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Haustiere: Welche sind geeignet?

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Haustiere: Tipps  

Ein Haustier für mein Kind

10.05.2011, 15:16 Uhr | Simone Blaß, nak, dpa

Haustiere: Welche sind geeignet?. Mädchen mit Katzenkind.

Jedes Kind wünscht sich irgendwann ein Tier. (Bild: Imago)

Kinder lieben Tiere und fast jedes Kind wünscht sich ein eigenes Haustier. Träumen die Kinder vom verspielten Hund oder dem kuscheligen Kaninchen, beginnen die Augen der Kleinen zu glänzen. Ein Haustier kann zum besten Freund des Kindes werden, es kann mit ihm spielen, ihm geduldig zuhören, und gerade ängstliche oder zurückhaltende Kinder können beim Zusammenleben mit einem Haustier Selbstvertrauen gewinnen.

Kinder, die mit einem Haustier aufwachsen und dieses intensiv betreuen, entwickeln sich oft in ihrer ganzen Persönlichkeit positiver. Sie sind aktiver, leiden weniger unter Einsamkeit und übernehmen mehr Verantwortung. Auf hyperaktive Kinder wirkt ein Tier sogar beruhigend und ausgleichend. Bevor man sich als Eltern überlegt, ein Haustier für sein Kind anzuschaffen, sollte man daran denken, dass jedes Tier versorgt und gepflegt werden muss.

Auswahl des geeigneten Haustieres

Oft haben Kinder eine sehr genaue Vorstellung davon, welches Tier sie haben wollen. Doch sollte man das Haustier abhängig vom Alter des Kindes auswählen. Ab welchem Alter man einem Kind ein Tier anvertrauen kann, lässt sich zwar nicht so einfach beantworten, denn es hängt stark von der persönlichen Reife des Kindes und seinem Charakter ab. Ein Grundschüler kann durchaus bereits ein Tier mit ein bisschen Unterstützung selbstständig betreuen, Kindergartenkinder brauchen die Hilfe der Eltern noch in größerem Maße, sind aber in der Lage, einige Aufgaben ebenfalls bereits zuverlässig zu übernehmen.

Tiere kosten Zeit und Geld

Gut geeignet - auch schon für kleinere Kinder - sind Meerschweinchen, Kaninchen oder Ratten, da diese sehr sozial veranlagt sind und den Kontakt zum Menschen suchen. Auch ein Wellensittich kann den Kindern viel Freude bereiten. Hamster dagegen sind weniger geeignet. Sie sind nachtaktiv und damit für ein Kind, das um 20 Uhr schlafen soll, nicht das Richtige. Es ist wichtig, sich im Familienkreis auf ein Tier zu einigen und abzuklären, ob die Haltung in einer Wohnung erlaubt ist und wer sich um das Tier kümmern würde, wenn man in den Urlaub fährt. Zusätzlich ist auch das zur Verfügung stehende Budget nicht unerheblich, ein Kleintier ist nicht sonderlich kostenintensiv, ein Hund dagegen schon. Er braucht Futter, Tierarztbesuche können teurer werden und hinzu kommen auch noch Hundesteuer und eventuell Haftpflichtversicherung.

Die ganze Familie muss dahinter stehen

Die Anschaffung eines Haustieres ist also nichts, was man unüberlegt tun sollte. Tiere sind kein Spielzeug, das in den Schrank wandern kann, wenn es ausgedient hat. Ein Hund oder eine Katze können bis zu zwanzig Jahre lang ein Mitglied der Familie sein, also oft auch dann noch, wenn die Kinder bereits flügge geworden sind. Eltern sollten sich im Klaren darüber sein, dass die eine oder andere Pflichtübung mit einem Haustier an ihnen hängenbleiben kann. Wer also selbst absolut nicht bereit ist, einen Hund auch bei schlechtem Wetter Gassi zu führen oder einem Kaninchen bei Durchfall das Fell zu säubern, der sollte sich sein ‚Ja‘ zum Tier gut überlegen. Auch wer zu Allergien neigt, sollte erst einmal testen lassen, ob das gewünschte Tier nicht vielleicht ein Auslöser sein kann. Denn für ein Kind ist es schwer zu verkraften, wenn es sein geliebtes Haustier wieder abgeben muss.

Eignet sich ein Tier aus dem Tierheim?

Grundsätzlich ist es natürlich nicht zu leugnen, dass gerade in Tierheimen auch viele ‚Problemtiere‘ auf einen neuen Besitzer warten. Das kann bedeuten, dass diese Tiere in ihrem Leben bereits einiges erfahren mussten und daher zum Beispiel nicht mehr so zutraulich sind oder sogar beißen und sich für eine Vermittlung an eine Familie nicht eignen. Doch es gibt auch eine ganze Menge Tiere, die schweren Herzens dort abgegeben wurden und sich ganz wunderbar in eine neue Familie eingliedern könnten. Hier ist es wichtig, ausführlich mit den Betreuern zu sprechen, die Vorgeschichte und auch das Alter des Tieres zu erfahren und explizit darauf hinzuweisen, dass das Tier mit Kindern zusammenleben wird. Die Mitarbeiter des Tierheimes werden dann helfen, das geeignete Haustier zu finden, mit dem gemeinsam man noch viele glückliche Jahre verbringen kann.

Wenn das Haustier stirbt

Stirbt das Haustier, ist das für die meisten Kinder sehr schlimm. Eltern sollten ihre Trauer ernst nehmen und sie verständnisvoll begleiten, rät die Bundeskonferenz für Erziehungsberatung (bke) in Fürth. Wichtig sei für Kinder, dass sie die Umstände des Todes und die Gründe wie Krankheit oder Alter erfahren. Außerdem sollten sie alle Fragen beantwortet bekommen. Der Tod eines Haustieres helfe Kindern, die Endlichkeit und Sterblichkeit von Lebewesen - auch von Menschen - zu begreifen, erklärt der Diplom-Psychologe Hermann Scheuerer-Englisch. Ist das tote Tier nicht zu unansehnlich, sollten die Kinder es noch einmal sehen dürfen. Sie können ihm etwas zum Abschied malen, schreiben oder ein kleines Andenken mitgeben, rät Scheuerer-Englisch. Falls möglich, wird das Tier am besten im Garten begraben. Kinder sollten ihre Gefühle offen zeigen können und solange weinen oder reden dürfen, wie sie es brauchen.


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