Startseite
Sie sind hier: Home > Eltern > Erziehung >

Mit oder ohne Comic: Tagebücher sind angesagt

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Mit oder ohne Comic: Tagebücher sind angesagt

31.03.2011, 14:16 Uhr | dpa

"Gregs Tagebuch" hat es allen Erwachsenen gezeigt: Selbst Lesefaule werden begeistert. (Foto:dpa) (Quelle: dpa)"Gregs Tagebuch" hat es allen Erwachsenen gezeigt: Selbst Lesefaule werden begeistert. (Foto:dpa) (Quelle: dpa) "Gregs Tagebuch" hat es allen Erwachsenen gezeigt: Mit Tagebüchern in Comic-Form kann man sogar lesefaule Jungs für Bücher begeistern. Und für Mädchen darf es auch mehr Text sein.

Ob mit oder ohne Comics, Kinder- und Jugendbücher in Tagebuchform sind angesagt. "Privat & Geheim. Schnüffeln total verboten!" steht auf dem pinkfarbenen Buch. Darüber wird in knallig-bunten Buchstaben gleich klargemacht, warum vor allem junge Mädchen wohl doch liebend gern in "Dork Diaries" von Rachel Renée Russell stöbern werden: "Neue Schule. Neue fiese Zicke. Neuer Schwarm..." Erzählt als Tagebuch, frech und witzig verpackt in Comic-Form - eine bewährte Mischung, die bei jungen Lesern gut ankommt. Wie schon der Erfolg der  Bestsellerreihe "Gregs Tagebuch" von Jeff Kinney gezeigt hat: Gerade ist der fünfte Tagebuch-Band, in dem Greg große und kleine Probleme beim Erwachsenwerden locker und flapsig beschreibt, erschienen.

Viele Comic-Romane orientieren sich an "Gregs Tagebuch"

Kinder- und Jugendbücher in Tagebuchform sind im Trend. "Das ist im Markt klar zu beobachten", sagt Yvonne Hoffmann vom Schneiderbuch-Verlag vor dem "Internationalen Kinderbuchtag" am 2. April. Begonnen habe dies mit "Gregs Tagebuch" und werde heute durch verschiedenste Neuerscheinungen, "die sich manchmal sehr stark, manchmal nur wenig an diesem Vorbild orientieren", fortgesetzt.

"Das Konzept des Comic-Romans ist dabei nur eine Variante und die Ansprache der jeweiligen Kernzielgruppe wird immer spezifischer", berichtet Hoffmann, deren Verlag gerade die auf Mädchen zielenden "Dork Diaries" veröffentlicht hat. Ebenfalls dort erschienen ist "Polly - Das Leben ist keine Keksdose" (Claire Singer). Darin berichtet die Titelheldin über all jene Baustellen, die sie neben ihrem "Halbtagsjob, der sich Schule nennt", noch hat.

Neue Ansprache mit schwarzem Humor kommt gut an

Nicht als Comic, sondern als Tagebuch mit sehr viel mehr Text kommt "Polly" daher. Das Konzept des Comic-Romans dagegen richtet sich besonders an die oft sehr lesefaulen Jungs. "Gerade die überzogenen, aber auch sehr reduziert gezeichneten Comic Strips und der teilweise sehr schwarze Humor kommen bei den Jungs gut an", betont Hoffmann. "Diese Art der Ansprache wurde quasi erfunden, um eben diese Zielgruppe abzuholen."

Der "Greg"-Verlag Baumhaus setzt denn gleich auf ein weiteres Werk in der bewährten Rezeptur aus Comic und Tagebuch: Tom Anglebergers "Yoda ich bin! Alles ich weiß!" erzählt vom unglaublich uncoolen Sechstklässler Dwight, der sich die "Star Wars"-Figur Yoda als Fingerpuppe bastelt - und plötzlich seinen Klassenkameraden sogar das Datum eines unangekündigten Tests voraussagen kann.

Mädchen indessen haben bereits seit einiger Zeit Franca Düwels "Julie"-Tagebücher (Arena Verlag) verschlungen. In zwei Bänden und deutlich mehr Text als etwa bei "Greg" beschreibt Julie darin ihr Leben, das in letzter Zeit immer mehr aus Tiefpunkten besteht, etwa weil "man dem nettesten Jungen der Welt nicht unbedingt in einem ultrahässlichen Ponynachthemd begegnen sollte."

Geheimnisse machen neugierig

"Tagebuch-Bücher gibt es immer mal wieder in der Jugendliteratur. Autoren bedienen sich dieses Genres, wenn Sie ganz nah an ihre Zielgruppe herankommen möchten", beschreibt Katharina Göring vom cbj Kinder- und Jugendbuchverlag (Random House) die Faszination Tagebuch. "Denn Tagebücher haben etwas sehr Persönliches. Die Schreiberin oder der Schreiber vertraut diesem Buch nicht selten Geheimnisse an." Göring: "Man liest doch ganz gern die Geheimnisse anderer."

Identifikation mit eigenen Problemen

Zudem gehe es ja meist um Probleme, mit denen sich die jugendlichen Leser gerade selbst herumschlagen und da sei man doch neugierig, welche Lösungen angeboten werden. Im cbj Verlag ist nicht nur der Comic-Roman "Eddys Tagebuch - Auch Vampire haben Gefühle" von Tim Collins erschienen, in dem der fünfzehnjährige Eddy in der Dauerpubertät steckt und der absolute Loser unter den Vampiren ist. Sondern auch ein Tagebuch "mit geheimen Filmdokumenten auf DVD".

"Skeleton Creek - Wenn das Böse erwacht" von Patrick Carman verbindet Buch und Film. Ryan und Sarah versuchen darin, hinter das Geheimnis einer einstigen Goldgräberstadt zu kommen. Wenn der Leser Ryans Tagebuch in den Händen hält und Sarahs Videobotschaften auf der beiliegenden DVD anschaut, wird das Lesen sogar zum interaktiven Erlebnis.

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Anzeige

Shopping
tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de

Anzeige
shopping-portal