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Vorgetäuschte Krankheiten: Wenn Kinder simulieren

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Vorgetäuschte Krankheiten  

Kleine Simulanten: Wenn Kinder Krankheiten vortäuschen

17.11.2010, 09:59 Uhr | dpa

Vorgetäuschte Krankheiten: Wenn Kinder simulieren. Fieber und Halsweh? Manchmal simulieren Kinder Krankheiten. (Bild: imago)

Nicht jede Krankheit ist echt. Manchmal simulieren Kinder. (Bild: imago) (Quelle: imago)

Wie besorgt man ist, wenn der eigene Nachwuchs krank wird, weiß jeder, der eigene Kinder hat. Besonders wenn die Kleinen häufig "kränkeln" und zum Beispiel über Bauchschmerzen oder Kopfweh klagen, sind viele Eltern alarmiert. Doch wie soll man sich verhalten, wenn der Verdacht besteht, dass der Kranke seine Leiden nur vortäuscht? Aber auch dies ist ernst zu nehmen, denn Sorgen und Ängste der Kinder können sich dahinter verbergen.

Krankheitssymptome unterscheiden lernen

Dass Kinder nicht zur Schule wollen, ist nicht ungewöhnlich. Manchmal versuchen sie, eine Krankheit vorzutäuschen, um zu Hause bleiben zu dürfen. "Eltern sollten zunächst die medizinischen Fakten ansehen: Hat ein Kinder Fieber, wirkt es schlapp und hat keinen Spaß an Dingen, die es sonst gerne macht, dann spricht das meist für einen richtigen Infekt", erläutert Ulrich Fegeler vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) in Köln. "Auch wenn es ständig hustet, einen roten Hals hat, sind dies deutliche Anzeichen." Sind sich Eltern unsicher, sollten sie mit ihrem Kind zum Arzt gehen.

Auf die Laune des Kindes achten

Wenn die vermeintlichen Symptome wie Husten plötzlich verschwinden und das Kind dann ohne Probleme mit Freunden telefoniert, sollten die Eltern misstrauisch werden. Auch wenn angeblich kranke Kinder stundenlang hellwach vor dem Fernseher oder Computer sitzen können, spricht dies eher für eine gute Gesundheit. Wandernde Symptome - zum Beispiel von Kopf- zu Fußschmerzen - können ebenso ein Hinweis sein, müssen es aber nicht. "Versucht das Kind, häufiger zu Hause zu bleiben, sollten Eltern ergründen, ob sich dahinter nicht nur Schulunlust verbirgt", rät Fegeler.

Schulsorgen und Stress mögliche Auslöser

Insbesondere bei stressvollen Ereignissen neigen manche Kinder zum "Krankmachen", zum Beispiel vor einer Prüfung oder bei der Trennung der Eltern. "Aber auch nach den Ferien oder einem verlängerten Wochenende kann die Abneigung gegenüber dem Unterrichtszwang zum 'Blaumachen' verleiten", sagt Fegeler.

Im Alter zwischen fünf und sieben sowie zwischen elf und 14 Jahren sind Kinder besonders empfänglich für "vorgetäuschte" Krankheiten. Leidet das Kind aber unter Angst vor Mitschülern, Furcht vor dem Versagen bei Prüfungen oder panikähnlichen Zuständen mit Bauchschmerzen oder Atembeschwerden, sollten Eltern unbedingt mit dem Kinder- und Jugendarzt über eventuell notwendige Maßnahmen sprechen.

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