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Computerspielen: Wann es für Kinder gefährlich wird

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Computerspiele  

Computerspielen - wann wird es gefährlich?

02.05.2011, 14:48 Uhr | rev; www.schau-hin.info

Computerspielen: Wann es für Kinder gefährlich wird. Computerspiele: Eltern können den Gefahren vorbeugen. (Bild: Imago)

Computerspiele: Eltern können den Gefahren vorbeugen. (Bild: Imago)

Computer- und Konsolenspiele sind bei Kindern und Jugendlichen total angesagt. Fast zwei Milliarden Euro geben die Deutschen in diesem Jahr für elektronische Spiele aus. Das sind über 45 Prozent des Spielwarengesamtumsatzes. Werden diese Spiele bei den Kindern immer beliebter, fragen sich viele Erwachsene wie ein kindgerechter Umgang mit Computer- und Konsolenspielen aussehen kann. Die Initiative "SCHAU HIN!" möchte in dieser Hinsicht mehr Sicherheit geben und Eltern über die Risiken der Computerspielnutzung ihrer Kinder aufmerksam machen - ohne übertriebene Panik zu schüren. Zugleich will die Initiative konkrete Hilfestellung für den Familienalltag mit elektronischen Spielen geben.

Diese Spiele sind gefährlich

Am bekanntesten unter den süchtig machenden Games ist das Online-Rollenspiel "World of Warcraft". Es erfordert einen hohen Zeitaufwand und lockt vor allem Jungs vor den Rechner. Sehr beliebt sind auch alle Shooter- und Action-Games, die ab 18 Jahren freigegeben sind und natürlich nichts im Kinderzimmer zu suchen haben. Unter Kids sehr populär und auf jedem Schulhof zu finden sind: "GTA 4", "Call of Duty - Modern Warfare 2" oder "Halo 3".

Warum ist Spielen so wichtig für Kinder?

Spielen ist ein Grundbedürfnis von Kindern. Die Kinder brauchen Freiräume, in denen sie etwas tun, das keinem bestimmten Zweck dient und mit dem wirklichen Leben nichts zu tun hat. Zugleich lernen Kinder beim Spielen sehr viel - auch beim Spielen am Computer und der Spielkonsole. Zum Beispiel lernen sie andere Mitspieler zu akzeptieren und zu respektieren. Computerspiele faszinieren Kinder ganz besonders. Bunte Farben und Animationen ziehen sie schnell in ihren Bann. Die Kids erleben in den Spielen spannende Abenteuer, schlüpfen in fremde Rollen und können in Fantasiewelten abtauchen. Elektronische Spiele machen nicht nur Spaß, sondern vertreiben auch die Langeweile und bieten die Möglichkeit, Dinge zu probieren, die sich Kinder im echten Leben nicht wagen würden.

Computerspiele sind Teil der Jugendkultur

Über 70 Prozent der Kinder zwischen sechs und 13 Jahren spielen mindestens einmal pro Woche am Computer. Ein Viertel der Jungen spielt sogar täglich, bei den Mädchen sind es elf Prozent. Ebenso beliebt sind tragbare Konsolen, die von über einem Drittel der Kinder ein- bis mehrmals die Woche genutzt werden. Feste Spielkonsolen oder Videospiele nutzen 37 Prozent mindestens einmal pro Woche. Damit sind Computer- und Konsolenspiele fester Teil der kindlichen Lebenswirklichkeit. Computerspielen gehört genauso zur Jugendkultur wie beispielsweise Musikhören.

Wann wird es zu viel?

Jedes Kind ist verschieden. Deshalb geben Experten auch nur grobe Orientierungen, wie viel Zeit ein Kind mit Computer- und Konsolenspielen verbringen kann. Wie viel angemessen ist, hängt auch davon ab, was gespielt wird und vor allem ob genug Platz für andere Interessen und Aufgaben bleibt. Die Initiative "SCHAU HIN! Was Deine Kinder machen", die Eltern in der Medienerziehung unterstützen will, gibt folgende Zahlen als Richtwerte an:

AlterAngemessene Spielzeit
bis 7 Jahredurchschnittlich 30 Minuten
8-9 Jahredurchschnittlich 45 Minuten
10-11 Jahredurchschnittlich 60 Minuten
12-13 Jahredurchschnittlich 75 Minuten


Welche Kinder gefährdet sind

Viele Kinder verbringen allerdings weitaus mehr Zeit vor Computer oder Konsole, als diese Richtwerte vorgeben. Die Gründe, warum sich manche Kinder in den virtuellen Welten verlieren, sind nicht immer auf den ersten Blick erkennbar. Auch eine allgemeingültige Festlegung, wann das Spielverhalten als bedenklich einzustufen ist, gibt es nicht. Schließlich ist jedes Kind verschieden und damit auch unterschiedlich stark gefährdet. Es ist jedoch davon auszugehen, dass Kinder verstärkt suchtgefährdet sind, wenn sie über ein nur geringes Selbstwertgefühl verfügen und/oder sich unverstanden und unwichtig fühlen, wenn sie sehr schüchtern sind oder Schwierigkeiten haben, Freunde zu finden. Auch Kinder, die in der Schule gemobbt werden, sind einem höheren Suchtpotential ausgesetzt. Wie Untersuchungen zeigen sind Kinder und Jugendliche, die übermäßig viel am Computer oder der Spielkonsole spielen, in verschiedenen Lebensbereichen deutlich unzufriedener und haben häufig weniger starke Bindungen in ihrem Umfeld.

