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Gewaltfreie Erziehung  

Umerziehung der Eltern statt Bestrafung

30.04.2009, 08:06 Uhr | mmh

. Vater hebt drohend die Hand gegen seinen Sohn.

"Kinder sind unschlagbar" lautet das Motto des Aktionstags. (Bild: Archiv)

"Kinder sind unschlagbar" ist das Motto des heutigen Aktionstags der gewaltfreien Erziehung. Der Deutsche Kinderschutzbund rief 2004 zum ersten Mal den Tag für gewaltfreie Erziehung aus. In den angelsächsischen Ländern hat der 'No Hitting Day' schon eine lange Tradition. Der heutige Tag für gewaltfreie Erziehung soll die Bevölkerung daran erinnern, dass die Verantwortung für ein gewaltfreies Aufwachsen aller Kinder in unserem Land von allen geteilt werden muss. Die bundesweiten Aktionen sollen Eltern dazu ermutigen, ihr Ideal einer gewaltfreien Erziehung Wirklichkeit werden zu lassen, so der Kinderschutzbund.

"No hitting day" will gewaltfreie Erziehung fördern

Seit November 2000 ist das Recht der Kinder auf gewaltfreie Erziehung gesetzlich verankert (§ 1631 Abs. 2 BGB). Die Begleitforschung von Prof. Kai Bussmann, Universität Halle-Wittenberg, belegt, dass die meisten Eltern ihre Kinder ohne Gewalt erziehen wollen und viele dies zunehmend auch im Alltag umsetzen können. Und doch gibt es viele schwierige Phasen im Leben mit Kindern, in denen die eigenen Kräfte einfach nicht ausreichen, in denen man Hilfe braucht. Besonders für solche Situationen ermutigt der Deutsche Kinderschutzbund alle Eltern, diesen besonderen Tag zum Anlass zu nehmen und  sich für die oft schwierige Erziehungsaufgabe Unterstützung zu holen. Der Kinderschutzbund ist in vielen Städten und Gemeinden mit einer Ortsgruppe vertreten.

Motto: Kinder sind unschlagbar

Seit November 2000 ist das Recht der Kinder auf gewaltfreie Erziehung gesetzlich verankert (§ 1631 Abs. 2 BGB). Dies wäre nicht nötig , wenn dieses Idealbild der Erziehung schon in der Allgemeinheit verwurzelt wäre. Die Begleitforschung von Prof. Kai Bussmann, Universität Halle-Wittenberg, belegt, dass die meisten Eltern ihre Kinder ohne Gewalt erziehen wollen und viele dies zunehmend auch im Alltag umsetzen können. Und doch gibt es viele schwierige Phasen im Leben mit Kindern, in denen die eigenen Kräfte einfach nicht ausreichen, in denen man Hilfe braucht. Besonders für solche Situationen ermutigt der Deutsche Kinderschutzbund alle Eltern, diesen besonderen Tag zum Anlass zu nehmen und  sich für die oft schwierige Erziehungsaufgabe Unterstützung zu holen.

Unterstützung in schwierigen Phasen

Der Elternkurs "Starke Eltern – Starke Kinder®" des Deutschen Kinderschutzbundes formuliert als einziges Elternbildungsangebot in Deutschland die gewaltfreie Erziehung als eindeutiges Ziel. Diese Kurse werden in vielen Orten angeboten und leiten Eltern in kleinen Gruppen an, mit den verschiedensten Themen der Erziehung umzugehen. Der Deutsche Kinderschutzbund ist zufrieden mit der Akzeptanz: "Der Zulauf zu und die Zufriedenheit mit den Elternkursen zeigt, dass Eltern ihren Wunsch nach Gewaltfreiheit durch die 'anleitende Erziehung' realisieren können", heißt es beim Dachverband des Deutschen Kinderschutzbundes. Bisher nahmen etwa 100.000 Mütter und Väter mit über 200.000 Kindern dieses Angebot an.

Eltern sind die Verantwortlichen für Erziehung

"Starke Eltern – Starke Kinder®" unterstützt Eltern in ihrer Verantwortung als Erziehende. Grundlegend ist, dass sie sich ihrer eigenen Erziehungsvorstellungen und –ziele bewusst werden. Der Deutsche Kinderschutzbund hat mit seinem Elternkurs "Starke Eltern – Starke Kinder®" die Diskussion um grundlegende "Erziehungswerte" damit schon vor Jahren angestoßen. Die in der UN-Konvention über die Rechte des Kindes (Art. 29) formulierten Ziele bilden die Basis.

UN-Konvention: Die Rechte der Kinder

  • Jedes Kind soll seine Persönlichkeit, seine Begabungen und Talente entfalten können.
  • Es soll lernen können, die Rechte und Freiheiten anderer zu achten.
  • Jedes Kind soll erfahren, dass seine Identität, seine Sprache, seine Kultur und seine Werte respektiert werden.  
  • Vorbereitet werden sollen Kinder auf ein verantwortungsbewusstes Leben in einer freien, toleranten und friedlichen Gesellschaft.

Diese Werte können Kindern wirkungsvoll vermittelt werden, wenn Eltern sie in der Familienerziehung leben, wenn sie Fundament jeder Betreuung und frühen Förderung von Kindern sind und wenn sie in allen Bildungseinrichtungen zur Grundlage des Umgangs miteinander gemacht werden. Kinder, die mit Anerkennung und Achtung gewaltfrei aufwachsen, werden in ihrem späteren Leben Konflikte besser ohne den Rückgriff auf Gewalt lösen können.

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