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Kinder sollten lernen alleine zu spielen

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Spielverhalten  

„Mama, spiel mit mir!“

05.05.2009, 12:51 Uhr | sca

Kinder sollten lernen alleine zu spielen. Alleine spielen ist für die Entwicklung des Kindes sehr wichtig.

Alleine spielen ist für die Entwicklung des Kindes sehr wichtig. (Bild: Archiv)

Die meisten Kinder spielen gerne auch mal alleine, selbst wenn sie noch klein sind. Manchen Kindern fällt das aber schwer, sie verlangen immer danach, dass Mama oder Papa mit ihnen spielen. Kaum wenden sich die Eltern ab, rufen sie schon nach ihnen. Die Eltern sind hin und hergerissen - einerseits wollen sie auch mal ein paar Minuten für sich, andererseits haben sie schnell ein schlechtes Gewissen, sich nicht um ihr Kind zu kümmern. Warum ist es so wichtig, alleine spielen zu können? Was können Eltern tun, damit sich ihr Kind eigenständig beschäftigt?

Wieso alleine spielen?

Sicher, für Mama und Papa ist es schön, wenn sie neben der Kinderbetreuung auch etwas im Haushalt erledigen können, Papierkram machen, einfach mal in Ruhe eine Tasse Kaffee trinken oder mit der besten Freundin telefonieren können. Bleibt alles liegen, steigert das den Stress noch mehr. Noch viel entscheidender aber ist, dass es für die Entwicklung des Kindes und für sein Selbstbewusstsein sehr wichtig, sich auch unabhängig von anderen beschäftigen zu können.

Kindlicher Charakter und Spielverhalten der Eltern

Manchmal ist es schwer zu sagen, warum einige Kinder problemlos und von sich aus alleine spielen, während andere dazu nicht in der Lage zu sein scheinen. Unterschiede im Charakter und Temperament spielen dabei natürlich eine Rolle. Manche ignorieren schon als Babys ihre Eltern, um ihnen deutlich zu machen, dass sie alleine spielen wollen. Andere verlangen pausenlos nach ihren Eltern. Wenn Kinder sich aber nie alleine beschäftigen, kann in diesem Zusammenhang auch das Spielverhalten der Eltern von Bedeutung sein, zum Beispiel wenn Eltern beim Spielen abgelenkt sind oder eigentlich keine Lust dazu haben. Auch wenn Eltern beim gemeinsamen Spiel den Kindern alles vorwegnehmen und sie wenig selber ausprobieren lassen, erschweren sie dem Kind zu lernen, wie man sich selbstständig mit etwas beschäftigt.

Tipps für Eltern

Tipp Nr. 1: Alleine sein ist okay

Die meisten Babys liegen nach dem Aufwachen oder vor dem Einschlafen noch einen Moment wach in ihrem Gitter-Bettchen, plappern vor sich hin oder spielen mit ihren Händen. Hier wird der Grundstein für das spätere "Alleine spielen“ gelegt. Lassen Sie es also ruhig ein bisschen brabbeln, bevor sie sich dem Kleinen zuwenden. Und denken Sie daran: Sie stärken damit auch sein Selbstbewusstsein.

Tipp Nr. 2: Eine interessante Ecke

Richten Sie dem Baby eine spannende Ecke auf einer Decke ein und legen Sie Spielsachen hin, die sie nur für seine Phasen des Alleine Spielens rausholen und danach weglegen. Dazu gehört auch, dass sie den Raum verlassen. Wählen Sie hierzu anfangs einen Zeitpunkt, zu dem ihr Kind in sein Spiel versunken ist.

Tipp Nr. 3: Spiele aussuchen, die Spaß machen

Finden Sie Spiele, bei denen Sie gerne mitmachen und die Ihnen Freude machen. Sie müssen nicht alles mitmachen, viel wichtiger ist, dass Ihr Kind spürt: Sie spielen gerne mit ihm. Mit Autos spielen ist nicht Ihr Ding. Kein Problem: Schlagen Sie Ihrem Kind stattdessen ein Gesellschaftsspiel, Fußballspielen oder Malen mit Wasserfarben vor. Es ist für beide Seiten zufriedenstellender, wenn auch beide Seiten Spaß an dem Spiel haben.

Tipp Nr. 4: Feste gemeinsame Spielzeiten

Planen Sie ein bis zweimal am Tag eine halbe Stunde ein, in der sie mit ihrem Kind spielen. In dieser Zeit läuft weder der Fernseher noch nehmen sie Telefongespräche entgegen. Wenn Sie das Gefühl haben, dauernd mit ihrem Kind spielen zu müssen, dabei unruhig und abgehetzt sind, hat niemand etwas davon.

Tipp Nr. 5: Aus Fehlern lernt man

Auch wenn der Turm fünfmal umfällt, bevor er eigentlich fertig ist: Lassen Sie Ihr Kind möglichst viel ausprobieren - es muss nicht alles perfekt sein. Außerdem lernt das Kind aus diesen "Fehlern“. Wenn es um ihre Hilfe bittet, können Sie ihm aber ruhig mit einem kurzen Tipp weiterhelfen.

Tipp Nr. 6:  Phasen des "Nichtstuns“

Wenn Eltern sehen, dass ihr Kind eigentlich nichts tut, außer den Schatten an der Wand zu betrachten oder auf dem Boden zu liegen, plagt sie schnell ein schlechtes Gewissen und sie fühlen sich verpflichtet, sich mit ihrem Kind zu beschäftigen. Diese Phasen des vermeintlichen Nichtstuns sind aber wichtig für Ihr Kind: Nicht nur, weil es manchmal gerade doch etwas lernt, zum Beispiel dass ein Schatten entsteht, wenn die Sonne scheint, sondern auch weil es in diesen Phasen Erlerntes und Erlebtes verarbeitet. Nicht selten entstehen aus diesen Ruhemomenten dann die besten Ideen.

Tipp Nr. 7: "Leas Zeit“ oder "Maximilians Zeit“

Bei Kleinkindern und älteren Kindern können Sie eine Vereinbarung über eine Kinderzeit treffen, die dann zum Beispiel "Leas Zeit“ oder "Maximilians Zeit“ ist. Erklären Sie Ihrem Kind, dass es sich in dieser Zeit alleine beschäftigt. Nur auf das Ende der Zeit zu warten oder der Mutter zuzuschauen, reicht allerdings nicht. Beginnen Sie mit zehn Minuten und steigern Sie die Zeit dann langsam bis zu einer halben Stunde. Die meisten Kinder genießen diese Kinderzeiten nach einer Eingewöhnungsphase geradezu, weil sie merken,

Tipp Nr. 8: Die richtige Dauer

Normal ist, dass sich Kinder unter einem Jahr fünf bis zehn Minuten selbst beschäftigen, zwischen einem und drei Jahren 15 bis 30 Minuten. Erwarten Sie also nicht zuviel.

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