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Was Kinder zu glücklichen Schülern macht

17.08.2011, 11:47 Uhr | ots

Was Kinder zu glücklichen Schülern macht. Kinder brauchen ein positives Selbstbild. (Foto: imago)

Kinder brauchen ein positives Selbstbild. (Foto: imago)

Ein Schulkind zu werden, darauf freuen sich fast alle Kinder. Endlich zu den "Großen" gehören, Lesen, Schreiben und Rechnen lernen. Dass der Schulalltag auch Tücken hat, offenbart sich den Schülern erst nach und nach: Hausaufgaben wollen erledigt werden, auf dem Schulhof drohen Revierkämpfe und gute Noten fallen auch nicht vom Himmel. Zwei Expertinnen geben Tipps, wie sich Kinder für die Schule motivieren lassen.

Wie aus Kindern glückliche Schüler werden

Jule Spiegel ist erfahrene Grundschullehrerin, die Pädagogin Professor Christina Krause untersuchte das schulbezogene Selbstbild und das Selbstwertgefühl von Grundschulkindern. In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "Eltern family" erklären die Expertinnen, was Kinder zu glücklichen Schülern macht.

Expertinnen-Rat 1: Nicht zu oft nachfragen

Häufige Eltern-Fragen à la "Was habt ihr heute gemacht?" oder "Hast du auch schön aufgepasst?" verunsichern Kinder und erzeugen das blöde Gefühl: "Hoffentlich mache ich auch alles richtig..." Es ist schwer - aber Eltern, die wenige Informationen bekommen, tun gut daran, dies möglichst auszuhalten und lieber einmal zu wenig als zu oft nachzufragen.

Expertinnen-Rat 2: Kinder in den ersten Klassen nicht in schulische Diskussionen einbeziehen

Gerade wenn Eltern befürchten, dass es in der Schule nicht optimal läuft, sollten sie dies nicht vor oder mit dem Kind besprechen. Kinder in den ersten Klassen sind damit überfordert. Das heißt nicht, dass Mütter und Väter ihre Sorgen und Bedenken nicht aussprechen sollten - aber bitte direkt bei den Lehrern und nicht beim Kind.

Expertinnen-Rat 3: Kinder ein positives Selbstbild entwickeln lassen

Kinder, die das Gefühl haben, in der Schule nicht gut mitzukommen, und zusätzlich die Enttäuschung der Eltern ertragen müssen, kommen oft schon nach wenigen Schulwochen - spätestens aber am Ende des dritten Schuljahres - zu dem Schluss, weniger wertvoll zu sein als andere Kinder. Wenn sie dagegen erfahren, dass ihre Eltern ihnen unerschütterlich vertrauen und überzeugt sind, dass sie im Leben gut zurechtkommen, kann nicht wirklich viel schiefgehen.

Expertinnen-Rat 4: Im Fall der Fälle professionelle Hilfe in Anspruch nehmen

Ist das Selbstwertgefühl einer Schülerin oder eines Schülers stark angekratzt, sollten sich die Eltern in jedem Fall an einen Schulpsychologen oder einen Kindertherapeuten wenden - schon einige wenige Termine können helfen.

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