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Wimmelbuch "Im Zirkus": Erzählspaß mit Wimmelbilder-Geschichten

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Erzählspaß mit Wimmelbilder-Geschichten

11.04.2011, 12:29 Uhr | Spiegel Online

Wimmelbuch "Im Zirkus": Erzählspaß mit Wimmelbilder-Geschichten. Wimmelbücher erzählen Geschichten ohne Worte. Auf den Bildern gibt es für Kinder und Erwachsene immer etwas Neues zu entdecken. (Foto: BELTZ & Gelberg)

Wimmelbücher erzählen Geschichten ohne Worte. Auf den Bildern gibt es für Kinder und Erwachsene immer etwas Neues zu entdecken. (Foto: BELTZ & Gelberg)

Jeden Abend dasselbe Bilderbuch anschauen? Das macht nur Spaß, wenn es auch für Erwachsene immer etwas Neues zu entdecken gibt. Wie im wunderschönen neuen Wimmelbuch "Im Zirkus" von Doro Göbel und Peter Knorr.

Auf den Buchseiten passiert viel

Diese verfressenen Ziegen: Vom Balkonkasten des Wohnwagens nagen sie Blumen ab, noch während das Gespann aufs Zirkusgelände fährt. Sie kauen die Gala-Uniform des Direktors an, die zum Lüften auf der Leine hängt, reißen sich ein Stück von der Zuckerwatte der Zirkusbesucher ab und futtern in der Manege in einem unbeobachteten Moment auch noch das Popcorn weg. Dann gibt es das Kamel, das Halsschmerzen hat, den Schornsteinfeger, der auch mal zeigen will, welche akrobatischen Balanceakte auf der Leiter er so drauf hat, und den Elefanten, der nicht nur Männchen machen und dabei winken kann, sondern auch einem Besucher das Toupet klaut. Und, und, und. Man möchte gar nicht aufhören, diese vielen kleinen Geschichten zu erzählen, die in dem großartigen neuen Wimmelbuch "Im Zirkus" von Doro Göbel und Peter Knorr zu entdecken sind.

Wimmelbücher gab es schon in den 60er Jahren

Wimmelbücher sind ein klassisches Genre auf dem Bilderbuchmarkt, und natürlich gibt es Illustratoren und Autoren, die es prägen. In den Zeichnungen des Münchners Ali Mitgutsch, der schon Ende der sechziger Jahre ein Wimmelbuch herausbrachte, ähneln sich die Figuren, aber es passiert viel - auf einem Flugplatz steigen Passagiere aus der Maschine, und vier Meter weiter stolpert jemand über einen Besen.

Jahreszeiten-Wimmelbücher sind beliebt

Die Bestseller dieses Jahrtausends sind die Jahreszeiten-Wimmelbücher von Rotraut Susanne Berner (und ihr zuletzt erschienenes Nacht-Wimmelbuch); in ihnen sind die immergleichen, an Kleidung und Frisur schnell zu erkennenden Protagonisten an den immergleichen Orten zu verfolgen, doch ihre Geschichten entwickeln sich von Buch zu Buch weiter: Kinder gehen in die Kita, dann in die Schule, Babys werden geboren, Paare finden sich.

Detailreichtum ist das Ergebnis generalstabsmäßiger Planung

Das Wimmelbuch-Konzept von Knorr und Göbel zeigt immer neue Orte mit neuen Protagonisten - vor "Im Zirkus" erschien das ebenso schöne Buch "Der Ausflug". Noch viel farbenprächtiger, aufwendiger und lebensnaher als Berners Zeichnungen sind diese Wimmelbücher - und trotzdem werden schon Zweijährige mit ihnen viel Spaß haben. Der liebevolle Detailreichtum ist das Ergebnis generalstabsmäßiger Planung: Es werden Listen geführt, was die Figuren machen, welche Kleidung sie tragen, ob die Pumps mit einer Schnalle oder einer Schleife geschmückt sind, wann der Mops wegläuft und wo er sich versteckt.

Vom ersten Entwurf bis zum fertigen Bild

Auch der Prozess des Zeichnens ist komplex: erster Entwurf mit Bleistift, dann wird die eingescannte Zeichnung am Computer koloriert, dann ausgedruckt, dann noch mal mit der Hand nachgezeichnet, damit das Bild aus einem Guss ist und nicht so clean aussieht, wie am Computer konstruiert. Und danach wird die Zeichnung wieder eingescannt und nochmals am Computer bearbeitet, um kleine Fehler auszumerzen. Es kann passieren, dass bei dem ganzen Hin und Her, wie Knorr erzählt, "plötzlich bei den Zuschauern in der Manege ein Bein zu viel ist", was erst im letzten Moment beim Durchzählen entdeckt wurde.

Sogar modische Trends werden berücksichtigt

Sieben Monate haben Göbel und Knorr an dem großformatigen Pappbilderbuch "Im Zirkus" gearbeitet, und sie hatten mit Problemen zu kämpfen, mit denen sie nicht gerechnet hatten. Zum Beispiel mit den Größenverhältnissen: Ein Zirkuszelt ist so groß, dass die Menschen viel zu klein wirken würden. Daher kann man es nur im Anschnitt zeigen oder wenn es aufgebaut wird. Auch modische Entscheidungen waren zu treffen, und so wurden die Kreolen-Ohrringe später durch farbige Stecker ersetzt.

Ein ideales Kinderbuch

Im Buch "Im Zirkus" taucht die selbe Familie aus "Der Ausflug" wieder auf, was Fans schnell entdecken werden - und man kann den Büchern nur wünschen, dass die Zahl ihrer Fans wächst. Ein ideales Bilderbuch wird nicht nur von Kindern geliebt, sondern auch von den Eltern, die es immer und immer wieder anschauen müssen. "Im Zirkus" ist ein solches Buch.

Buchtipp:

Doro Göbel, Peter Knorr: "Im Zirkus" ; "Der Ausflug", Beltz & Gelberg, je 12,95 Euro (http://www.beltz.de/)

Rotraut Susanne Berner: "Nacht-Wimmelbuch", Gerstenberg Verlag, 12, 95 Euro (http://www.gerstenberg-verlag.de/)

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