einer Handlung überwältigt. Das setzt allerdings stabile Beziehungen und positive Erfahrungen in der realen Umwelt voraus. Unbedingt beachten: Gewaltszenen vermeiden.
  • 10 bis 13 Jahre: Jetzt können Wirklichkeit und Unwirklichkeit im Film zuverlässig voneinander unterschieden werden. Allerdings ist das kein Grund für sie, das unwirkliche Geschehen weniger ernst zu nehmen als reale, täglich erlebte Ereignisse. Die Experten: "Normale Shows und Quiz-Sendungen sind harmlos. Filme nach 22 Uhr überfordern die Kinder."

Wann mehr erlaubt ist

Zu einem besonders großen Thema in der Familie wird das Fernsehen gerade an den Feiertagen um Weihnachten und Silvester. In dieser Zeit überschlagen sich die Sender mit ihren Filmangeboten. Vor allem Kinder sind dann einer Flut von Spielfilmen auf der Mattscheibe ausgesetzt.

Doch auch an den Feiertagen sollten Kinder nicht unbegrenzt lange fernsehen oder am Computer spielen, rät die Medieninitiative "Schau hin". Bleibt es bei Ausnahmen, schadet es nicht, wenn die Kinder an diesen besonderen Tagen mal etwas länger fernsehen dürfen. Doch abgesehen davon sollten die gleichen Regeln gelten wie an anderen Tagen auch.

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