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Familie  

Alles unter einen Hut bringen ist möglich

27.11.2009, 15:38 Uhr | Simone Blaß, t-online.de

Familie: Alles unter einen Hut bringen ist möglich. Keine leichte Aufgabe: So viel verschiedene Tagesabläufe unter einen Hut bringen.

Keine leichte Aufgabe: So viel verschiedene Tagesabläufe unter einen Hut bringen. (Bild: Imago)

Je größer eine Familie wird, desto mehr Bedürfnisse prallen aufeinander. Ein Säugling hat einen ganz anderen Tagesablauf als ein Kleinkind, ein Grundschulkind andere Freizeitinteressen als ein Teenager. Und meist nicht die Möglichkeit, sie ohne Mama- oder Papa-Taxi überhaupt zu erreichen. Da gilt es Nerven bewahren und für Ruheinseln sorgen.

Sechs Menschen - sechs verschiedene Tagesabläufe

Familie Niederegger ist seit ein paar Wochen zu fünft. Neben den Eltern Sabine und Peter gibt es Nele, die gerade in die Schule gekommen ist, Jan, der seit einem Jahr in den Kindergarten geht und nun auch Lena. Vor wenigen Monaten geboren und rund um die Uhr aktiv. In jeder zweiten Woche kommt noch Melli dazu. Sie ist 15 und lebt abwechselnd bei ihnen und bei ihrer Mutter, Peters Ex-Frau. „Gott sei Dank versteht sich Sabine gut mit Melli“, freut sich Peter. „Doch trotzdem: Sechs Tagesabläufe, Wünsche und Bedürfnisse unter einen Hut zu bringen, ist sehr schwer.“ Aber nicht unmöglich.

Organisation ist die halbe Miete

Sabine ist sich sicher: „Das wichtigste Utensil unserer Familienplanung ist der riesige Organizer, der mitten in der Küche hängt. Für jeden gut ersichtlich gibt es hier, auf alle Wochentage verteilt, eine extra Tabelle. Ein Tag kann es da ganz schön in sich haben.“ Das Baby wird nach Bedarf gestillt, soll an die frische Luft, hat U4-Termin und zum Pekip möchte man mit ihm auch noch. Das Kindergartenkind braucht nach dem Mittagessen eine Ruhepause, in der es gerne etwas vorgelesen bekommt, am liebsten ungestört auf Mamas Schoß und am Nachmittag wollte man doch eigentlich gemeinsam mit seinem Freund Plätzchen backen. Das Grundschulkind braucht ein wenig Unterstützung bei den Hausaufgaben und muss danach zum Sport gefahren und auch wieder abgeholt werden, weil der Weg für das Kind alleine noch zu schwer zu bewältigen ist und der Teenager hat nicht nur Nachmittagsunterricht und Bandprobe, sondern muss auch noch für seine Schulaufgaben lernen und Liebeskummer bewältigen.

Gemeinsam ist man stark

„Hinzu kommen natürlich die alltäglichen Arbeiten wie der Haushalt und das Kochen, das Einkaufen und nicht zuletzt muss mindestens einer ja auch noch die Brötchen verdienen.“ So voll wie dieser sind auch die anderen Tage und zwar nicht nur bei den Niedereggers, sondern bei den meisten Familien. „Wenn da mal was schief geht, ein Kind krank wird oder man selbst einen Arzttermin hat, der einem alles durcheinander bringt, dann gerät das Gefüge leicht ins Wanken. Dann heißt es, zusammenhalten und zusammenhelfen, damit es trotzdem funktioniert.“

Die Grundbedürfnisse bleiben die gleichen

Ein Baby hat andere Ansprüche an seine Mutter als ein Kleinkind, ein Grundschulkind braucht in ganz anderer Form Zuwendung als sein Bruder oder seine Schwester, die bereits mitten in der Pubertät steckt. Letztendlich geht es aber immer um Aufmerksamkeit und Zuneigung im wahrsten Sinne des Wortes. Sich dem Kind zuneigen, ihm Aufmerksamkeit schenken, alles außenherum stehen und liegen lassen und zuhören. Dazu braucht es nicht viel, es handelt sich meist nur um Momente, die genügen, um dem Kind zu zeigen: Jetzt bist du mir wichtig, jetzt ist das, was du mir erzählst, das einzige, das mich im Moment interessiert! Das kann der Augenblick sein, in dem das Kindergartenkind vom Spiel mit seinem besten Freund erzählt, das kann das Helfen bei einer schwierigen Hausaufgabe sein, das kann der Moment sein, in dem das Baby gebadet und massiert wird oder auch die paar Minuten, in denen man der Großen hilft, den Pickel auf der Nase unter Make-up verschwinden zu lassen. Es sind oft gerade die kleinen Gesten, die den Kindern zeigen, dass sie geliebt und ihre Anliegen ernst genommen werden.

Ruheinseln sorgen fürs Auftanken

Zusätzlich ist es wichtig, feste Zeiten in den Tagesablauf einzubauen. Zeiten, in denen sich möglichst alle treffen. Das kann das gemeinsame Essen sein wie bei den Niedereggers, wo sich dann alle treffen, ihre täglichen Erlebnisse austauschen und jeder die Möglichkeit hat, von seinem Tag zu erzählen. Das kann auch die feste Regel sein, dass der Sonntag nur der Familie gehört und man gemeinsam entscheidet, was man an diesem „freien“ Tag miteinander unternehmen wird. Und wenn es auch mal nur ein gemütlicher Fernsehnachmittag ist. Ganz wichtig ist aber auch die Zeit, die man konkret für sich und den Partner reserviert. Und weil man meist nach einem langen Tag abends keine Lust mehr hat, etwas zu unternehmen, „zwingen“ sich Peter und Sabine zum Beispiel selbst mit einem Theaterabo dazu. So konzentrieren sie sich wenigstens einen Tag in der Woche aufeinander und leben ihre gemeinsamen kulturellen Interessen aus. Denn auch als Paar brauchen sie die Möglichkeit, sich nicht vor lauter Elternpflichten aus den Augen zu verlieren. „Um ehrlich zu sein, genießen wir bereits die Fahrt zum Theater“, verrät Sabine. Und Peter ergänzt schmunzelnd: „Da haben wir zwei endlich mal die Möglichkeit, miteinander ein Gespräch zu führen, ohne dass jemand etwas von uns will oder ein paar kleine Lauscher sich wie zufällig in der Nähe herumtreiben.“ Diese kleinen Ruheinseln strukturieren das gemeinsame Leben und helfen dabei, zwischendurch mal aufzutanken, und sich dann mit Freude in das Abenteuer des nächstens Tages zu stürzen.

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