Startseite
Sie sind hier: Home > Eltern > Erziehung >

Schüler-Studie: Jungs suchen den Wettbewerb - kleine Mädchen auch!

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Geschlechter  

Jungs überschätzen sich häufig

15.08.2011, 14:12 Uhr | AFP

Schüler-Studie: Jungs suchen den Wettbewerb - kleine Mädchen auch!. Zwei Jungs auf einer Wiese machen Armdrücken.

Viel mehr als Mädchen suchen Jungs den Wettbewerb. (Bild: Imago)

Obwohl Mädchen genauso viel wie Jungen leisten und sich realistisch einschätzen, stellen sie sich ungern einem Wettbewerb - im Gegensatz zu Jungen, die damit ihr Leistungsvermögen überschätzen. Dies geht laus einer Studie der Uni Innsbruck hervor. Dem Bericht zufolge misst Studienleiter Matthias Sutter dem unterschiedlichen Selbstbewusstsein der Geschlechter weitreichende Bedeutung bei: Bei den Frauen liege viel Potenzial brach, weil sie sich zu wenig zutrauten und deshalb auch seltener Karriere machten. Andererseits kämen viele schwächere Männer in gehobene Positionen, weil sie die Herausforderung suchten.

Jungs überschätzen sich

Laut "WamS" untersuchte der Wirtschaftsforscher Sutter zusammen mit seiner Doktorandin Daniela Rützler, wie das Geschlecht eines Menschen seine Selbsteinschätzung beeinflusst und somit auch seine Lust, sich Wettbewerbssituationen auszusetzen. Dafür ließ der Spieltheoretiker 780 Kinder von sieben Tiroler Schulen zwischen drei und 18 Jahren entscheiden, ob sie Rechenaufgaben oder Distanzläufe entweder für sich allein oder in spielerischer Rivalität mit anderen lösen wollen - wobei im Wettstreit deutlich mehr zu gewinnen war als im Alleingang. Dabei kam heraus: Während Mädchen ihre Leistung realistisch einschätzen, überschätzen Jungs ihre Leistungskraft deutlich.

Mädchen meiden meisten den Wettbewerb

"Je älter die Jungen werden, desto mehr trauen sie sich zu", zitierte die Zeitung den Studienleiter. So hätten sich in dem Rechenexperiment trotz vorher gezeigten gleichen Leistungen der beiden Geschlechter 57 Prozent der Jungen in der zwölften Klasse für den Wettkampf gegen ihre Mitschüler entschieden, aber nur 23 Prozent der Mädchen. Für die anderen Altersklassen bis hin zum neunten Lebensjahr ergaben sich ähnliche Ergebnisse. Dabei zeigte sich auch: Je älter die Schüler wurden, desto stärker ging die Bereitschaft von Jungs und Mädchen auseinander, sich dem Wettbewerb zu stellen.

Geschlechtstypisches Verhalten nicht angeboren

Ähnliche Befunde machte Sutter dem Bericht zufolge bei seinem Lauf-Experiment mit Schülern zwischen drei und acht Jahren. Auch hier erzielten Jungen und Mädchen gleiche Leistungen. Während sich aber 70 Prozent der Jungen im Alter von acht Jahren für einen Wettkampf entschieden, taten dies nur 50 Prozent der Mädchen. Ähnlich war es bei den Fünfjährigen - nicht aber bei den Dreijährigen: In dieser Altersgruppe entschieden sich Jungen und Mädchen plötzlich in fast gleichem Maße für den Wettbewerb. Als erster Forscher überhaupt fand Sutter damit laut "WamS" eine Altersklasse, in der die Risikobereitschaft von Jungen und Mädchen, sich einem Wettkampf zu stellen, gleich stark ist. "Die Angst vieler Mädchen vor dem Wettbewerb und das zu starke Selbstbewusstsein vieler Jungs ist den Geschlechtern deshalb nicht angeboren, sondern muss andere Ursachen haben", sagte Sutter der Zeitung. Die Vermutung liege nahe, dass diese Entwicklung vor allem mit der Erziehung und dem Rollenverständnis einer Gesellschaft zusammenhänge.

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Ab 6 Uhr können Sie hier wieder wie gewohnt diskutieren. Wir danken für Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Brutale Methode 
Therapie mit langer Nadel nichts für schwache Nerven

Diese Behandlung ist garantiert nichts für zartbesaitete Menschen. Video

Anzeige

Shopping
tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de

Anzeige
shopping-portal