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Lebensstrategien  

So gehen Kinder mit Enttäuschungen um

12.07.2010, 10:23 Uhr | mmh, t-online.de

So gehen Kinder mit Enttäuschungen um. Trauriges Kind sitzt vor Schrank .

Kinder entwickeln Strategien, um mit Enttäuschungen umzugehen.

Sieg und Niederlage ziehen sich als roter Faden durch das gesamte Leben. Beides gehört dazu, beides sollte sich die Waage halten. Schon kleine Kinder müssen einiges einstecken und entwickeln dabei Strategien, um mit Enttäuschungen fertig zu werden. Eltern sind dabei die Psychologen des Alltags. Das sind die größten Enttäuschungen kleiner Kinder.

Was waren Ihre eigenen Erfahrungen? Welche Enttäuschungen machen Ihren Kindern am meisten zu schaffen? Teilen Sie uns das mit und nutzen Sie die Kommentarfunktion am Ende des Artikels oder diskutieren Sie mit anderen Lesern im Eltern-Forum!

Enttäuschungen im Kleinkindalter

"Papa, das ist nur ein Spiel, wichtig ist, dass alle Spaß haben und miteinander spielen!" Diese verblüffende Erkenntnis einer Fünfjährigen kann den Vater kaum über die enttäuschten WM-Hoffnungen trösten. Es klingt eher nach Erzieherin als nach Kindermeinung. Doch eigentlich wäre es die perfekte Einstellung, um Rückschläge zu überstehen und Siege nicht prahlerisch zu feiern. Wie gehen Kinder mit Niederlagen um? Und was empfinden sie überhaupt als Niederlage, Verlust oder Enttäuschung? Wir haben Kinder befragt und die zehn stärksten Enttäuschungen von Kindern zusammengestellt.

  • Der beste Freund zieht weg, das Kind selbst muss umziehen und die gewohnte Umgebung verlassen
  • Die Lieblings-Erzieherin verlässt die Kita
  • Das Kind erhält nicht das gewünschte Spielzeug zu Weihnachten oder zum Geburtstag
  • Wenn Mama unangekündigt weg ist, man sich alleine fühlt, beispielsweise wenn man aufwacht und Mama ist weg
  • Wenn sich die Eltern trennen oder scheiden lassen
  • Das Lieblingsspielzeug wird kaputt gemacht
  • wenn der kleine Bruder / die kleine Schwester mehr beachtet wird
  • eine Niederlage im Sport (zum Beispiel Fußball)
  • "Mit dir spiele ich nicht mehr" - "Du bist nicht mehr mein Freund" - wenn Kindergartenfreundschaften zerbrechen
  • Todesfälle

Strategien zur Überwindung

In diesem Alter haben die Eltern noch guten Einblick in die Lebenswelt der Kleinen. Regelmäßig bringt man die Kinder zur Kita, spricht mit der Erzieherin, trifft andere Eltern und oft sind andere Kinder zu Besuch. Tritt in dieser Phase eine Enttäuschung ein, dann haben Eltern den Vorteil, dass sie mitreden können, dass sie sich die Situation vorstellen können, die Mitbeteiligten beim Namen nennen können. Das ändert sich mit zunehmendem Alter. Schon in der Grundschule fällt der gemeinsame Weg und das Abholen weg und man kennt die Menschen nicht mehr so gut, mit denen das Kind einige Stunden am Tag verbringt.

Manche Kinder tragen ihr Herz auf der Zunge, andere verschließen sich. Die Kunst der Erzieher ist dabei, die Eigenart des Kindes zu respektieren und trotzdem Frust und Trauer nicht zu ignorieren oder ein Plaudertäschchen zu unterbrechen, wenn es gerade wirklich ein Drama schildert.

Keine Wertung vornehmen

Was Erwachsene schmerzen kann, ist von Kindern gar nicht böse gemeint. Der Tod des geliebten Meerschweinchens kann für sie momentan schlimmer sein als der Tod der weit entfernt wohnenden Oma. Das aktuelle Drama ist für Kinder immer das schlimmste. Ihnen fehlt ja noch der große Rahmen, um Dinge einzuordnen, das kommt erst im Laufe der Lebenserfahrung. Sie wissen auch noch nicht, dass es wieder anders wird. Sätze wie: "Bis du Oma wirst, ist das vergessen ..." erscheinen Kindern ohne Sinn.

Wie können Eltern helfen?

Bewahren kann man die Kinder nicht vor Enttäuschungen, Misserfolgen, Niederlagen, auch wenn man ihnen am liebsten nur eine heile Welt bieten würde. Das geht leider nicht und ist auch nicht hilfreich, um die Kids auf das Leben vorzubereiten. Eltern müssen ihre Kinder dabei unterstützen, Niederlagen und Enttäuschungen zu verarbeiten. Haben Kinder das gelernt, beherrschen sie eine wichtige Schlüsselqualifikation für das Leben. Auffangen, mit ihnen leiden und Erfolgserlebnisse anbieten, das ist die beste Hilfe: Solche Erlebnisse müssen nicht spektakulär in den Augen Erwachsener sein, sondern in denen der Kinder. Ein solcher Erfolg kann sein, einen Kletterparcours zu bewältigen, eine Nacht alleine bei einem Freund zu bleiben, selbständig einzukaufen oder eine Nachtwanderung mit den Eltern zu unternehmen. Es geht darum, das Selbstvertrauen der Kinder zu stärken, dann lassen sich auch Niederlagen wegstecken.

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