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Familie: Nerven bewahren mit Notfallplan

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Notfall  

Wenn mal wieder alles schief läuft

13.11.2009, 14:34 Uhr | Simone Blaß, t-online.de

Familie: Nerven bewahren mit Notfallplan . Für Eltern ist es immer sinnvoll einen Notfallplan auf Lager zu haben.

Für Eltern ist es immer sinnvoll einen Notfallplan auf Lager zu haben. (Bild: Imago)

Es gibt Tage, da läuft nichts so, wie es soll. Da würde man am liebsten den Kopf unter die Bettdecke stecken und abwarten. Doch die Familie und der Job lassen das normalerweise nicht zu. Man muss sich aufrappeln und den kleinen Widrigkeiten des Lebens ins Gesicht blicken. Doch letztendlich lässt sich aus vielen misslichen Situationen immer noch etwas herausholen, wenn man sie mit ein bisschen Humor nimmt.

Nerven bewahren

Die Liste dessen, was alles schief gehen kann ist schier unendlich: Man muss zur Arbeit und das Baby spuckt beim Abschied auf das letzte saubere Hemd, die Jungs müssen zum Fußballturnier und die Bekannte, die sie hinbringen wollte, ist kurzfristig verhindert, man ist drei Kilometer von zuhause entfernt und die Achse des Kinderwagens bricht, die Kinder verschütten einen Liter Milch in der frisch gewischten Küche und zwar so, dass sie in alle Schubladen läuft oder ein roter Strumpf verirrt sich in die weiße Wäsche und verwandelt die Unterhosen der männlichen Familienbelegschaft in Untragbares… Doch es gibt zahlreiche Möglichkeiten, aus den meisten Situationen noch das Beste herauszuholen und sich nicht die Laune verderben zu lassen. Da freut man sich zum Beispiel seit Wochen auf den Theaterbesuch, hat sich schick gemacht und der Babysitter sagt in letzter Sekunde ab. Jetzt hat man zwei Alternativen: Entweder man schwingt sich schlecht gelaunt und frustriert in die Jogginghose und setzt sich vor den Fernseher oder man bestellt Sushi, öffnet eine gute Flasche Wein, zündet sich ein paar Kerzen an, verschenkt die Karten an das nette, spontane und vor allem kinderlose Pärchen von nebenan und genießt den Abend mit dem Partner trotzdem. Und fürs nächste Mal organisiert man sich neben dem Babysitter noch eine Oma, die notfalls einspringt.

Neue Situationen können spannend sein

Letztendlich geht es immer darum, aus einer Situation das Beste zu machen. Und das, was man nicht ändern kann, zu akzeptieren. Hat man zum Beispiel einen der berühmten Läusebeseitigungstage, dann kann man sich nach getaner Arbeit darüber freuen, dass endlich mal wieder Ecken im Haus sauber sind, die schon lange auf einen Staublappen gewartet haben und dass man beim Nissen suchen so richtig Zeit zum Zuhören gehabt hat, ohne nebenbei Einkaufslisten aufzusetzen oder Kuchen zu backen. Auch wenn wichtige Küchen- und Haushaltsgeräte ihren Geist aufgeben, hat man zwei Möglichkeiten: Sich aufregen oder es positiv sehen. Geht mal die Waschmaschine kaputt, dann besucht man eben gemeinsam einen Waschsalon und während das Kleinkind der Wäsche beim Fahren zusieht, kann der Rest der Familie in Ruhe Monopoly spielen. Funktioniert die Spülmaschine nicht mehr, dann macht man einen großen Schaumberg im Spülbecken, lässt das kleinste Familienmitglied auf den Stuhl steigen und so richtig pantschen, während die anderen um die Wette abtrocknen und geht gar das Auto kaputt, dann entschleunigt sich das Leben für ein paar Tage von alleine. Was sehr entspannend sein kann.

Mary Poppins zum Vorbild nehmen

Ein Löffelchen voll Zucker und was bitter ist, wird süß. „Es gibt Tage, da ist einfach der Wurm drin!“, so Sabine Bohlmann, Autorin des gleichnamigen Buches, das zahlreiche Vorschläge aufweist, wie man sich und seiner Familie den schnöden Alltag mit seinen kleinen und großen Widrigkeiten etwas vereinfachen kann. „Ich versuche lediglich, festgefahrene Situationen manchmal etwas anders zu lösen.“ Wer nach diesem Prinzip handelt, macht sich selbst und seiner Familie das Leben leichter. Denn im Familienleben gibt es eine ganze Menge Situationen, die sich mit Humor und Verständnis um einiges einfacher ertragen lassen. Dazu braucht es nur ein wenig Fantasie und eine positive Grundeinstellung. „Also, erstens versüßt man nicht nur den Kindern, sondern gleichzeitig auch sich selbst ein wenig das Leben. Denn ich habe meistens die Wahl zwischen einer ernsten Auseinandersetzung (…) oder einer Variante, bei der auch ich vom Spaß meiner Kinder profitiere und mit der ich ohne Ärger mein Ziel erreiche. Zweitens bin ich der Meinung, dass die Kinder dadurch auch fürs spätere Leben lernen können, sich unangenehme Dinge zu versüßen, nicht alles ganz so ernst zu nehmen und vielleicht sogar durch Humor den eigenen Chef zu verblüffen.“

Manchmal muss man in den sauren Apfel beißen

Doch es gibt auch Situationen, in denen es einem nicht mehr möglich ist, die Sache mit Humor zu nehmen. In denen man in Zwickmühlen steckt, aus denen es keinen befriedigenden Ausweg gibt. Zum Beispiel dann, wenn ein äußerst wichtiges Meeting ansteht, der Partner auf Dienstreise und die Oma im Urlaub ist und sich das Kind ausgerechnet an diesem Morgen übergeben muss. Da hilft nur noch, die Situation so zu akzeptieren, wie sie ist und in aller Ruhe zu überlegen, wer für ein paar Stunden einspringen könnte. Und wenn man auf die Schnelle niemanden findet, dann heißt es, auch wenn es schwerfällt, persönliche Prioritäten zu setzen und das Meeting zu verschieben. Hier hilft es, einen Moment innezuhalten und den Stress damit auszubremsen.  In so einer Situation kann und darf einem auch schon mal ein lautstarkes "Verflixt und zugenäht" oder ähnliches herausrutschen. Kinder verzeihen so etwas, schließlich sind auch Eltern nicht perfekt. Und sollen es auch gar nicht sein.


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