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"Eltern auf Probe": Ermittlungen gegen RTL eingestellt

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Doku Soap  

Eltern auf Probe: Ermittlungen gegen RTL eingestellt

03.07.2009, 16:41 Uhr | rev, dapd

"Erwachsen auf Probe": Wirklich schon reif für ein Baby? (Bild: RTL)"Erwachsen auf Probe": Wirklich schon reif für ein Baby? (Bild: RTL)Die Kölner Staatsanwaltschaft hat ihre Ermittlungen gegen die umstrittene RTL-Sendung "Erwachsen auf Probe" eingestellt. Die Vorwürfe der Körperverletzung oder Verletzung der elterlichen Fürsorgepflicht waren nicht nachweisbar, wie Oberstaatsanwalt Rainer Wolf am Freitag der AP sagte. Er bestätigte damit einen Bericht der Online-Ausgabe der "Kölnischen Rundschau".

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Foto-Show Erwachsen auf Probe

RTL-Show in der Kritik

Bei der Anklagebehörde waren seit Mitte Mai rund 60 Anzeigen von Fernsehzuschauern und Verbänden eingegangen. Die Fernsehsendung, in der Teenager-Paare mit Leih-Babys das Eltern-Sein ausprobieren dürfen, hatte bereits vor Beginn der Ausstrahlung Anfang Juni für Aufregung gesorgt. Zahlreiche Organisationen, darunter der Kinderschutzbund, liefen Sturm gegen die Serie. Klagen gegen die Ausstrahlung scheiterten erst Stunden vor Sendebeginn.

Strafrechtlich nichts zu beanstanden

"Es ist nicht unsere Aufgabe, der Sendung ein Qualitätszeugnis auszustellen", sagte Oberstaatsanwalt Rainer Wolf. "Es mag da eine Menge von Bedenken geben, ethischer oder pädagogischer Art, das mag auf Kritik stoßen, aber Strafgesetze sind nicht berührt." Auch wenn also strafrechtlich an dem Format nichts zu beanstanden sei, könne laut Wolf aber grundsätzlich jeder Zuschauer mit seiner Fernbedienung selber entscheiden, ob er diese Sendung gut oder schlecht finde.

RTL nicht überrascht

RTL-Sprecher Christian Körner erklärte, das Ergebnis der staatsanwaltlichen Ermittlungen sei für den Sender nicht überraschend. Die Doku-Soap, die insgesamt auf acht Teile ausgelegt ist, lag beim Publikum der 14- bis 49-Jährigen nach des ersten fünf Folgen laut RTL durchschnittlich bei einem Marktanteil von 17,7 Prozent. Bei den 14- bis 29-jährigen Frauen erreichte der Marktanteil im Schnitt 32,3 Prozent. Die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) der Landesmedienanstalten hatte die erste Doppelfolge als "weder pädagogisch wertvoll noch pädagogisch begründet" kritisiert. Säuglinge würden für dramaturgische Effekte eingesetzt und die jugendlichen Teilnehmer mit Berufung auf ein oberflächliches und vermeintlich pädagogisches Ziel einem Realitätsschock ausgesetzt, erklärte die Kommission. Eine Menschenwürdeverletzung oder eine Beeinträchtigung von Zuschauern liege aber nicht vor. Am 15. Juli will die Kommission über weitere Folgen entscheiden.


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