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Jugendmedienschutz  

Computerspiele: Tipps zur Auswahl und zur Spielzeit

14.04.2009, 10:57 Uhr | spielbar.de

Computerspiele: Tipps zur Auswahl und zur Spielzeit. Eltern sollten Interesse an Medieninhalten ihrer Kinder zeigen.

Eltern sollten Interesse an Medieninhalten ihrer Kinder zeigen. (Bild: Archiv)

Die ausgeprägte Spiellust von Kindern und Jugendlichen führt in Familien nicht selten zu Streitigkeiten und Unsicherheiten. Dies lässt sich auf die Unkenntnis vieler Eltern, den rasanten technischen Wandel und das zunehmende Interesse von Kindern an den Spielen zurückführen. Schließlich weiß der Nachwuchs nur zu oft besser über neue Medien Bescheid als die Eltern und verfügt auch entsprechend über höhere Fertigkeiten. Vielen Eltern dagegen fehlt es einfach an grundlegenden Informationen zu Computerspielen. Die spezifischen Gamer-Begriffe sind ihnen fremd.

Eltern sollten Interesse an Computerspielen zeigen

Für Eltern ist es ratsam, sich für die Medieninhalte ihrer Kinder zu interessieren und eine unvoreingenommene Haltung einzunehmen. Nichts spricht aus medienpädagogischer Sicht dagegen, sich von den jungen Spielenden das ein oder andere Spiel erklären zu lassen, selber zu spielen und in die Spielwelt einzutauchen. Voreingenommenheit dagegen verhindert womöglich ein offenes Gespräch mit Kindern und Jugendlichen. Viele Eltern werden von in den Medien präsenten Schlagwörtern wie „Computerspielsucht“ alarmiert. Die vorübergehend intensive Beschäftigung der Kinder und Jugendlichen mit einem Computerspiel ist für sich alleine allerdings kein Grund zur Beunruhigung. Viele neue und aufregende Spiele fesseln die Spielenden zunächst vor dem Bildschirm. Das Interesse an den Games geht aber nach einer ersten intensiven Spielphase für gewöhnlich zurück. Anlass zur Sorge ist jedoch gegeben, sobald häusliche, schulische oder soziale Pflichten dauerhaft vernachlässigt werden oder gesundheitliche Probleme wie Schlafstörungen auftreten. Generell ist es sinnvoll, das Spielverhalten der Kinder und Jugendlichen genau zu beobachten. Es ist empfehlenswert, Heranwachsenden ansprechende Alternativen zu bieten, damit Computerspielen nicht zur einzigen Freizeitbeschäftigung wird.

Tipps zur Auswahl der Spiele

Bereits vor dem Kauf eines Spielprogramms können Informationen über dessen Inhalte und Alterstauglichkeit eingeholt werden. Eine erste hilfreiche Orientierung ist das Kennzeichen der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) auf der Verpackung, welches die gesetzliche Altersfreigabe eines Produkts angibt. Ist gar keine USK-Kennzeichnung vorhanden, darf das Spiel von Verkäufern grundsätzlich nur an Erwachsene ausgegeben werden. Mit der pädagogischen Eignung von Spielen für bestimmte Alters- und Zielgruppen befassen sich darüber hinaus verschiedene Broschüren und Internetangebote, die sich speziell an Eltern richten. Sie informieren über die Inhalte von Spielen, veröffentlichen Positivlisten (Listen mit getesteten und für empfehlenswert erachteten Spielen) oder zeichnen pädagogisch empfehlenswerte Lern- und Spielprogramme aus. Abgesehen von diesen Hilfestellungen sind es die Eltern selbst, die den Entwicklungsstand ihres Kindes in der Regel am besten einschätzen können. Sie kennen die typischen Reaktionen ihres Kindes und merken schnell, wenn ihr Kind mit einer Software überfordert ist.

Downloads und Browserspiele nicht auf Alterstauglichkeit geprüft

Vorsicht geboten ist bei Downloads und so genannten Browserspielen. Erscheinen diese ausschließlich im Internet und auf keinem Trägermedium (wie einer CD-ROM oder DVD), so sind diese nicht von der USK hinsichtlich ihrer Alterstauglichkeit geprüft. Sie erfordern von den Erwachsenen besondere Aufmerksamkeit. Ebenso entziehen sich Raubkopien, die unter Heranwachsenden getauscht werden, den Instanzen des gesetzlichen Jugendmedienschutzes. Ein probates Mittel bei der Spielauswahl ist außerdem, Kinder und Jugendliche nach ihren Lieblingsspielen zu fragen und sich diese Games von ihnen beschreiben oder zeigen zu lassen. Dadurch fühlen sich junge Menschen mit ihren Interessen und Vorlieben ernst genommen. Erwachsene bekommen gleichzeitig einen Einblick in eine ihnen fremde Medienwelt. Folglich wählen im Idealfall Eltern gemeinsam mit ihren Kindern die Medienangebote aus.

Tipps zum Festlegen der Spielzeit

Spiel- und Lernprogramme werden bereits für Kinder im Vorschulalter angeboten. Gerade für diese Altersgruppe sowie für Kinder in den ersten Grundschuljahren empfiehlt es sich, die Spieldauer zeitlich klar vorzugeben. Als Faustregel kann eine Spielzeit von 30 Minuten gelten. Außerdem sollten jüngere Kinder keinesfalls unbeaufsichtigt vor dem Computer spielen. Mit zunehmendem Alter kann die Spielzeit schrittweise erhöht werden. Ältere Kinder und Jugendliche sollten in die Entscheidung darüber mit einbezogen werden. Zu beachteten sind auch die Eigenheiten der jeweiligen Computerspiele. Viele Games können nicht nach Ablauf einer bestimmten Zeitspanne abrupt beendet werden, ohne dass Spielfortschritte verloren gehen. So sind gerade bei zeitaufwendigen Spielen, wie beispielsweise vielen Strategiespielen, längere Spielphasen durchaus normal. Die Spielzeit kann in solchen Fällen beispielsweise zeitlich in Form eines Wochenbudgets oder inhaltlich anhand eines bestimmten Spielabschnitts festgelegt werden. Angemessen berücksichtigen lässt sich dieser Umstand aber nur, wenn sich Eltern aktiv mit den Spielen ihrer Kinder auseinandersetzen.

Angemessener Umgang mit Computerspielen ist das Ziel

Viele Computerspiele erzeugen zudem eine besondere Dynamik, welche die Spielenden durch das "Flow-Erlebnis" (das völlige Aufgehen im Spiel) vor dem Bildschirm fesselt. Dadurch kann es den Spielenden schwer fallen, das Spiel zu einem bestimmten Zeitpunkt abzubrechen. Vorab vereinbarte Regeln können Kindern und Jugendlichen aber helfen, nach und nach die nötige Selbstkompetenz zu erwerben, um das Spiel eigenständig zu beenden. Finales Ziel aller Erziehungsmaßnahmen sollte im Sinne der Förderung von Medienkompetenz schließlich sein, die Kinder und Jugendlichen zu einem selbständigen und kompetenten Umgang mit Computerspielen zu befähigen, der ihnen eine gewinnbringende Nutzung ermöglicht, sie vor Schaden bewahrt und ohne die ständige Kontrolle der Eltern auskommt.

 

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