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Kindererziehung: Keine übertriebene Autorität

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Kindererziehung  

Keine übertriebene Autorität in der Erziehung

15.05.2009, 14:45 Uhr | iri, dpa

Kindererziehung: Keine übertriebene Autorität. Vater schimpft Sohn.

Mit Kindern verhandeln und gemeinsam nach Lösungen suchen. (Bild: Archiv)

Pädagogik-Professor Hans Thiersch warnt Eltern vor übertrieben autoritären Erziehungsmethoden, wie sie etwa im RTL-Quotenerfolg "Super Nanny" vorgelebt würden. "Es reicht nicht, dass man einfach Gehorsam verlangt. Man muss mit den Kindern verhandeln und gemeinsam zu transparenten und verbindlichen Regeln kommen", sagte der Tübinger Professor.

Selbstvertrauen stärken

Erziehung dürfe sich nicht im Setzen von Regeln und Grenzen erschöpfen. "Wer nur Fleiß, Anstand und Ordnung einfordert, vereinfacht das zunehmend komplizierte Geschäft der Erziehung", sagte Thiersch. Vertrauen, Ermutigung und Förderung dürften nicht in den Hintergrund geraten. "Eigenart, Selbstvertrauen und Gemeinschaftsfähigkeit entwickeln sich nur, wenn man sie den Kindern auch zumutet."

Mehr Freiheiten als früher

In den 50er und 60er Jahren sei in der Erziehung zwar auf den ersten Blick manches überschaubarer und einfacher gewesen. "Das ging aber auf Kosten der Frauen und der Kinder, die sich nicht entfalten konnten. Und es gab schreckliche Exzesse im Autoritären." Die Beziehung zwischen Eltern und Kindern sei heute meist offener und besser als früher, sagte der Professor. "Erziehung ist aufwendiger und anstrengender geworden, weil sie Freiheiten für die Frauen, die Männer und die Kinder beinhaltet, die es so früher nicht gab."

Kitas, Schulen und Medien beeinflussen Kinder

Thiersch betonte zugleich, dass die Probleme der Erziehung nicht allein in der Familie gesehen werden dürften. Neben der Familie hätten Medien, Kindertagesstätten und Schulen zunehmend Einfluss auf die Kinder. Laut Thiersch sollten Eltern als unparteiische Fürsprecher agieren und gucken, wie sie in dieser Vielfältigkeit vermitteln. Allerdings dürfe die Gesellschaft die Eltern mit dieser Aufgabe nicht alleinlassen.

Schulen vermitteln zu wenig Praxiskompetenzen

Eine besondere Verantwortung komme der Schule zu. "Die Schule lehrt wichtiges Wissen. Aber Kompetenzen, wie man sie heute zum Leben braucht, kommen zu kurz." Vor allem Fragen des Verhaltens, der Lebensführung, aber auch Fragen nach wirtschaftlichen und rechtlichen Zusammenhängen würden häufig nicht systematisch vermittelt.

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