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Selbstverteidigungskurse: Wie sinnvoll sind sie für Kinder?

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Selbstbehauptung  

Wie sinnvoll sind Selbstverteidigungskurse?

23.07.2009, 17:06 Uhr | iri

Selbstverteidigungskurse: Wie sinnvoll sind sie für Kinder?. Selbstverteidigungskurse halten oft nicht das, was sie versprechen.

Selbstverteidigungskurse halten oft nicht das, was sie versprechen. (Bild: Imago)

Das Kind wird von einem Fremden ins Auto gezerrt und mitgenommen - der Albtraum aller Eltern. Um ihre Kinder zu schützen und zu stärken, schicken viele ihren Nachwuchs in Selbstverteidigungskurse. Aber werden die Kinder dadurch weniger gefährdet beziehungsweise tatsächlich besser gegen Überfälle gewappnet? Und wie seriös sind diese Kurse tatsächlich?

Fragwürdige Qualität

In Deutschland kann im Prinzip jeder Selbstverteidigungskurse anbieten, da es keine Zertifizierung gibt. Die Qualität dieser Angebote ist fragwürdig. Abgesehen davon, bringt so ein Kurs im Ernstfall sowieso keinen Nutzen, denn ein 1,30 Meter großes Kind kann sich nicht gegen einen Erwachsenen wehren, da die körperlichen Voraussetzungen einfach nicht gegeben sind. Tatsächlich kann es sogar durch die Kursteilnahme zu einer Selbstüberschätzung seitens des Kindes kommen und anstatt wegzulaufen, wiegt es sich in falscher Sicherheit.

Angstentwicklung durch den Kurs

Im schlimmsten Fall können Ängste überhaupt erst durch schlechte Selbstbehauptungskurse entstehen. So müssen zum Beispiel die Kursteilnehmer bei einem Anbieter aus Euskirchen über einen "Gefahrenparcours", um angeblich reale Situationen zu üben. Doch selbst bei solch einer Simulation könne die Kinder ähnlich starke Ängste entwickeln wie bei einem wirklichen Überfall.

Vermittlung durch Lehrer

Der Heidelberger Psychoanalytiker und Familientherapeut Manfred Cierpka plädiert für Lehrerfortbildungen zum Thema Selbstbehauptung bei Kindern. Denn diese lernen besser von vertrauten Personen, wie beispielsweise dem Lehrer, als von fremden Kursleitern.

"Stark" machen

Einig sind sich aber sowohl Lehrer, Kursanbieter und Eltern darüber, dass Kinder "stark" gemacht werden müssen. "Ein starkes Kind weiß, was es will, was ihm gut tut und was ihm schadet", sagt Cierpka. Ist ein Kind selbstsicher, lässt es sich nicht so leicht verführen beziehungsweise schenkt den Versprechen Fremder keinen Glauben.

Erziehung der Eltern besonders wichtig

Und selbst der beste Kurs, wenn es ihn denn gibt, ist kein Ersatz für die Erziehung der Eltern. Wenn das Kind von sich aus auf die Themen Gefahren, Überfälle und Selbstverteidigung zu sprechen kommt, sollten Eltern sie aufgreifen und in Ruhe darüber reden. Wenn Kinder merken, dass sie etwas gut können, sollten Eltern ihnen ab und zu etwas Verantwortung übertragen, denn damit zeigen sie, dass sie ihnen etwas zutrauen und stärken so das Selbstbewusstsein ihrer Kinder.

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