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Was Eltern über Spielkonsolen wissen sollten

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Spielkonsolen  

Spielekonsolen - die kleinen Wunderboxen

16.09.2009, 10:30 Uhr | dpa

Was Eltern über Spielkonsolen wissen sollten. Praktisch auf langen Autofahrten: Aber erst mit zehn Jahren sollten Kinder Konsolen alleine mitnehmen dürfen.

Praktisch auf langen Autofahrten: Aber erst mit zehn Jahren sollten Kinder Konsolen alleine mitnehmen dürfen. (Bild: dpa; mt: Imago)

Mit Spielekonsolen kann man Filme anschauen, Musik hören, ins Internet gehen - und spielen. Beim Kauf stehen Eltern vor der Qual der Wahl. Soll es eine tragbare Konsole sein, die Kinder auf Autofahrten vom Nörgeln abhält, oder eine stationäre, die an den Fernseher angeschlossen wird? Von einem dürfen sich Eltern aber nicht trügen lassen: der Altersangabe auf der Verpackung. Denn die sagt über das Gerät rein gar nichts aus.

Wahl der Konsole

"Die Kennzeichnung auf der Packung bezieht sich nur auf das beiliegende Spiel", erklärt Birgit Kimmel von der Initiative Klicksafe.de, hinter der die Landeszentrale für Medien und Kommunikation Rheinland-Pfalz in Ludwigshafen steht. Sie rät, sich vor der Wahl einer Konsole das Spielangebot gründlich anzuschauen.

Wo gibt es viele Spiele?

Besonders viele Titel für Kinder gibt es für Nintendo-Konsolen

- den tragbaren DS und die Wii, erklärt Torben Kohring, Projektleiter beim Computerprojekt Köln, das den Spieleratgeber NRW herausgibt. Die Playstation 3 und die tragbare Playstation Portable (PSP) von Sony sowie die Xbox 360 von Microsoft zielten eher auf Jugendliche und Erwachsene. Einen Überblick über das Angebot an Kinderspielen für jede Konsole bekommen Eltern beim Verein Internet-ABC (http://internet-abc.de/eltern/spieletipps.php). Das Computerprojekt Köln erklärt die verschiedenen Konsolen unter www.spieleratgeber-nrw.de.

Vorschulkinder an den Bildschirm

Prinzipiell spreche nichts dagegen, schon Vorschulkinder am Bildschirm spielen zu lassen, sagt Udo Käser, Entwicklungspsychologe an der Universität Bonn. Es gebe für diese Altersgruppe sehr gute Programme, die den Kindern Spaß machen und bei denen sie sogar etwas lernen. Kaufen Eltern ihrem Kind eine Konsole, gibt es jedoch einiges zu beachten - ein Überblick:

Konsolen sind keine Babysitter

Kaufen Eltern Konsolenspiele vor allem, um die Kinder zu beschäftigen, sollten sie lieber in Zeit für ihren Nachwuchs investieren, sagt Käser. Denn sonst seien die Spiele nur Beschäftigungstherapie. Erforschen Eltern und Kind die Spielwelten hingegen gemeinsam, könnten Spiele super sein. Torben Kohring sieht das genauso: "Man kann zum Beispiel mal einen analog-digitalen Spielnachmittag gestalten." Dann steht erst ein Brettspiel auf dem Programm, anschließend ein virtuelles. Viele Titel verfügen über einen Mehrspielermodus. So können sich Vater und Sohn im Autorennen messen. Der Zusatznutzen: Spielen Eltern mit, fällt es ihnen auf Dauer leichter, gute und schlechte Titel zu unterscheiden.

Die Alterskennzeichnung bei Spielen gilt

 

Bei der Auswahl der Spiele müssen Eltern unbedingt die Alterskennzeichnung beachten, sagt Kohring. Sie steht auf der Verpackung. Spiele, die aus dem Internet heruntergeladen werden, unterliegen keiner Kennzeichnungspflicht. Hier müssen Eltern besonders aufpassen. Informationen zur Alterskennzeichnung gibt die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle unter www.usk.de.

Absprachen und Jugendschutzfunktion

Beschreibungen von Spielen und pädagogische Bewertungen finden Eltern etwa beim Computerprojekt Köln (www.spieleratgeber-nrw.de). Torben Kohring rät zu einer Regel: Dass Kinder ihren Eltern immer sagen, was sie gerade spielen. Wer sich darauf nicht verlassen will, der kann an der Konsole die Jugendschutzfunktion einstellen. Sie garantiert, dass Kinder nur Titel für das zugelassene Alter spielen. Wie die Einstellungen funktionieren, erklären die Hersteller.

Mit Konsolen kann man chatten

Moderne Spielekonsolen sind internetfähig. Das heißt, alle Risiken des Internets lassen sich auf die Konsole übertragen. Selbst wenn ein Spiel ab sechs Jahren freigegeben ist, könne es über einen Internetzugang zu einem nicht-moderierten Chatbereich führen, warnt Birgit Kimmel. Eltern sollten gut überlegen, ob ihr Kind mit der Konsole ins Internet darf. Viele Kinder wünschten sich das, weil die Spiele darauf ausgelegt sind. Dann sei es wichtig, Regeln für die Internetnutzung aufzustellen, etwa zum Datenschutz.

Drahtlos ins Internet

Mit der PSP und dem DS kommt man über WLAN drahtlos ins Internet. Das ist nicht nur in der Wohnung, sondern auch an öffentlichen Plätzen möglich, erläutert Klicksafe.de. Theoretisch könnten Fremde dort über WLAN Kontakt zu Kindern aufnehmen.

Anonyme Kontaktaufnahme möglich

Der DS verfügt außerdem über eine integrierte Chatfunktion und kann über 30 Meter eine Verbindung zu anderen Geräten aufbauen, so Klicksafe.de. Der Nachteil: Jeder, der sich mit einem DS in Reichweite befindet, könne das Kind anonym kontaktieren. Kohring rät, Kindern erst ab einem Alter von frühestens zehn Jahren eine mobile Konsole mitzugeben, wenn sie alleine unterwegs sind. Welche Sicherheitsvorkehrungen die Konsolen bieten, erklärt Klicksafe.de (www.klicksafe.de, Stichwort "Themen", "Spielkonsolen").

Über Spielzeiten gibt es häufig Streit

Udo Käser empfiehlt Eltern, die Zeiten mit ihren Kindern auszuhandeln, dann aber konsequent einzufordern. "Aber wenn sie gerade vor einem Endgegner stehen, kann man auch mal eine Ausnahme machen." Birgit Kimmel sieht das ähnlich. Grundsätzlich sollte bei Grundschulkindern nach 30 Minuten Schluss sein. "Aber wenn es ein verregneter Tag ist, kann es auch mal länger gehen." Eine Alternative ist ein Medienkonto für die Woche. "Das fördert die selbstbestimmte Mediennutzung", erklärt Kohring. Das Kind müsse immer wieder entscheiden, was ihm wichtiger ist: fernsehen, surfen oder spielen.


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