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"Kleine Haushaltshilfen": So beziehen Sie Ihre Kinder sinnvoll mit ein

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Verantwortungsbewusstsein  

Kinder frühzeitig im Haushalt einbeziehen

23.03.2012, 17:04 Uhr | Simone Blaß

"Kleine Haushaltshilfen": So beziehen Sie Ihre Kinder sinnvoll mit ein. Kleiner Junge rührt in einer Schüssel mit Schneebesen. (Quelle: t-online.de)

Bei kleinen Hilfsarbeiten im Haushalt lernen Kinder Verantwortung zu übernehmen. (Quelle: t-online.de)

Den Tisch abräumen, Töpfe abtrocknen, die Haustiere füttern oder auch mal die Treppe fegen - es gibt viele kleine Arbeiten im Haushalt einer Familie, die bereits Grundschulkinder problemlos übernehmen können. Und dabei ein bisschen Organisation und Verantwortung lernen. Das Wort "Dienstplan" klingt in diesem Zusammenhang sehr streng, hilft aber - vor allem bei mehreren Geschwistern - bei der gerechten Verteilung.

Das bisschen Haushalt

Es ist keineswegs selbstverständlich, dass ein Großteil der Hausarbeit an den Müttern hängenbleibt und doch ist es in den meisten Familien so. Da viele Frauen zusätzlich zu Haushalt und Kindern noch einem Beruf nachgehen, wird die Doppelbelastung schnell zu viel. Entweder bleibt dann immer wieder einiges unerledigt oder die Nerven liegen blank. Doch warum sich nicht von den anderen Familienmitgliedern helfen lassen und dann die dadurch gewonnene Zeit gemeinsam genießen? Bereits Grundschulkinder können hier einen großen Teil dazu beitragen und so ganz nebenbei noch etwas dabei lernen.

Den frühen Wunsch nach Mitarbeit nutzen

Besonders kleinere Kinder möchten schon früh helfen. Gerade Zweijährige wollen am liebsten an den täglichen Hausarbeiten beteiligt werden und sind stolz, wenn sie helfen dürfen. Kleine Aufgaben kann man ihnen dann durchaus schon übertragen und die Hilfe dann Stück für Stück ausbauen. Natürlich dauert alles etwas länger und es kann auch mal zu dem einen oder anderen Malheur kommen, aber der Stolz, den das Kind dabei empfindet, wiegt den anfänglichen Mehraufwand deutlich auf.

Haushaltsplan gemeinsam verabschieden

Bei der Frage "wer macht was?" sollte man die Kinder unbedingt mit einbeziehen. Zunächst stellt man eine Liste mit Aufgaben zusammen, die erledigt werden müssen. Dann kann man gemeinsam überlegen, welche der Aufgaben sich bereits für Kinder eignen, wobei größere Kinder zwar nicht mehr als die anderen übernehmen sollten, ihr Teil aber durchaus etwas komplizierter sein darf. Man sollte darauf achten, dass bei der Verteilung der Aufgaben etwas Abwechslung ins Spiel kommt und bisweilen auch mal eine kleine Schwierigkeit eingebaut ist. Die Erledigung solcher Aufgaben macht stolz und bringt Abwechslung in die Alltagspflichten.

Wenn jeder hilft, profitieren alle davon

Die Kinder sollten die Möglichkeit haben, selbst vorzuschlagen, welchen Teil der Hausarbeit sie übernehmen möchten. Sucht sich das Kind eine zu schwere Aufgabe heraus, dann kann man sie entweder mit ihm gemeinsam erledigen oder es bitten, sich etwas Einfacheres zu suchen. Es wird immer wieder vorkommen, dass Kinder auch sagen, dass sie überhaupt keine Aufgabe übernehmen wollen. Dann sollten Sie ihnen klarmachen, dass jeder seinen Teil dazu beitragen muss, dass der Haushalt funktioniert und Sie im Falle des Falles die Aufgaben einfach verteilen werden. Und dazu sollten Sie auch stehen! Kinder zur Mithilfe im Haushalt zu bewegen, ist nicht immer einfach. Wenn sie aber das Gefühl vermittelt bekommen, wirklich gebraucht zu werden und es sich nicht nur um eine erzieherische Maßnahme handelt, dann wird man auf deutlich weniger Widerstand stoßen.

Aufgaben schriftlich festhalten

Den "Dienstplan" sollte man gemeinsam erstellen. Man kann ihn schön bunt gestalten, dann verliert er bereits ein bisschen seinen offiziellen Charakter. Letztendlich dient er einfach nur dazu, den Überblick nicht zu verlieren und am Ende des Tages beziehungsweise der Woche festzustellen, wie und ob die einzelnen Aufgaben erfüllt wurden. Was durchaus auch mal belohnt werden darf. Mit größeren Kindern kann man auch eine Art Vertrag schließen, in dem nicht nur die zu erfüllenden Aufgaben festgehalten werden, sondern auch die daraus entstehenden Privilegien, zum Beispiel Ausgehen dürfen oder ein gemeinsamer Schwimmbadbesuch. Und überlegen Sie sich vorher, wie Sie reagieren wollen, wenn das Kind seine Aufgaben nicht in diesem Rahmen erfüllt hat. Denn auch die Sanktionen sollten bereits im Vorfeld festgelegt sein, wie beispielsweise den Besuch von Freunden nicht erlauben, wenn das Zimmer immer noch nicht aufgeräumt ist. Wichtig hierbei ist, dass die Kinder den Zusammenhang zwischen dem Nichterfüllen der jeweiligen Aufgabe und der daraus entstehenden Konsequenz begreifen.

Mitarbeit im Haushalt darf Sport und Spiel nicht verdrängen

Grundsätzlich sollten Sie selbst davon überzeugt sein, dass die Entscheidung, die Kinder regelmäßig im Haushalt mithelfen zu lassen, auch richtig ist. Wichtig ist dabei, dass die Erledigung der Aufgaben nicht allzu viel Zeit in Anspruch nimmt. Es muss genügend für Spiel und Sport übrig bleiben und darf nicht ausarten. Denn nur so erhält man auch den gewünschten Effekt. Das Kind lernt, dass jeder in einer Gemeinschaft seine Aufgaben hat, die erfüllt werden müssen, damit das Zusammenleben funktioniert. Und dass dann mehr gemeinsame Zeit übrig bleibt. Es lernt Selbstdisziplin, indem es dazu angehalten wird, bestimmte Aufgaben auch zu einem bestimmten Zeitpunkt auszuführen. Schließlich macht es wenig Sinn, wenn die Haustiere statt täglich nur freitags gefüttert werden oder der Garten dann gegossen wird, wenn es regnet. Bei anderen Aufgaben, bei denen der genaue Zeitpunkt nicht ganz so wichtig ist, kann das Kind dann im Rahmen der vorgegebenen Zeit, zum Beispiel einer Woche, selbst entscheiden, wann es was erledigen möchte.

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