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Weihnachten  

Kinder nicht zu musikalischem Vortrag zwingen

13.11.2013, 15:06 Uhr | ddp

Kinder nicht zu musikalischem Vortrag unterm Christbaum zwingen. Kinder sollten an Weihnachten nicht als Unterhalter missbraucht werden. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Kinder sollten an Weihnachten nicht als Unterhalter missbraucht werden. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Eltern sollten ihre Kinder nicht zum weihnachtlichen Vorspiel im Familienkreis drängen. "Kinder haben selbst oft einen inneren Impuls zu zeigen, was sie gelernt haben", sagt der Erziehungsexperte Albert Wunsch aus Neuss. Übe man zu viel Druck auf den Nachwuchs aus, bestehe die Gefahr, dass die Lust am Vortragen des Erlernten verloren gehe. Auf gar keinen Fall sollten Eltern das Musizieren oder andere Vorführungen zur Vorgabe machen und möglicherweise noch strikt festlegen, wann und wie lange etwas einstudiert werden müsse, warnt Wunsch.

Zusammen musizieren

"Tabu sein müssen außerdem leider nicht selten eingesetzte Argumente wie 'ich zahle schließlich Deinen Unterricht'", fügt er hinzu. Ebenso rät er davon ab, die Kinder mit dem Versprechen zu locken, dass sie zunächst die Geschenke auspacken dürfen. Denn: "Danach wollen sich Kinder ihren Geschenken widmen - da bleibt kaum Zeit und Konzentration für andere Dinge", sagt der Experte. 

Hilfreich könne es stattdessen laut Wunsch sein, wenn andere Geschwister oder die Eltern mitmusizieren beziehungsweise ebenfalls etwas vortragen.

Gemeinsame Absprachen treffen

"Kinder haben ein sehr feines Gespür, wenn sie als Akteur oder Alleinunterhalter missbraucht werden", sagt der Pädagoge. "Kinder sollen etwas einbringen, weil es ihnen Freude macht, ihr Können unter Beweis zu stellen, und nicht, weil sie die Oma oder Erbtante verzücken sollen." Wunsch rät Eltern, vorher gemeinsame Absprachen mit den Kindern zutreffen, wie lange und welche Stücke sie vorspielen oder vortragen. "Dabei sollten Eltern ihr Anliegen als Wunsch formulieren und - ganz wichtig - auch das Kind fragen, was es möchte und was nicht", sagt der Erziehungsexperte.

Wenn Kinder sich dennoch zierten, müssten Eltern genau hinschauen. "Hinter Scheu steht nicht selten ein Mangel an Selbstbewusstsein, und zwar nicht nur im Hinblick auf das weihnachtliche Vorspielen, sondern ebenso in anderen Lebenslagen", erläutert Wunsch.

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