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Mehr Kinder sterben im Straßenverkehr

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Mehr Kinder sterben auf Straßen - insgesamt weniger Tote

06.07.2011, 15:30 Uhr | dpa

Mehr Kinder sterben im Straßenverkehr . Im Jahr 2010 sind erstmals wieder mehr Kinder im Straßenverkehr getötet worden. (Foto: imago)

Im Jahr 2010 sind erstmals wieder mehr Kinder im Straßenverkehr getötet worden. (Foto: imago)

Sie sind die schwächsten Verkehrsteilnehmer - erstmals sind wieder mehr Kinder auf den Straßen ums Leben gekommen. Insgesamt sank die Zahl der Todesopfer aber weiter. Häufigste Unfallursache: Rasen.

Mehr Kinder getötet

Auf Deutschlands Straßen sind im vergangenen Jahr so wenige Menschen wie nie zuvor ums Leben gekommen - auch wenn es deutlich häufiger gekracht hat. Jedoch starben erstmals nach fünf Jahren wieder mehr Kinder bei Unfällen, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

Die Zahl tödlich verunglückter Mädchen und Jungen unter 15 Jahre stieg im Vergleich zum Vorjahr um 14 auf 104. Meist saßen sie in Autos. Insgesamt wurden 3648 Menschen im Straßenverkehr getötet. Das war ein Rückgang um 504 Opfer oder zwölf Prozent und der tiefste Wert seit sechs Jahrzehnten. Das relativ nasse und kalte Wetter ließ die Zahl der erfassten Unfälle im Jahr 2010 auf 2,41 Millionen steigen.

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Unfallreichstes Jahr seit 1999

Das vergangene Jahr sei das unfallreichste seit 1999 gewesen, sagte Amtspräsident Roderich Egeler in Berlin. Der Großteil der Karambolagen ging aber noch einigermaßen glimpflich aus.

Alle 18 Minuten wird ein Kind verletzt

Bei Kindern, die kaum Erfahrung im Straßenverkehr haben und nicht so sicher reagieren, wurde erstmals seit 2005 wieder ein Anstieg der Todesopfer registriert. Im Schnitt wurde alle 18 Minuten ein Kind verletzt. Dabei ging die Zahl der verunglückten Mädchen und Jungen unter 15 Jahren insgesamt um 7,2 Prozent auf 28.629 zurück. Mehr Unfälle waren aber tödlich. Von den insgesamt 104 getöteten Kindern saßen 49 in einem Pkw, 28 waren zu Fuß unterwegs, 20 fuhren Fahrrad. Alarmierend war vor allem ein Anstieg um 32 Prozent bei Kindern, die als Mitfahrer in Autos ums Leben kamen. Oft betroffen waren dabei kleinere Kinder unter neun Jahren.

Rasen ist die Hauptursache für Unfälle

Dass wieder mehr Kinder im Straßenverkehr ums Leben gekommen sind, sei besorgniserregend, sagte der verkehrspolitische Sprecher des Verkehrsclubs Deutschland, Gerd Lottsiepen. Ein Hauptproblem sei zu schnelles Fahren. In Orten sollten die Temporegelungen daher umgekehrt werden. "30 ist das Normale, 50 ist die Ausnahme". Eltern sollten darauf achten, Kinder auch auf kurzen Strecken angeschnallt mitzunehmen. Insgesamt sei der Rückgang der Todesopfer auf den Straßen erfreulich. "Der Blutzoll ist aber immer noch zu hoch."

Unfallursache Nummer eins ist das Rasen, gefolgt von Fehlern beim Abbiegen, Wenden oder Rückwärtsfahren. Dabei ist "nicht angepasste Geschwindigkeit", wie sie die Polizei als Unfall-Ursache erfasst, je nach Situation sehr unterschiedlich. "Bei glatter Straße können schon 30 Kilometer pro Stunde zu schnell sein", sagt Ingeborg Vorndran, Referatsleiterin beim Bundesamt. Im vergangenen Jahr kamen insgesamt 1441 Menschen wegen Rasens ums Leben, das waren 40 Prozent aller Verkehrstoten. Bei Unfällen, die auf Alkohol zurückzuführen sind, starben 342 Menschen, das war fast jeder elfte Verkehrstote.

Wetter hat Auswirkungen

Die Zahl der Unfälle mit Sachschäden stieg um sechs Prozent auf 2,12 Millionen, bei 288.300 Unfällen (minus 7,2 Prozent) kamen Menschen zu Schaden. Ein Grund für diese Entwicklung war das Wetter im vergangenen Jahr mit drei strengen Wintermonaten und insgesamt viel Regen. "Auf schnee- und eisglatten Straßen ereignen sich zwar mehr Unfälle", erläuterte Egeler. Es bleibe aber häufiger bei Blechschäden, da nicht so schnell gefahren wird. Außerdem sind bei ungemütlichem Wetter weniger Radler und Fußgänger unterwegs, die bei Unfällen keine Karosserie schützt.

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