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Halloween: Manche Scherze kosten viel Taschengeld

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Recht  

Manche Halloween-Scherze kosten viel Taschengeld

30.09.2010, 09:06 Uhr | dpa-tmn

Halloween: Manche Scherze kosten viel Taschengeld . Verkleidete Kinder feiern Halloween.

Manche Halloween-Streiche gelten als Straftaten und können richtig teuer werden. (Bild: imago) (Quelle: imago)

Halloween ist das Fest der bösen Geister, Hexen und Monster. Die Halloween-Nacht ist ein aus den USA übernommener Brauch: Am Vorabend des Allerheiligenfestes am 1. November ziehen viele Kinder durch die Straßen und fordern "Süßes oder Saures". Wer nichts Süßes herausgibt, wird dem Brauch nach mit einem Streich bestraft. Doch nicht jeder lustig gemeinte Grusel-Scherz ist auch erlaubt.

Freiheitsentzug, Bußgeld oder Schadenersatz?

Einige Streiche könnten empfindliche Strafen nach sich ziehen, sagt Andreas Mayer von der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK) in Stuttgart. "Gefängnis droht den Kids natürlich eher selten." Viel schmerzhafter treffe sie meistens die Schadenswiedergutmachung. "Das kann richtig ins Taschengeld gehen", warnte der Kriminaloberrat und ProPK-Geschäftsführer.

Was ist denn nun erlaubt und was nicht?

"Scherze, bei denen das Eigentum anderer beschädigt wird, sind strafbar", sagt Mayer. Hauswände mit Eiern zu bewerfen, sei nur ein Beispiel für typische Sachbeschädigungen in der Halloween-Nacht. Wenn Jugendliche Briefkästen sprengen oder Türschlösser mit Sekundenkleber bearbeiten, begehen sie ebenfalls eine Straftat. Wer beispielsweise ein Auto mit Papier einwickelt, kann hoffen, dass der Besitzer den Spaß versteht - zumindest solange der Lack dabei nicht zerkratzt wird.

Diese Strafen drohen den Übeltätern

Grundsätzlich gelte: Kinder sind erst ab 14 Jahren strafmündig. Für üble Scherze drohe ihnen eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren. Häufig komme es aber zu einem sogenannten Täter-Opfer-Ausgleich. "Das heißt, das Kind streicht die Wand, die es zuvor mit Eiern beworfen hat, oder muss den Maler bezahlen", erklärt Mayer. "So oder so sorgt das für tiefe Einschnitte ins Taschengeld." Gestohlene Straßenschilder kosteten übrigens etwa 250 Euro, ein neuer Briefkasten ab 50 Euro aufwärts.  

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