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Deutsche Politiker unbeliebt: Jugendliche brauchen Feindbilder

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Politiker  

Deutsche Politiker taugen nicht mal als schlechte Vorbilder

21.05.2010, 12:21 Uhr | dpa

Durchgefallen: Deutsche Politiker erhalten von den Jugendlichen ein schlechtes Zeugnis. Sie sind sogar so langweilig, dass sie nicht mal als schlechte Vorbilder taugen oder Protest hervorrufen. Ganz anders dagegen verhält es sich bei Barack Obama, Jugendliche schätzen seinen Elan und seine Visionen. Das ergab nun eine Umfrage unter Jugendlichen.

Deutsche Politiker zu langweilig

Nur 29 Prozent der deutschen Jugendlichen finden Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) "gut" oder "sehr gut". Andere Spitzenpolitiker schneiden sogar noch deutlich schlechter ab: Schlusslicht ist Oppositionsführer Frank-Walter Steinmeier (SPD) mit nur 17 Prozent positiven Bewertungen, gefolgt von Außenminister Guido Westerwelle von der FDP (18 Prozent). Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung von 755 Jugendlichen zwischen 13 und 19 Jahren des Münchner Jugendforschungsinstitutes iconkids & youth. Dass es auch anders geht, zeigt US-Präsident Barack Obama: Er kommt bei den deutschen Jugendlichen auf immerhin 69 Prozent Fans. Projektleiter Axel Dammler erklärt dazu: "Obama steht für das, was deutschen Politiker fehlt: Er hat eine Vision und will etwas verändern. Bei ihm weiß man genau, wofür er steht und warum man gerade ihn wählt."

Nicht einmal provozierend

Bedenklich ist nämlich noch eine andere Erkenntnis der Studie: Mit Ausnahme von Guido Westerwelle, den 49 Prozent nicht gut finden, provozieren deutsche Politiker noch nicht einmal klare Ablehnung. "Politiker wie Franz-Josef Strauß, Helmut Kohl oder Helmut Schmidt waren bei vielen Jugendlichen natürlich verhasst, doch sie haben frühere Jugendgenerationen immerhin dazu gezwungen, selbst Position beziehen." erklärt Dammler. "Die heutigen Politiker sind dagegen in ihrer indifferenten Mittelmäßigkeit so wenig greifbar und aussagelos, dass sie noch nicht einmal Widerspruch, geschweige denn Widerstand auslösen können."

Jugendliche brauchen Feindbilder

Jugendliche brauchen aber erwachsene Gegner und Feindbilder, um selbst Stellung beziehen zu können und aktiv zu werden, meint Dammler: "Wenn man sie nicht herausfordert und provoziert, kann man sie nicht für die Demokratie gewinnen." Oder wie es ein Jugendlicher selbst ausdrückte: "Die Politiker taugen doch noch nicht einmal als schlechte Vorbilder."

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