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Steffi Jones im Interview zu Mädchen, Fußball und Schule

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Steffi Jones zu Mädchen, Fußball und Schule

16.06.2011, 11:55 Uhr | mmh, t-online.de

Steffi Jones im Interview zu Mädchen, Fußball und Schule. Steffi Jones begeistert junge Mädchen, als Person und als Sportlerin. (Foto: dpa)

Steffi Jones begeistert junge Mädchen, als Person und als Sportlerin. (Foto: dpa)

"Team 2011" heißt das DFB-Projekt, das Mädchen und Fußball zusammenbringen soll. Schirmfrau ist Deutschlands Rolemodel Nummer 1 in Sachen Frauenfußball: Steffi Jones. Sie ist das Gesicht der Frauen-WM und unterstützt die Aktion, bei der an deutschen Schulen und in Vereinen die Begeisterung für den Fußballsport geweckt werden soll. Kreativität und Ehrgeiz sind gefragt, genauso wie Gemeinschaftssinn und Spaß an der Herausforderung, so Theo Zwanziger über die DFB-Kampagne. Ziel ist die Zusammenarbeit zwischen Schulen und Vereinen langfristig zu stärken.

Und so sieht das Projekt aus, an dem bundesweit zahlreiche Vereine und Schulen teilnehmen und um Punkte kämpfen: Schulen gründen eine Mädchenfußball-AG oder bieten einen Fußball-Schnupperkurs für Mädchen an. Auch die Teilnahme an einem Mädchenfußball-Turnier gibt Punkte im Wettbewerb. Lehrer und Trainer nehmen an einer Weiterbildung beim jeweiligen Landesverband teil. Schulen und Vereine werden Kooperationspartner und organisieren gemeinsame Veranstaltungen.

Kooperation zwischen Schulen und Vereinen

Neu gegründete Mädchen-Teams erhielten einen kompletten Trikotsatz, unter allen Teilnehmern wurden Tickets zur FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2011 verlost, außerdem Eintrittskarten für Länderspiele, Trainingscamps in Sportschulen und Trainingseinheiten mit DFB-Trainern. Silvia Neid, Joachim Löw, Steffi Jones, Matthias Sammer und Oliver Bierhoff besuchten Schulen und Vereine und gaben Trainerstunden.

Die Eltern-Redaktion von t-online.de sprach mit der früheren Nationalspielerin Steffi Jones, die mit ihrem Team 2003 den Weltmeistertitel errang und jetzt Vorsitzende des Organisationskommitees der WM 2011 ist.

Steffi Jones im Interview

eltern-t-online.de: "Begeisterung für die WM und den Frauenfußball zu schüren", das ist die Mission von "Team 2011". Ihr Eindruck jetzt, kurz vor der WM: Ist das gelungen?

Steffi Jones: Allein die Beteiligung von über 7000 Schulen bei insgesamt 18.000 Teilnehmern ist grandios und spricht für sich. Gerade bei der steigenden Zahl an Ganztagsschulen sind Kooperationen mit ortsansässigen Vereinen immens wichtig, um auch sportliche Aktivitäten am Nachmittag anbieten zu können. Es gibt viele Mädchen, die in der Schule Fußball spielen möchten, doch noch scheitert dies oft an fehlenden Fachkräften für den Nachmittag.

Wie kooperativ sind die Schulen? Ist überhaupt Spielraum, sich für solch ein Projekt zu engagieren?

Alle Schulen, die sich für dieses Projekt angemeldet haben und engagieren, tun dies aus eigenem Antrieb. Wir wollen niemanden etwas aufzwingen, sondern bieten unsere Unterstützung an. Jede Schule kann selbst entscheiden, ob sie diese annimmt. Viele Bildungseinrichtungen sind froh über unser Angebot. Sport ist ein essenzieller Bestandteil unseres Lebens und wir alle wissen, wie wichtig er für die Entwicklung unserer Kinder ist. Schüler und Schülerinnen für Sport zu begeistern, ist unser Ziel. Wenn uns dies über den Fußball gelingt, umso besser.

Greifen die Schulmannschaften nicht meist auf gut trainierte Vereinsspielerinnen zurück, statt selbst Mannschaften aufzubauen?

Natürlich wird jede Schule ihre besten Spielerinnen und Spieler für die jeweilige Schulmannschaft nominieren und oft sind das in erster Linie Spielerinnen und Spieler, die in Vereinen aktiv Fußball spielen. Uns geht es aber nicht um die Schulmannschaften, sondern um Fußball-Arbeitsgemeinschaften für Schülerinnen und Schüler, die noch nicht in einem Fußballverein spielen. Sie sollen die Faszination des Fußballs kennen lernen und dann den Weg in den Verein finden.

Emanzipation im Fußball? Doch vermutlich nur bis zur Mittelstufe / Pubertät, dann werden andere Dinge wichtiger. Wie steht es um den Nachwuchs für die Jugend- und Erwachsenen-Frauenmannschaften?

Der Fußball kann den Mädchen auch gerade in der Pubertät viel Stabilität bieten. Sich auf dem Spielfeld gegen einen Gegner durchzusetzen und sich zu profilieren, kann Selbstbewusstsein schaffen. Solche alters- und geschlechtsspezifischen Faktoren sollten bei der fußballerischen Ausbildung natürlich berücksichtigt werden. Für den DFB spielt die Nachhaltigkeit generell eine enorm wichtige Rolle. Die Tatsache, dass inzwischen über eine Million Mädchen und Frauen in Deutschland Fußball spielen, lässt uns positiv in die Zukunft blicken. Mann sollte sich aber nicht auf dem bisher Erreichten ausruhen, es gibt noch viel zu tun. Jedes Mädchen, das Fußball spielen will, soll auch die Möglichkeit dazu haben.

Gelingt es langfristige Strukturen zu schaffen und zu verbessern für den Frauenfußball?

Ich hoffe natürlich, dass wir den Schwung der FIFA Frauen-WM 2011 mitnehmen können und unser Sport auch in den nächsten Jahren weiterhin eine positive Entwicklung nehmen wird. Dafür müssen wir den Schwerpunkt sicherlich weiterhin auf die Nachwuchsarbeit legen. Wenn es aber um die Strukturen geht kann der Verband alleine kaum etwas bewirken. Es kommt vor allem auf die Vereine selbst an, die ihre Strukturen verbessern müssen, wir können nur Unterstützung anbieten.

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