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"Ich mag mein Kind nicht" - Gefangen im Muttermythos

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"Ich mag mein Kind nicht" - Gefangen im Muttermythos

01.12.2009, 16:04 Uhr | Jenni Zwick, t-online.de

. Mutter mit Kind auf dem Arm, beide schauen teilnahmslos aneinander vorbei. (Quelle: imago)

Nicht jede Mutter empfindet für ihr Kind die Liebe, die es sich wünscht. (Quelle: imago)

Ihre Tochter ist 21 Monate - es ist ihr unangenehm und peinlich - aber irgendwie empfindet sie nicht die Liebe für das Kind, die sie sich wünscht. Sie spürt: Irgendwas stimmt nicht mit ihr, so was wie Muttergefühle hat sie einfach nicht. Wenn das Baby in ihrer Nähe ist, ist sie genervt, manchmal sogar angeekelt und erleichtert, wenn die Tochter endlich im Bett ist und sie ihre Ruhe hat. Medien und Werbung setzen uns täglich eine heile, idyllische Mutter-Kind-Welt vor. Die Mutterliebe steht über allem - schließlich scheint sie von Natur aus gegeben. Aber es gibt Frauen, die ihr Baby nicht lieben, ihr Kind nicht mögen. Denn auch die Beziehung zwischen Mutter und Kind kann gestört sein, obwohl es in unserer Gesellschaft als Frevel gilt, die Position der Mutter anzugreifen oder die Mutterliebe zu hinterfragen.

Schwiegermütter meines nur gut?

"Das Kind muss viel mehr essen, an den Ärmchen ist ja gar kein Speck dran" oder "Warum nimmst Du denn nicht die netten Strampler, die ich von meinem Sohn noch aufgehoben habe?". Das Engelchen in mir sagt: "Sie meint es nur gut, schließlich ist es ja ihr Enkelkind, das Kind ihres Sohne", das Teufelchen in mir sagt: "Diese Frau hat mir gar nichts zu sagen, wäre sie nicht zufällig die Mutter meines Mannes, wären wir uns nie begegnet", das beschreibt die Zwickmühle vieler Mütter oder besser vieleer Schwiegertöchter.

Gespanntes Verhältnis?

Inge, Brigitte, Anita, meist nennt man heute die Schwiegermutter beim Vornamen, bevor sie zur "Oma" wird. Doch was so vertraut wie unter Freundinnen klingt, birgt oft ein großes Spannungspotential.

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Mutterliebe vs. Überforderung

In der Gesellschaft gibt es wenig Verständnis für Frauen, die nicht dem weit verbreiteten Mythos der liebenden Mutter entsprechen. Diese gefühlte Stigmatisierung belastet die Frauen zusätzlich. Doch schämen sollte sich keine. Psychologen und Pädagogen weisen darauf hin, dass viele Frauen unter einem Leistungsdruck stehen, die gerade im Umgang mit Kindern fehl am Platz ist. Die Psychologin Shari Thurer ist der Ansicht, dass der sentimental verklärte Muttermythos nicht mehr zeitgemäß ist. Sie ist überzeugt, dass die übermächtigen Anforderungen, die die Gesellschaft heute an eine gute Mutter stellt, kaum mehr zu erfüllen sind. So ist es kein Wunder, dass Frauen (und Väter) ihre Liebe nicht abrufen können und sich deswegen schuldig fühlen.

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