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Motivation als Erziehungsideal: Deutsche setzen auf Lob statt Leistungsdruck

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Motivation  

Lob statt Leistungsdruck

26.07.2010, 10:18 Uhr | t-online.de, ots

Motivation als Erziehungsideal: Deutsche setzen auf Lob statt Leistungsdruck. Mutter mit Tochter vor Globus.

Den natürlichen Forscherdrang fördern. (Bild: imago) (Quelle: imago)

Für Kinder gibt es viel zu entdecken. Auch die eigenen Stärken müssen die Heranwachsenden selbst erst noch kennenlernen. Und das geht nur über Versuchen und Ausprobieren. Dass dabei Manches auch nicht klappt, versteht sich von selbst. Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) hat nun im Auftrag des Apothekenmagazins "Baby und Familie" knapp 2000 Deutsche befragt, wie man ihrer Meinung nach mit dem kindlichen Drang nach Neuem umgehen sollte. Bewertung und Kritik nach dem Leistungsprinzip oder eher Bestärkung und Motivation es weiter zu probieren, auch wenn das Ergebnis mal nicht so toll war?

Zuneigung nicht von Erfolg abhängig machen

Nach der Umfrage sind die Deutschen Anhänger einer liberalen Erziehung, die mehr auf Lob als auf Strafen setzt. Fast alle Befragten (96,9 Prozent) waren der Ansicht, man solle Kinder viel loben und sie in ihrem Handeln bestätigen. Das Leistungsprinzip müsse daher nicht immer gelten. Dass man die Zuneigung zu den eigenen Kindern nicht von ihren Erfolgen abhängig machen solle, sagten fast ebenso viele (93,4 Prozent). Die große Mehrheit (91,8 Prozent) möchte Kindern daher auch deutlich machen, dass man nicht immer alles perfekt und fehlerfrei ausführen müsse. Vielmehr steht für die meisten Deutschen im Mittelpunkt der Erziehung, den Nachwuchs zu ermutigen, immer wieder Neues und Unbekanntes auszuprobieren (89,9 Prozent).

Den Kindern Pflichten übertragen

Liberale Erziehung kommt in den Augen der Befragten aber nicht ohne Pflichten aus. Neun von zehn (88,6%) legen Wert darauf, dass die Sprösslinge möglichst früh Pflichten und Verantwortung im Haushalt übernehmen. Das schließt das Prinzip der Gleichberechtigung nicht aus. Acht von zehn (83,2%) sind der Ansicht, dass Kinder bei Dingen, die sie betreffen, auch gleichberechtigt mitentscheiden sollten.

Im Alltag Erfolgserlebnisse schaffen

Experten bestätigen: Die Deutschen liegen mit ihren Erziehungsidealen gar nicht falsch. Danach könne zu früher Leistungsdruck viel mehr schaden als nutzen. "Die beste Förderung ist ein anregungsreicher Alltag", sagt auch Birgit Ebbert, Pädagogin und Leiterin des Frühförderprojektes "Die Lernbegleiter". Am wichtigsten bei der Unterstützung des natürlichen Forscherdrangs bei Kindern, sei demnach, seine Kinder am eigenen Alltag teilhaben zu lassen und Ihnen dort zu Erfolgerlebnissen zu verhelfen. "Selbst nach einem Brötchen fragen oder den Preis aushandeln, fördert nicht nur die Kommunikationskompetenz. Es fühlt sich auch gut an", erläutert Pädagogin Ebbert das Prinzip.

Die Deutschen sind beim Thema Erziehung also offenbar voll auf der Höhe der Zeit.

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