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Kinderbetreuung: Bessere Erzieherausbildung im Osten

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Kinderbetreuung  

Ost-West-Gefälle bei der Erzieherausbildung

09.08.2010, 14:23 Uhr | dpa

Kinderbetreuung: Bessere Erzieherausbildung im Osten. Erzieherin liest Kindern vor.

Erzieher müssen Vieles leisten und brauchen deshalb eine gute Ausbildung. (Bild: imago)

In der Kinderbetreuung soll kein Kind zu kurz kommen. Erzieher haben vielfältige und anspruchsvolle Aufgaben. Mit Aufsichtspflicht und Versorgung ist es längst nicht getan. Unter anderem sollen Kinder - individuell und in der Gruppe - auf ihrem Entwicklungsstand abgeholt und bestmöglich gefördert werden. Die Betreuer brauchen daher eine möglichst gute Ausbildung. Laut einer Studie schneiden die neuen Bundesländer im deutschlandweiten Vergleich hier besser ab.

Hochwertige Fachschulabschlüsse vor allem in den neuen Bundesländern

Kindergärtner in den östlichen Bundesländern sind laut einer Studie der Bertelsmann-Stiftung in Gütersloh besser ausgebildet als ihre Kollegen in Westdeutschland. In den neuen Bundesländern haben demnach knapp 90 Prozent der Kinderbetreuer den Fachschulabschluss Erzieher gemacht. Im Westen haben dagegen weniger als 70 Prozent die vier- bis fünfjährige Ausbildung absolviert.

Viele Kinderpfleger in westdeutschen Kindergärten

Jeder fünfte Kindergärtner im Westen hat stattdessen eine zweijährige Ausbildung als Kinderpfleger oder Sozialassistent absolviert. Im Osten trifft das nur für weniger als ein Prozent des Personals in Kindertagesstätten zu.

Niveau insgesamt gleichbleibend

Insgesamt hat sich das Ausbildungsniveau der pädagogischen Fachkräfte laut der Studie seit 2007 kaum verändert. Nur dreieinhalb Prozent verfügen über einen Hochschulabschluss.

Zunehmend Teilzeitbeschäftigungen

Die Untersuchung zeigt zudem, dass immer mehr Beschäftigte in Kindertagesstätten nur noch in Teilzeit arbeiten. Waren vor zehn Jahren noch über die Hälfte von ihnen in Vollzeit beschäftigt, liegt dieser Anteil nun unter 40 Prozent.

Ostdeutschland: Zu viele Kinder pro Erzieher

Den Analysen zufolge ist insbesondere in den östlichen Bundesländern ein Erzieher für zu viele Kinder verantwortlich. Die Stiftung sieht das als klaren Schwachpunkt. "Auch eine gut ausgebildete Erzieherin braucht ausreichend Zeit, um die Bildungs- und Entwicklungsprozesse jedes einzelnen Kindes fördern zu können."

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