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England: Aufreizender Kinder-Bikini sorgt für Skandal

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Kinder-Kleidung  

Aufreizender Kinder-Bikini sorgt für Skandal

14.04.2010, 14:49 Uhr | rev, t-online.de

England: Aufreizender Kinder-Bikini sorgt für Skandal. Dieser Kinder-Bikini sorgte für Entsetzen unter englischen Eltern. (Screenshot: http://www.thesun.co.uk)

Dieser Kinder-Bikini sorgte für Entsetzen unter englischen Eltern. (Screenshot: http://www.thesun.co.uk)

"Paedo-Bikini" titelte die englische Boulevard-Zeitung "The Sun" und Eltern zeigten sich entsetzt: Die irische Textilhandelskette Primark hatte noch bis vor kurzem Kinder-Bikinis mit Push-up-Einlagen für sieben- bis elfjährige Mädchen angeboten. Nach scharfer Kritik von Kinderschutz-Verbänden und erbosten Eltern nahm die Firma nun die umstrittene Kindermode aus dem Sortiment.

Entsetzte Eltern stoppen Verkauf der Kinder-Bikinis

Primark hatte die pinkfarbenen und schwarzen Bikinis mit Gold-Sternchen und weißen Tupfern sowie tief ausgeschnittenen und mit Polstereinlagen versehenen Oberteilen in den Abteilungen für sieben- bis elfjährige Mädchen für vier Pfund angeboten. Dass der Textilkonzern damit einen kleinen Skandal in England auslösen würde, war ihm offenbar nicht bewusst: Doch Eltern zeigten sich entsetzt und warfen Primark sogar vor, Pädophilie zu fördern. Kinderschutz-Verbände bliesen ins gleiche Horn und riefen zum Boykott der insgesamt 190 Primark-Filialen auf. Die Bikinis sexualisierten die Mädchen und verstärkten die Anziehung der Mädchen auf Kinderschänder: Eine frühzeitige Sexualisierung und gewissenlose Werbung schädigten "das Wohl der Kinder", sagte Penny Nichols von der Gruppe Children's Society. Schließlich zeigte sich der Konzern einsichtig. Der Verkauf der Bikinis wurde mit sofortiger Wirkung gestoppt. Ein Sprecher von Primark erklärte: "Primark wird den Verkaufserlös der Produktionslinie an Kinderhilfsorganisationen spenden."

Wenn Kinder sich mit ihrer Kleidung selbst gefährden

Es ist normal, dass Eltern sich Sorgen machen, wenn ihre Kinder sich im Übermut zu aufreizend ausstaffieren und ungewollte Aufmerksamkeit auf sich lenken könnten. Das trifft natürlich ganz besonders auf junge Mädchen zu, die Schminke und schöne Kleider lieben und für die wahrscheinlich auch der umstrittene Kinder-Bikini einen großen Reiz haben könnte. Die Berliner Psychotherapeutin Sybille Herold sagt zu diesem Thema: "Zum Erwachsenwerden gehört die Suche nach der eigenen Persönlichkeit und damit auch nach dem eigenen Stil. Man sollte den Kindern Raum lassen, ihre Wirkung auf andere, auch auf das andere Geschlecht, zu testen." Doch Herold warnt im gleichen Moment: Haben Eltern allerdings das Gefühl, dass ein Mädchen sich durch seinen Kleidungsstil gefährdet, müsse man eingreifen. "Kinder können oft nicht einschätzen, was sie mit ihrem Outfit signalisieren."

Kompromisse finden

Die Psychotherapeutin rät Eltern, das Thema gezielt anzusprechen. "Man sollte das Mädchen fragen, ob es sich bewusst ist, dass knappe Kleidung auch von Erwachsenen als Aufforderung zur Kontaktaufnahme missverstanden werden kann." Auch auf die Gefahr sexueller Übergriffe sollte man das Kind hinweisen und es darüber aufklären, wie es für seine Sicherheit sorgen kann. Für künftige Kleidungsexperimente sollte man Kompromisse vereinbaren: "Ist beispielsweise ein zu kurzer Rock ein absolutes Lieblingsstück, sollte man dem Mädchen nicht rigoros verbieten, ihn zu tragen", sagt Herold. Es könne aber verabredet werden, dass das Kleidungsstück nur zum Besuch bei der Tante zum Einsatz kommt oder nur dann, wenn die Eltern dabei sind und einen geschützten Rahmen gewährleisten können.

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