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Finanzen: Beim Kleidungskauf mitbestimmen lassen

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Finanzen  

Welche Marke trägst Du?

20.05.2010, 13:10 Uhr | ddp

Finanzen: Beim Kleidungskauf mitbestimmen lassen. Mädchen beim Shopping.

Teenagern ist ihre Kleidung oft enorm wichtig und teuer. (Bild: Archiv)

Man will dazu gehören. Und zu wem, das drückt man in der Kleidung aus. Hip-Hopper, Skater oder Rocker. Kleidung ist nicht einfach nur warm oder praktisch, sie ist eine Aussage, und die kann auch mal ziemlich kostspielig sein. Doch für Jugendliche ist dies mit der Berufskleidung der Erwachsenen vergleichbar, die soll ja schließlich auch angemessen sein. Wenn die Jugendlichen allerdings ihre Ansprüche zu hoch schrauben, kann es helfen, ihnen Einblicke in die Finanzen zu geben und das Budget transparent zu gestalten.

Kleidung: Cool oder peinlich?

Für Jugendliche ist ein Pulli nicht einfach nur ein Kleidungsstück. Je nach dem, welcher Hersteller auf dem Etikett steht, ist er ein cooles Accessoire - oder die Peinlichkeit schlechthin. "Jugendliche wollen mit ihrer Kleidung die Zugehörigkeit zu einer Gruppe demonstrieren - das ist ein berechtigtes Anliegen", sagt Dorothee Lappehsen-Lengler, Erziehungsberaterin bei der Lebensberatung Saarbrücken. Man könne das mit der Dienstkleidung bei Erwachsenen vergleichen: Das passende Outfit diene dazu, sich einer Firma zugehörig zu fühlen, sie zu repräsentieren und sich vor schiefen Blicken zu schützen. "Jugendliche befinden sich in einer ähnlichen Lage", gibt die Co-Autorin des Erziehungsratgebers "Liebevoll und kompetent" zu bedenken. Sich gegen diesen Druck der Gruppe zu stellen, sei für Heranwachsende schwierig: "Vielen Erwachsenen würde das auch schwer fallen", gibt Lappehsen-Lengler zu bedenken.

In Finanzplanung mit einbeziehen

Damit der oft sehr kostspielige Kleidungsstil der Heranwachsenden die Familie nicht in die Insolvenz treibt, empfiehlt sie, Überlegungen zum Haushaltsbudget transparent zu machen und Kinder schon ab einem Alter von ungefähr zwölf Jahren in die Finanzplanungen mit einzubeziehen. "Man sollte mit den Kindern beispielsweise besprechen, dass man deshalb nicht mehr Geld für Kleidung ausgeben kann, weil man sich ja auch noch einen gemeinsamen Urlaub leisten möchte", sagt Lappehsen-Lengler. "Am besten überlegt man gemeinsam, welche Kleidungsstücke in nächster Zeit gebraucht werden, und legt einen Halbjahres-Etat fest -der sich natürlich am Einkommen der Eltern orientiert", sagt Lappehsen-Lengler. So sähen Jugendliche die Entscheidung der Eltern nicht als Machtwillkür, und Diskussionen könnten auf sachlicherer Ebene geführt werden. "Wenn dem Kind Markenkleidung ganz besonders wichtig ist, muss es unter Umständen akzeptieren, dass es dafür dann auf Computerspiele und andere Extras verzichtet", sagt Lappehsen-Lengler.

Fehlkäufe: Eine heilsame Erfahrung

Auch die Erfahrung, Geld vergeudet zu haben, seilehrreich für Kinder. "Kleidung von Jugendlichen muss nicht immer zweckmäßig und gesund sein - viele Mütter tragen schließlich auch gerne unpraktische Schuhe", sagt die Erziehungsexpertin und mahnt Eltern zu mehr Großzügigkeit in diesem Punkt. Wichtig sei, dass Eltern ihre Kompetenz einbringen - schließlich hätten sie mehr Weitsicht und Informationen als Kinder. "Sie wissen, welche Schuhe schnell durchnässt sind und welche Hosen in der Wäsche einlaufen", sagt Lappehsen-Lengler. Man sollte solche Aspekte den Kindern auch bewusst machen.

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