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Grundschüler sind keine guten Schwimmer

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Spielen & Freizeit: Schwimmen  

Viele Grundschüler sind schlechte Schwimmer

21.12.2009, 10:45 Uhr | ots, dpa

Kinder beim Schwimmunterricht. (Bild: dpa)Kinder beim Schwimmunterricht. (Bild: dpa)Fast jedes zweite Kind in Deutschland kann am Ende seiner Grundschulzeit nicht sicher schwimmen. Das ergab eine Befragung der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). Die Organisation teilte mit, 77 Prozent der Grundschüler hätten am Ende der vierten Klasse eine Seepferdchenprüfung gemacht, nur 55 Prozent aber das Schwimmabzeichen in Bronze - laut DLRG die Mindestanforderung für einen sicheren Schwimmer. Befragt wurden von Mai bis Juli Schulleiter und Sportlehrer, rund 7 Prozent aller Grundschulen haben sich beteiligt.


Klare negative Entwicklung

"Wir müssen feststellen, dass 45% der Schülerinnen und Schüler am Ende der Grundschulzeit keine sicheren Schwimmer sind. Das sind noch mehr Nichtschwimmer und unsichere Schwimmanfänger, als wir erwartet haben", sieht Jochen Brünger, DLRG-Vizepräsident und Leiter des Projektes, im Ergebnis also eine klare negative Entwicklung.

Regional große Unterschiede

In den einzelnen Bundesländern sind die Ergebnisse sehr unterschiedlich. Am besten schneidet Niedersachsen ab: 71,5 Prozent der Schüler haben das Bronze-Abzeichen erworben. Auf dem zweiten Platz landete Schleswig-Holstein mit einem Anteil von 59,5 Prozent, danach folgen Hessen (58,2 Prozent) und Nordrhein-Westfalen (56,1 Prozent). Die anderen Bundesländer, die sich an der Befragung beteiligt haben, lagen unterhalb des Bundesdurchschnitts. Dazu Jochen Brünger: "Die regionalen Unterschiede sind sehr groß."

Zu wenig Schwimmunterricht an den Schulen

Aus Sicht des DLRG sollte jeder Schüler am Ende der Grundschule mindestens das Schwimmabzeichen in Bronze haben. Die Gesellschaft kritisiert aber seit längerem, dass zu wenig Schwimmunterricht erteilt werde, weil Schwimmhallen und qualifizierte Lehrer fehlten. 11,6 Prozent der Grundschulen erteilen nach der DLRG-Befragung keinen Schwimmunterricht.


Seepferdchenprüfung

Leicht veränderte Ergebnisse zeigen die Bundesländer bei der Seepferdchenprüfung, die einen Ausbildungsstand dokumentiert, der für erste Fähigkeiten der Wassergewöhnung und -bewältigung steht, aber noch nicht für eine Schwimmprüfung: Am besten schneidet das Bundesland Hessen mit knapp 86,8% ab. Auf den nächsten Plätzen folgen Niedersachsen (82,8%) und Nordrhein-Westfalen mit 82,5%. Nur sechs Bundesländer kommen auf Ergebnisse oberhalb des Bundesdurchschnitts von 77%.

Schwimmhallen und qualifizierte Lehrer fehlen

Auf die Frage: Wie hat sich nach Ihrer Einschätzung die Schwimmfähigkeit entwickelt, sagten nur 18% der Schulleiter und Sportfachlehrer, ist besser geworden, 38,8% sagten ist gleich geblieben und 35,6% meinen, sie ist schlechter geworden. Die Antworten der Schulen bestätigen, dass fehlende Schwimmhallen, der zeitliche Aufwand für den Transport der Schülerinnen und Schüler und eine nicht ausreichende Anzahl qualifizierter Lehrkräfte einen gewichtigen Einfluss auf die Nichterteilung von Schwimmunterricht oder reduzierte Angebote haben.

Kein Schwimmunterricht bei fehlendem Schulschwimmbad

An 86,4 % der Schulen wird Schwimmen unterrichtet, 11,6% bieten keinen Schwimmunterricht an. Auf die Frage: Warum wird kein Schwimmunterricht erteilt, lauteten die Antworten: Es steht kein Schwimmbad zu Verfügung, der Transport der Schüler dauert zu lange, es fehlen Lehrer, die Schwimmen unterrichten dürfen und der Transport der Schüler ist zu teuer. Bei dieser Frage waren Mehrfachnennungen möglich. In zwei Dritteln des Schulschwimmunterrichtes ist die Anzahl der Schüler größer als 15. Ausbildungsangebote finden im Bundesdurchschnitt in allen vier Grundschulklassen statt, die Mehrzahl bietet Schwimmunterricht aber erst in der dritten und vierten Klasse an.

Trend mit hoher Aussagekraft

An der nicht repräsentativen Umfrage haben sich 1.200 Primarschulen beteiligt, das sind 7,2% aller Grundschulen in Deutschland. Da die Verteilung der Umfragen auf die Bundesländer ungleich gewichtet war, sind diese Ergebnisse als Trends zu betrachten, aufgrund der Menge der eingegangenen Fragebögen allerdings mit hoher Aussagekraft.


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