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Kinderfernsehen: Harte Medienkritik von Armin Maiwald

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TV für Kinder  

"Schundprogramm": "Maus"-Erfinder kritisiert Sender

11.11.2009, 08:59 Uhr | dpa

Der Erfinder der "Sendung mit der Maus", Armin Maiwald, hält nicht viel vom heutigen TV-Programm für Kinder. Die Privatsender wie RTL II böten ein "Schundprogramm", und die Öffentlich-Rechtlichen seien nicht viel besser, sagte er der "Frankfurter Rundschau". "Seit 20 Jahren herrschen nur noch Quotendruck und Kommerz", sagte er mit Blick auf die ARD, die ihr Kinderprogramm zunehmend in den ARD/ZDF-Kinderkanal Ki.Ka abschiebe. Dort liefen zwar einige gute Sendungen wie "Sandmann" oder "Nils Holgersson", "ansonsten ist beim Kinderkanal alles nur schrill und schreiend bunt, das nähert sich immer mehr dem Privatfernsehen an (...), da wurden kaum eigene Formate entwickelt."

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Heute hätte die "Maus" keine Chance

Die "Sendung mit der Maus" wurde 1971 erstmals gezeigt und läuft derzeit sonntags um 11:30 Uhr im Ki.Ka. Heute könnte sein Format als neue Idee kaum überleben, glaubt Maiwald. "Wir hatten anfangs auch wenig Zuschauer, aber wir hatten Zeit. Unter den heutigen Voraussetzungen würde die Maus das erste halbe Jahr nicht überleben. Keine Chance."

Kinderfernsehen muss die Zuschauer ernst nehmen

Es gehe im TV heutzutage zu sehr um vordergründigen Spaß und gute Laune, Kinder wollten zwischendurch aber auch mal was "Ernstes, was zum Denken anregt. Da stimmt einfach die Mischung nicht." Gutes Kinderfernsehen müsse die Zuschauer ernst nehmen. "Und es muss informieren, es muss die Kinder neugierig machen und dazu anregen, hinauszugehen und sich die Welt genauer anzuschauen."

"Es geht nur um Kommerz"

Viele Sendungen, gerade im Privatfernsehen, seien aber nur noch dazu da, Kindern ein Produkt nahezubringen. "Da laufen Formate, für die zunächst eine Merchandising-Strategie entworfen wurde und dann erst die Sendung (...). Mit kindgerechter Problematisierung von gesellschaftlichen Entwicklungen hat das überhaupt nichts mehr zu tun. Da geht es nur um Kommerz."

Ein finanzielles Problem

Das Ganze sei natürlich auch ein Geldproblem. "Heute werden Millionen für Sportrechte rausgeballert, aber im Kinderprogramm muss gespart werden. So kann es kein gutes Kinderfernsehen geben", sagte Maiwald, der auch heute noch in den "Maus"-Sendungen zu sehen ist und Kindern dort die Welt erklärt.


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