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Forschungsexpedition ins Pappklo - Wanderausstellung des Senckenberg-Museums für Kinder

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Forschungsexpedition ins Pappklo

06.10.2011, 15:30 Uhr | Stefan Höhle, dapd

Forschungsexpedition ins Pappklo -  Wanderausstellung des Senckenberg-Museums für Kinder. So kommt der Strom aus der Wand: Die Papp-Konstruktionen der Kinder-Ausstellung zeigen es.  (Quelle: dpa)

So kommt der Strom aus der Wand: Die Papp-Konstruktionen der Kinder-Ausstellung zeigen es. (Quelle: dpa)

In eine Toilette hineinkrabbeln? Geht das? Im Frankfurter Senckenberg-Museum geht das: Dort ist für die Wanderausstellung "Die Kuh im Kühlschrank" eine Papptoilette gebaut, in die die kleinen Besucher hineinkrabbeln können - um in einer Kartonkanalisation zu landen. Die interaktive Ausstellung will Energie und Umwelt für Kinder thematisieren und soll nach der Premiere in Frankfurt auf Deutschlandreise gehen, Buchungsanfragen sind willkommen. Unsere Fotoshow gibt erste Eindrücke.

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Hier können Kinder forschen

Wasser im Badezimmer verschwindet nicht einfach in der Wand. "Für Kinder sieht es vielleicht so aus", sagt Diplompädagogin Yvonne Salewski, "und natürlich erforschen sie das dann gern selbst." Salewski hat mit ihrem Team Badezimmer, Küche, Wohn- und Kinderzimmer aus Pappe errichtet. Eine Wohnung, in der sich Vorschulkinder wiederfinden sollen. Unter jedem Topfdeckel, hinter jeder Schranktür warten jedoch überraschende Anlässe, die spielerisch und experimentell Fragen zum Ausstellungsthema aufwerfen. Wo kommt der Strom her, wie das Essen auf unseren Teller, wohin verschwindet das Wasser?

Überraschungen unter jedem Topfdeckel

Wer mutig ins Pappklobecken taucht, erfährt, wie in einer Kläranlage auch die unerfreulichste Brühe sauber wird - und ob sie dann im Badezimmer wieder als Trinkwasser aus dem Hahn kommt.

Ausstellung kann man buchen

Pädagogin Salewski hat die Ausstellung gemeinsam mit der gemeinnützigen Leuchtpol GmbH konzipiert, Gesellschafter ist die Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltbildung. "Leuchtpol steht für Bildungsarbeit auf dem Feld nachhaltiger Entwicklung", erklärt die Pädagogin. Im Senckenberg-Museum läuft die Ausstellung bis zum 9. November, danach wird sie unter anderem in Düsseldorf, Dresden und Berlin gezeigt. "Uns kann man kostenlos buchen", sagt Salewski. "Wir kommen mit der Ausstellung auch in die Provinz."

Selbst eine Filterstation hat Leuchtpol nachgebaut, an der Kinder mit Gefäßen, Sand, Kies und Erde das Wasser erst einsauen und dann reinigen können. "Sauberes Wasser verfügbar zu haben, ist für die meisten Menschen auf der Welt Luxus", sagt Salewski. "In der von uns hergerichteten Wohnung sollen die Kinder selbst herausfinden, was hinter solchen Annehmlichkeiten steckt." In der Küche können die Jüngsten kulinarische Vielfalt aus aller Welt entdecken, aber auch erleben, was Kochen ohne Strom bedeuten würde.

Zielgruppe: Kinder, Kitas, Eltern

Die Ausstellung richtet sich nicht nur an die Kinder, sondern auch an Erzieherinnen aus Kitas, Kindergärten und die Eltern. Nachmittags können die Kleinen mit ihren Eltern kommen, Lernbegleiter von Leuchtpol stehen bereit, um die Kids gegebenenfalls bei ihren Forschungsausflügen durch die Pappwelt zu unterstützen. Die Vormittage sind für Erzieherinnen mit Kindergruppen reserviert - und alle Termine schon jetzt ausgebucht. "Das hat uns gezeigt, wie hoch bei professionellen Pädagogen der Bedarf an didaktischer Hilfe beim Thema Energie und Umwelt ist", resümiert Salewski.

Hoher Infobedarf bei Umwelt-Themen

"Diese Erlebniswelt ist richtig sinnig konzipiert", findet auch Matthias Recke, pädagogischer Leiter im Senckenberg. Kinder im Vorschulalter sind in dem Naturkundemuseum erstmals die Zielgruppe einer Ausstellung. "Dass die Architektur aus Karton ist, leuchtet beim Thema Ressourcen ein", sagt Recke. Um den Kopf der Kuh zu entdecken, der aus dem Pappkühlschrank herausschaut, hat auch der Museumspädagoge einen Moment gebraucht. Im Innern ist der Euter des Milchviehs über Schläuche mit Butter und Joghurt verbunden - aber nicht auf direktem Weg, sondern über eine kleine Molkereianlage.

Input der Kinder soll Ausstellung mitgestalten

Im Kinderzimmer wartet auf die kleinen Besucher auch eine "Auseinandernehmwerkstatt", in der Spielzeug zerlegt, aber genauso repariert oder neu zusammengesetzt werden kann. "Da geht es dann um Ressourcen und Materialien", sagt Salewski. Neue Ideen zur Ausstellung will Leuchtpol noch während der Premiere im Senckenbergmuseum aufgreifen. "Da wird es noch Input geben", ist sich Salewski sicher. "Den liefern die Kinder."

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