Startseite
Sie sind hier: Home > Eltern > Erziehung >

Wer klärt auf in Deutschland?

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Sexuelle Aufklärung  

Wer klärt auf in Deutschland?

30.07.2009, 16:25 Uhr | rev

. Von wem werden Kinder und Jugendliche in den meisten Fällen aufgeklärt?

Von wem werden Kinder und Jugendliche in den meisten Fällen aufgeklärt? (Bild: Archiv)

Wie eine in der Jugendzeitschrift "Bravo" 2009 erschienene repräsentative Studie ergab, fühlen sich Teenager heute besser aufgeklärt als frühere Jahrgänge: So sagen mehr als 80 Prozent der 16- bis 17- Jährigen, sie wüssten "sehr gut" oder "eher gut" über Sexualität Bescheid. Vor drei Jahren lagen die Werte noch bei 67 beziehungsweise 72 Prozent. Dennoch haben viele Teenager immer noch Wissenslücken, wenn es um Verhütung geht: So denkt zum Beispiel ein Viertel (26 Prozent) der Jugendlichen, die "Pille danach" sei ein normales Verhütungsmittel. Und jeder Fünfte (21 Prozent) hält "Aufpassen" für sicher und glaubt fälschlicherweise, es reiche zum Verhüten aus, den Penis kurz vor dem Samenerguss aus der Scheide zu ziehen. Von wem haben Jugendliche ihr Wissen zum Thema Sexualität? Wer klärt in Deutschland auf?

Freunde sind die häufigsten Aufklärer

Das Elternportal von t-online.de hat seine User gefragt "Wer hat Sie aufgeklärt?": 4149 von insgesamt 14513 Leser, die abgestimmt haben, gaben an, dass sie durch "Klassenkameraden und Freunde" aufgeklärt wurden. Mit 22 Prozent ist das die am häufigsten gewählte Antwort. Jeweils 20,5 Prozent nannten "Sexualkunde-Lehrer in der Schule" und "Pornofilme oder -hefte" als ihre Aufklärer. Dahinter landete mit 18,6 Prozent "Die Bravo", was auf deren "Dr. Sommer"-Rubrik zurückzuführen ist, die Jugendliche seit Jahren in sexuellen Themen berät. Nur 2887 User (15,3 Prozent) wurden hingegen laut Umfrage von ihren Eltern aufgeklärt. Weniger Stimmen erhielten nur die "älteren Geschwister" mit 3,1 Prozent.

Aufklärung beginnt im Kleinkindalter

Das Ergebnis der Umfrage darf durchaus ein wenig zu bedenken geben. Eine gute Aufklärung sollte bereits im Kleinkindalter beginnen, weshalb die Hauptaufgabe bei den Eltern zu sehen ist. In diesem frühen Alter werden von den Eltern zwar keine detaillierten Erklärungen erwartet, aber wie welcher Körperteil heißt, wie das Baby in Mamas Bauch und vor allem, wie es wieder herauskommt, das interessiert bereits Dreijährige oft brennend. Kinder fragen aber nur so viel, wie sie gerade verarbeiten können. Man sollte also auch nur das beantworten, was gefragt wurde. Das allerdings offen und ehrlich und ohne die Hinzunahme von Schmetterlingen oder Bienen. Hier wird es für manche Eltern, je nachdem wie sie mit ihrer eigenen Sexualität umgehen, bereits schwierig.

Viele Familien sprechen nicht über Liebe und Sex

Eine vertrauensvolle und offene Familienatmosphäre, in der man sich nicht scheuen muss, Fragen zu stellen, ist die beste Grundlage für eine gute Aufklärung. Und damit für selbstbewusstes Handeln und eine gesunde Einstellung zur Sexualität. Nach der "Bravo"-Studie lebt knapp die Mehrheit der deutschen Kinder und Jugendlichen in einem solchen Umfeld: Auf die Frage "Kannst du mit deinen Eltern über das Thema Liebe und Sexualität sprechen?" antworteten 56 Prozent der 1228 befragten Elf- bis 17-Jährigen "Ja, wir reden ganz offen darüber". 23 Prozent sagten "Nein, ich will nicht darüber reden, meine Eltern aber schon", 15 Prozent "Nein, ich will nicht darüber reden, meine Eltern auch nicht" und sechs Prozent "Nein, ich will darüber reden, aber meine Eltern wollen das nicht". Das heißt, in 44 Prozent der deutschen Familien werden diese Themen, die für die Entwicklung von Jugendlichen sehr wichtig sind, nicht berücksichtigt.

Mütter erste Ansprechpartner

Von denen, die mit ihren Eltern diese Dinge thematisieren, spricht allerdings die Mehrheit mit der Mutter: Auf die Frage "Mit wem hast du zum ersten Mal über Themen wie Liebe und Sexualität gesprochen?" nannten 44 Prozent der befragten Jugendliche die Mutter und 27 Prozent den Vater. Bei den Mädchen wurde die Mutter als erste Ansprechpartnerin sogar zu 56 Prozent angegeben und nur zu acht Prozent der Vater.

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.

Kommentare

(0)
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Brutale Methode 
Was dieser Arzt gleich macht ist einfach unglaublich

Diese Behandlung ist garantiert nichts für zartbesaitete Menschen. Video

Anzeige

Shopping
tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de

Anzeige
shopping-portal