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Nummer gegen Kummer: Die 10 größten Sorgen von Jungen und Mädchen

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Nummer gegen Kummer  

Die zehn häufigsten Probleme von Jungen und Mädchen

30.11.2010, 13:02 Uhr | rw, dapd, t-online.de

Nummer gegen Kummer: Die 10 größten Sorgen von Jungen und Mädchen. Immer mehr Jungen suchen bei der "Nummer gegen Kummer" Rat. (Bild: Archiv)

Immer mehr Jungen suchen bei der "Nummer gegen Kummer" Rat. (Bild: Archiv) (Quelle: t-online.de)

Rund drei Millionen Mal klingelte in einem der Beratungszentren der "Nummer gegen Kummer" schon das Telefon. Ob kleine Alltagssorgen oder große Lebenskrise: Bei den ehrenamtlichen Beratern finden Jugendliche immer ein offenes Ohr. Unterstützt und mitfinanziert von der Deutschen Telekom entstand auf Grundlage der anonymen Beratungsprotokolle nun schon die dritte Studie über die Problem- und Erfahrungswelt von Kindern und Jugendlichen in Deutschland.

Die wichtigsten Probleme von Jungen und Mädchen

Nach der von der Dachorganisation der Kinder- und Jugendtelefone erstellten Analyse erkundigen sich die Jungen am häufigsten nach sexuellen Praktiken, haben Probleme mit ihrem Körper und Langeweile. Bei den Mädchen stehen ganz oben Probleme mit dem Verliebtsein, gefolgt von Kontaktwünschen und Liebeskummer. Die zehn häufigsten Gründe von Jungen und Mädchen, die "Nummer gegen Kummer" anzurufen, haben wir für Sie zusammengestellt:

Mädchen

Prozent

Jungen

Prozent

1.

Verliebtheit

9,4

Sexuelle Praktiken

7,4

2.

Kontaktwunsch

7,4

Langeweile

7,4

3.

Liebeskummer

7,3

Körper und Aussehen

7,3

4.

Gestaltung v. Partnerschaft

6,5

Homosexualität

7,3

5.

Schwangerschaft

5,9

Körperliche Entwicklung

6,4

6.

Streit/Ärger i. Freundeskreis

5,6

Kontaktwunsch

5,3

7.

Körper und Aussehen

5,5

sexuelle Aufklärung

5,2

8.

Konflikte m. Eltern u. Familie

5,4

Spott u. Ausgrenzung i. Freundeskreis

5,0

9.

Langeweile

5,3

Gestaltung v. Partnerschaft

4,8

10.

Schwärmen

5,2

Verliebtheit

4,8


Jungen lösen sich von alten Rollenbildern

Ein zentrales Ergebnis der Studie: Immer häufiger suchen auch Jungen Hilfe. "Die männlichen Kinder und Jugendlichen geben offenbar die Abschirmung intimer Probleme zunehmend auf und teilen Sorgen und Nöte den rund 3900 ehrenamtlichen Beratern mit", sagte Jugendforscher Klaus Hurrelmann bei der Vorstellung der Studie in der Berliner Niederlassung der Telekom. Der Untersuchung zufolge nahm ihr Anteil unter den Anrufern von 24,6 Prozent im Jahr 2000 auf 39,6 Prozent im Vorjahr zu. Dies lege den Schluss nahe, dass sich Jungen zunehmend von traditionellen männlichen Rollenbildern lösten, erläuterte Hurrelmann, wissenschaftlicher Leiter der Studie.

Jungen rücken stärker in den Fokus

Als Gründe für die verstärkte Suche nach professionellen Tipps nannte Hurrelmann den zunehmenden Problemdruck bei Jungen vor allem im Alter von elf bis 18 Jahren. "Sie müssen sich im Alltag positionieren, bei den Eltern, in der Schule oder gegenüber Freunden", erläuterte der Forscher. Zugleich nehme die Bereitschaft der Jungen zu, sich mit ihren Problemen anderen zu öffnen.

Nach den Worten des Parlamentarischen Staatssekretärs im Bundesfamilienministerium, Hermann Kues, ist es wichtig, "Jungen dabei zu helfen, sich neuen Wegen zu öffnen, ihre sozialen Kompetenzen zu entwickeln und dem traditionellen Männerbild neue Facetten abzugewinnen". Das Ministerium stelle sich dieser neuen Aufgabe, indem es ein eigenes Referat zur Gleichstellungspolitik von Jungen und Männern eingerichtet und einen Beirat für Jungenpolitik berufen habe.

"Bei Problemen und Zukunftsängsten Gehör finden"

Das kostenlose Sorgentelefon hat im vergangenen Jahr rund 233.000 Anrufe von jungen Menschen zwischen acht und 25 Jahren verzeichnet. Damit ist die "Nummer gegen Kummer" Deutschlands größtes Beratungsangebot. Die gebührenfreie Rufnummer 0800-1110333 wird von der Deutschen Telekom, die sich auch an Finanzierung und Ausarbeitung der Studie beteiligte, kostenlos zur Verfügung gestellt. "Wir wollen tatkräftig mithelfen, dass Mädchen und Jungen mit Freude und Vertrauen in sich und ihr Umfeld aufwachsen“, erklärt der Vorstandsvorsitzende René Obermann das Telekom-Engagement. "Das setzt voraus, dass sie bei ihren Problemen und Zukunftsängsten verlässlich Gehör finden. Gerade wir wissen: Kommunikation heißt zuhören, miteinander reden, gemeinsam Lösungen finden. All das gewährleistet die 'Nummer gegen Kummer'".

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