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Klauen  

Wenn Kinder ihre Eltern bestehlen

09.04.2010, 10:28 Uhr | rev, dpa

Erziehung: Wenn Kinder ihre Eltern bestehlen. Wenn Kinder ihre eigenen Eltern bestehlen, kann das auf seelische Probleme hindeuten.

Wenn Kinder ihre eigenen Eltern bestehlen, kann das auf seelische Probleme hindeuten. (Bild: Imago)

Stehlen Kinder ihren Eltern Geld, kann das auf seelische Probleme hinweisen. Möglicherweise versucht das Kind, sich aufzuwerten oder mit Geschenken Freunde zu gewinnen, die es sonst nicht hat, erläutert Andreas Hundsalz von der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung (bke) in Fürth. Hier brauche das Kind Unterstützung. Gleichzeitig sollte es ruhig und sachlich darauf hingewiesen werden, dass es nicht stehlen darf. Und Eltern sollten eine Rückzahlung des gestohlenen Betrages verlangen.

Keine Panik - aber eine klare Ansage

Besonders in der Vorpubertät könne es vorkommen, dass Kinder ihren Eltern Geld klauen, erklärt der Diplom-Psychologe. Dies sei kein Anlass für Panik, allerdings ein Grund für deutliche Worte. Generell sollte in der Familie Geld unzugänglich aufbewahrt und den Kindern ein Taschengeld für den persönlichen Bedarf gezahlt werden.

Das Kind unter Verdacht

Sollte zunächst nur der Verdacht bestehen, dass das ein Kind die eigenen Eltern beklaut, sei es notwendig, dass die Eltern eine Zeit lang genau kontrollieren, ob beispielsweise Geld aus ihrem Portemonnaie fehlt, sagt Ulrich Gerth, Vorsitzender der bke. Ist das der Fall, sollte man darauf unbedingt auch reagieren.

Das Abenteuer des Verbotenen

Generell neigen viele Kinder in der Phase kurz vor oder während der Pubertät sich ihre Wünsche durch Stehlen zu erfüllen. Das muss dann nicht immer die Eltern treffen. "Es kommt vor, dass Kinder eine Zeit lang Dinge klauen. Das bedeutet nicht unbedingt, dass etwas in ihrer Entwicklung grundlegend schief läuft", erklärt Gerth. Wichtig ist, dass Eltern nach den Gründen dafür forschen, dass ihr Kind stiehlt. "Manche Kinder reizt das Abenteuer, etwas Verbotenes zu tun. Andere klauen in der Gruppe, weil sie dazugehören wollen. Und manche stehlen einfach deshalb, weil sie etwas unbedingt haben wollen", so Gerth.

Die richtigen Konsequenzen

Gerth rät Eltern, auf das Fehlverhalten auf jeden Fall Konsequenzen folgen zu lassen. Dabei sollte man jedoch immer wertschätzend mit dem Kind umgehen. "Es ist falsch, das Kind zu schimpfen - dadurch fühlt es sich nur in die Ecke gedrängt und lernt überhaupt nichts", betont Gerth. Besser sei es, gemeinsam mit dem Kind zu überlegen, wie es seine Tat wiedergutmachen könne. "Beispielsweise könnten die Eltern mit ihrem Kind das Geschäft aufsuchen, aus dem es gestohlen hat, so dass es das Diebesgut zurückbringen kann", sagt Gerth. Die unangenehme Situation, die bei der Konfrontation mit den Bestohlenen entstünde, sei oft schon heilsam genug.

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