Startseite
Sie sind hier: Home > Eltern > Erziehung >

Trotzphase: Studenten trainieren Gefühle von Vorschulkindern

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Verhalten  

Studenten trainieren Gefühle von Vorschulkindern

24.04.2009, 09:25 Uhr | iri, dapd

Trotzanfälle können langfristig zu Verhaltensstörungen führen.Trotzanfälle können langfristig zu Verhaltensstörungen führen. (Foto: Imago)Aktiver Widerstand gegen Erziehungsgrenzen ist bei Kleinkindern normaler Bestandteil der Entwicklung. Dennoch müssen sie lernen, sich beherrschen zu können, wie der Sprecher des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte, Ulrich Fegeler, betont. Zeigten Kinder noch mit vier Jahren starke Trotzanfälle, könnten sich daraus längerfristig Verhaltensstörungen entwickeln.

Erziehung Mehrheit findet Kinder schlechter erzogen als früher
Erziehung Strenge Eltern: Verbote nicht einfach ignorieren
Erziehung Experte fordert Erziehungskurse für Eltern
Forum Diskutieren Sie mit

Eltern sollten bei Erziehung als Team auftreten

Die sogenannte Affektregulation gelingt laut Fegeler "besonders gut, wenn die Eltern an einem Strang ziehen": Väter und Mütter sollten sich also gegenseitig bei der Erziehung bestärken und dem Kind demonstrieren, dass sie gemeinsam die Einhaltung bestimmter pädagogischer Grenzen vertreten. Dann gelinge es dem Kind eher, Probleme mit der Affektkontrolle zu überwinden und den Umgang mit Frustrationen und Aggressionen zu verbessern.


Gefühlstraining für Vorschulkinder

Um ein zunehmend aggressives Verhalten in der Schule und danach zu verhindern, soll es in Chemnitz künftig bereits im Vorschulalter für auffällige Kinder ein Gefühlstraining geben. Wie die TU Chemnitz am Donnerstag mitteilte, sollen ausgewählte Kinder bei dem Modellprojekt "Huckepack" spielerisch lernen, Konflikte zu lösen und Emotionen zu regulieren.

Psychologiestudenten als Mentoren

Mentoren sind nach den Plänen Master-Studenten der Psychologie. Der Chemnitzer Psychologieprofessor Udo Rudolph sagte, gerade im Alter von vier oder fünf Jahren würden Kinder mit einem aggressiven Verhalten von anderen abgelehnt. Daher müsse bereits in diesem Alter mit der Prävention begonnen werden. Später sei es "sehr schwer, an den Verhaltensmustern noch etwas zu ändern". Die Folge seien auch schlechtere Bildungschancen.

Pro Kind ein Betreuer

In Chemnitz sollen die Kinder ein Jahr lang zwei Mal pro Woche trainiert werden. Dabei soll für jedes Kind jeweils ein Betreuer zur Verfügung stehen. Die Studenten werden ihrerseits speziell geschult und von Mitarbeitern ihres Instituts unterstützt, wie es hieß. Zunächst sollen jährlich 30 Kinder teilnehmen. Start ist Anfang 2010.

Trainingsangebote für Eltern und Erzieher

Vorgesehen ist gleichzeitig ein zehnwöchiges Elterntraining, das unter anderem Tipps für den Umgang mit dem eigenen Kind in schwierigen Situationen vermitteln soll. Zudem sind Fortbildungsangebote für Erzieher in den jeweiligen Kitas geplant. Projektkoordinatorin Katrin Schulz erklärte, Ziel sei es, das Angebot langfristig zu etablieren.

Erziehungs-Tipps "Der braucht 'ne Tracht Prügel"
Newsletter Immer top-informiert mit dem Eltern-Newsletter

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Anzeige

Shopping
tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de

Anzeige
shopping-portal