Online-Rollenspielen haben das größte Suchtpotenzial

Nicht alle elektronischen Spiele haben eine starke Bindungswirkung. Zu den Spielen, die ein höheres Suchtpotenzial aufweisen als andere, zählen insbesondere Online-Rollenspiele. Die Strukturen in diesen Spielen sind so angelegt, dass Spieler möglichst viel Zeit mit Ihnen verbringen möchten. So können viele Online-Rollenspiele nur in Gemeinschaft absolviert werden. Oft setzen sich Spieler sich gegenseitig unter Druck und fordern voneinander ein, möglichst lange und oft dabei zu sein. Darüber hinaus sind diese Spiele im Vergleich zu Konsolen- oder PC-Offline-Games auf kein Ziel festgelegt, sie gehen endlos weiter und laufen rund um die Uhr. Das Risiko, nicht aufzuhören aus Angst etwas zu verpassen, ist gesteigert. Die Gefahren oder Risiken, die bei übermäßigem Spielekonsum bestehen, sind vielfältig.

Symptome für Spielsucht

Dass ein Kind süchtig nach Computer- oder Konsolenspielen wird, ist ein extremer Ausnahmefall. Trotzdem sollten Eltern das Risiko nicht ausblenden. Bestimmte Anzeichen könnten darauf hindeuten, dass ein Kind spielsüchtig oder gefährdet ist:

Bester Schutz: ein starkes Selbstbewusstsein

Damit ein Kind gar nicht erst in die Gefahr gerät süchtig zu werden und einen maßvollen und vernünftigen Umgang mit Computerspielen lernt, sollten sich Eltern frühzeitig mit diesem Thema auseinandersetzen. Der beste Schutz vor den Risiken von übermäßigem Spielekonsum bietet ein starkes Selbstvertrauen der Kinder. Dazu können Eltern im alltäglichen Umgang einen entscheidenden Beitrag leisten. So ist es unter anderem sehr wichtig, dass die Bemühungen der Kinder gelobt werden. Lob und Anerkennung stärkt das Selbstbewusstsein. Obwohl Eltern ihren Kindern Orientierung mithilfe von Grenzen und Regeln geben sollten, benötigen Kinder auch genügend Freiräume. Das heißt, sie brauchen Platz zum Erkunden, Forschen, Toben, Spielen und eigene Abenteuer zu erleben. Auf diese Weise können Kinder auch viele persönliche Erfolgserlebnisse feiern, die ebenfalls ihr Selbstvertrauen stärken.

Eltern müssen klare Regeln formulieren

Daneben sollten Eltern aber natürlich auch darauf achten, was ihre Kinder spielen: Sie sollten das Interesse ihrer Kinder an Computerspielen ernst nehmen und den Spaß und die Freude, die sie damit haben, akzeptieren. Um übermäßiges Computerspielen oder sogar eine Sucht zu verhindern, sollten Eltern und Erziehende jedoch wissen, welche Spiele die Kids spielen, welche Aufgaben es in den Spielen zu lösen gilt und ob die Spiele altersgerecht sind. Nur dann können sie beurteilen, ob die Spiele für ihr Kind geeignet sind und ab wann ein übermäßiger Konsum bedenklich ist. Wichtig sind klare Regeln, die zur Nutzung der Computer- und Konsolenspiele mit den Kindern vereinbart werden. Das betrifft insbesondere den zeitlichen Umfang der Nutzung. Hier sollte es unbedingt klar formulierte Grenzen geben.

Wo gibt es Hilfe?

Sollte der Verdacht bestehen, dass das Kind tatsächlich spielsüchtig sein könnte, ist es sinnvoll professionelle Hilfe hinzuzuziehen. Es gibt vielfältige Unterstützungs- und Beratungsangebote, die die Eltern wahrnehmen können: Konkrete Hilfe zum Thema Sucht bieten die örtlichen Suchtberatungsstellen in ihrer Region. Sollte sich die örtliche Beratungsstelle allerdings noch nicht mit Computerspielsucht befasst haben, kann man sich definitiv an die "Sucht- und Drogenberatungsstelle Schwerin", die "Landesstelle Berlin für Suchtfragen" sowie die "Drogenhilfe Köln" wenden. Beratung bietet außerdem die Spielsucht-Ambulanz in der "Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Klinikum der Johannes Gutenberg-Universität, Mainz".

(Quelle: www.schau-hin.info)

Spezielle Webseiten nur für Kinder von T-Online
Kleinkindratgeber und was sie spielen sollten.

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