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Warum Kinder Dinosaurier lieben

11.05.2011, 11:38 Uhr | cst, t-online.de

Warum Kinder Dinosaurier lieben. Kinder sind von Sauriern fasziniert. (Foto: imago)

Kinder sind von Sauriern fasziniert. (Foto: imago)

Morgens 8:30 Uhr, ein ganz normaler Tag, in einem ganz normalen Kindergarten. Während die Kinder nach und nach eintrudeln, sich noch verschlafen von Mama die Jacke und Schuhe ausziehen lassen, laufen im Nebenzimmer schon erste Fachgespräche unter Vierjährigen. "Der Stegosaurier hat einen Stachelschwanz!" - "Der T-Rex ist aber stärker." - "Ich habe heute meinen Brachiosaurus brancai dabei!" Was ist so faszinierend an den Riesenechsen, dass den Kleinen selbst die kompliziertesten lateinischen Namen flüssig über die Lippen kommen?

Dinosaurier überall

Kaum ein Kinderzimmer in Deutschland, das ohne Dinosaurier auskommt, denn Saurier gehören inzwischen zum festen Aufgebot der Kinder dazu. Das Angebot ist riesig - es gibt Saurier als Kuscheltiere für die Kleinsten, als Plastikfiguren für die älteren Kinder, in Bücher, Ausmalbildern, auf Postern und, und, und.

Die Puppen der Jungen

Hörner, Panzerplatten, Stachelschwänze - von den urtümlichen Ausstattungsmerkmalen der Saurier fühlen sich besonders Jungen angezogen. Nicht nur, dass man Saurier gut vergleichen kann ("Meiner hat mehr Hörner!" - "Deine Stacheln sind kleiner als meine!"), sie sind auch gefährlich, böse und groß. Bei den Spielen mit T-Rex und Co.  können sich kleine Jungen in andere Rollen hinein versetzen und sich auch einmal mächtig und stark fühlen. Jungen seien in Spielfiguren auf der Suche nach Männlichkeitsbilder, meint etwa der Jungenforscher Reinhard Winter in seinem Buch "Jungen. Eine Gebrauchsanweisung“. "Das sind ihre Puppen, die Stellvertreter und Gegenüber von Jungen, mit ihren Gefühlen und Geschichten besetzt."

Kampf muss sein

Beißen, Schreien und Schlagen sind beim Kampf Saurier gegen Saurier ausnahmsweise einmal erlaubt und kein Elternteil beschwert sich, wenn das (imaginäre) Blut spritzt. Die Kinder erfahren im Spiel, wie es sich anfühlt, jemanden zu besiegen, lernen gleichzeitig aber auch, Niederlagen anzunehmen. "Weil Kämpfen für Jungen zumindest phasenweise wichtig ist, sollten Erwachsene die Kampfwünsche von Jungen nicht entwerten", rät Winter. Das Kämpfen habe positive Qualitäten für Jungen, deshalb sei es nicht sinnvoll, es abzuwerten, auch nicht moralisch.

Gefährlich, aber tot

Eine weitere Faszination der Dinosaurier geht sicher davon aus, dass diese mächtigen und gefährlichen Tiere bereits ausgestorben sind. Während es Erwachsenen sonst eher schwer fällt, das Thema Tod anzuschneiden, geht es ihnen bei den Dinosauriern leichter über die Lippen. Unbefangen lässt sich erklären, dass Saurier seit vielen Millionen Jahren nicht mehr auf der Erde leben. Auch wenn Begriffe wie Tod und Jahrmillionen den Kindern abstrakt erscheinen mögen, so erfahren sie doch den Umgang mit ihnen auf eine selbstverständliche Art und Weise. Kinder greifen das Thema Tod generell spielerisch auf. Sie "töten" sich beziehungsweise ihre Figuren im Spiel und sind fünf Minuten später schon wieder mit etwas völlig anderem beschäftigt. Gerade für kleine Angsthasen ist es ein Trost, dass auch die scheinbar Übermächtigen verwundbar sind und Stärke allein nicht immer ausreicht.

Erster Museumsbesuch

Wenn die Kinder in die Dino-Phase eintreten, können Eltern die Gelegenheit beim Schopf packen und sich mit dem Nachwuchs auch einmal ins Museum wagen. Viele Naturkundemuseen, die Dinosaurierskelette und -nachbildungen ausstellen, haben sich auf Kinder eingestellt. Leicht verständlich wird erklärt, wo man heute noch Dinosaurierknochen findet, woher man weiß, wie Saurier aussahen oder was Fossilien sind. Eltern sind oft erstaunt, mit welchem Eifer sich ihre Kinder zu wahren Experten mausern. Damit Sie mitreden können, erfahren Sie hier alles über die zehn Dinosaurierarten, die Eltern kennen sollten.

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