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Auch bei fremden Kindern tragen Erwachsene eine erzieherische Verantwortung

30.03.2011, 15:03 Uhr | dpa

Auch bei fremden Kindern tragen Erwachsene eine erzieherische Verantwortung. Wenn Gastkinder nicht hören und unerzogen sind, sollten ruhig die Eltern angesprochen werden. (Foto: imago) (Quelle: imago)

Wenn Gastkinder nicht hören und unerzogen sind, sollten ruhig die Eltern angesprochen werden. (Foto: imago) (Quelle: imago)

Am Thema Erziehung scheiden sich die Geister. Eltern sind beispielsweise oft geteilter Meinung darüber, wie man Kinder ernähren sollte, welche Freiheiten den Kleinen zustehen und welche Manieren sie lernen sollten. Wenn Erwachsene auf die Kinder anderer Leute treffen, kommt es daher oft zu Konflikten. "Wenn man vom Verhalten fremder Kinder einfach nur genervt ist, würde ich das erst einmal nicht ansprechen - das bringt meistens nichts", sagt Annette Kast-Zahn, Diplompsychologin aus dem nordrhein-westfälischen Ratingen

Fremde Kinder können eigenes Kind beeinträchtigen

Falls die Eskapaden fremder Sprösslinge jedoch den eigenen Nachwuchs beeinträchtigen, rät die Expertin, auf jeden Fall einzugreifen. Schließlich müsse man sein Kind beispielsweise auf dem Spielplatz vor aggressiven Sandwerfern oder Schubsern schützen. "Ich würde in dieser Situation erst das Kind ansprechen und es darum bitten, aufzuhören", sagt Kast-Zahn. Falls das nichts nütze, sollte man sich an die Eltern wenden. Auch in Situationen, in denen ein anderes Kind sich selbst gefährdet, dürfe man ruhig einschreiten. "Entweder macht man die Eltern des Kindes darauf aufmerksam, oder man greift im Notfall selbst ein", sagt Kast-Zahn.

Verhalten beim Gastkind mit Grenzen

Wenn man fremde Kinder beaufsichtige, trage man ohnehin die Verantwortung für den kleinen Gast. "In diesem Moment gelten die Regeln, die für die eigenen Kinder gelten", sagt Kast-Zahn. Verantwortung bedeute hier durchaus auch, das Kind zu erziehen. Wenn ein Gastkind beispielsweise zu viel Kuchen esse, sollte man dem Einhalt gebieten - egal, wie viel Süßigkeiten das Kind zu Hause verzehrt.

Reagiere das Kind jedoch nicht auf die Anweisungen, habe man als Nicht-Elternteil kaum Möglichkeiten, erzieherische Konsequenzen folgen zu lassen. "Wenn ein fremdes Kind gar nicht auf einen hört, sollte man es daher zu seinen Eltern bringen und sie auf das Verhalten des Kleinen ansprechen", sagt Kast-Zahn.

Kritik oder Schweigen ist eine individuelle Entscheidung

Bei völlig Fremden sei grundsätzliche Kritik meist zwecklos. "Wenn man die Familie näher kennt, ist es allerdings angebracht, dass man Missstände anspricht", findet Annette Kast-Zahn. Und werde ein Kind misshandelt, müsse man selbstverständlich eingreifen - egal, wie gut man die Familie kennt.

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