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Cybermobbing: Wie Eltern ihren Kindern helfen können

20.10.2011, 11:37 Uhr | tze

Cybermobbing: Wie Eltern ihren Kindern helfen können. Szene aus dem preisgekrönten NDR-Fernsehfilm "Homevideo" (Quelle: NDR/Gordon Timpen)

Szene aus dem preisgekrönten NDR-Fernsehfilm "Homevideo" (Quelle: NDR/Gordon Timpen)

Cybermobbing kann Leben zerstören: Ein Jugendlicher filmt sich beim Onanieren, das Video landet in den Händen von Klassenkameraden und dann im Internet, wo es sich rasant durch die sozialen Netzwerke verbreitet. Die Folgen sind brutal: Die Mitschüler fallen derart mit Verachtung und Spott über den 15-Jährigen her, dass er schließlich den einzigen Ausweg im Suizid sieht. Das ist die Handlung des TV-Films "Homevideo", der am 19. Oktober im Ersten ausgestrahlt wurde.

Familienministerin Schröder: Bewusstsein für die Folgen wecken

Bundefamilienministerin Kristina Schröder hatte den Film vorab empfohlen: "Der Film geht unter die Haut. Er zeigt eindrücklich, welche schrecklichen Folgen Cybermobbing haben kann - von psychischen Schädigungen über brutalste Gewalt bis hin zum Suizid." Deshalb sei es wichtig, Kindern und Jugendlichen zu helfen, Grenzüberschreitungen zu erkennen, betont die Ministerin. Medienkompetenz heiße nicht nur, die neueste Technik bedienen zu können, sondern auch zu wissen, welche Folgen das für sich selbst und andere haben kann. Schröder fordert: "Freunde, Eltern und Schulen müssen gleichermaßen aktiv werden und sagen: 'Stopp, hier schadest du deinen Mitmenschen'."

Cybermobbing - eine moderne Form von Psychoterror

Cybermobbing ist eine moderne Form psychischer Gewalt. Da Kinder und Jugendliche sehr intensiv soziale Netzwerke im Internet wie SchülerVZ, und Facebook nutzen, ist es ist keine Ausnahmeerscheinung mehr. Verbale Angriffe werden vom Schulhof ins Internet verlagert. Dort werden peinliche Informationen, Bilder und Videos, Gerüchte und Beleidigungen verbreitet. Laut der Studie "Jugend, Information, Multi-Media" (JIM-Studie 2010) des Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest ist Cybermobbing für ein Viertel der Jugendlichen ein Problem. 15 Prozent berichten sogar davon, dass von ihnen schon einmal peinliche Bilder oder Videos im Internet verbreitet wurden.

Wie Eltern und Jugendliche gegen Cybermobbing vorgehen können

Das Bundesfamilienministerium hat eine Internetseite zum Thema Cybermobbing eingerichtet. Dort finden sowohl Eltern als auch Jugendliche Informationen, wie man sich gegen Cybermobbing wehren kann. Diese vier Schritte sollten Eltern demnach unternehmen:

1. Dokumentieren Sie den Vorfall.

Notieren Sie sich alle Informationen über die Täter und die Plattform, über die das Mobbing stattfindet. Machen Sie Screenshots von beleidigenden Einträgen und speichern Sie Mails und Nachrichten mit diffamierenden Inhalten.

2. Wenden Sie sich an den Betreiber

Informieren Sie den Betreiber der Plattform, über die Ihr Kind gemobbt wurde, über die Vorfälle. Liefern Sie ihm dabei so viele Details wie möglich. Der Betreiber ist dazu verpflichtet, die Verunglimpfungen aus seinem Angebot zu löschen. Sollte er das nicht tun oder sollten Sie hier in einer anderen Form Hilfe benötigen, können Sie sich an eine Beschwerdehotline wie z.B. www.jugendschutz.net wenden

3. Suchen Sie das Gespräch

Ein Großteil der Cyber-Mobbing-Vorfälle hat seine Wurzeln im Alltag der Jugendlichen – deshalb sind häufig die Täterinnen und Täter der Attacken bekannt, selbst wenn diese anonym agieren. Ist das der Fall, können Sie das Gespräch mit deren Eltern suchen oder auch mit der Schule. Wird das Mobbing erst einmal thematisiert, hören die Attacken oftmals schon auf.

4. Erstatten Sie Anzeige

In Fällen von massiven Beleidigungen und Drohungen und groben Persönlichkeitsrechtsverletzungen ist eine Strafanzeige gegen den oder die Täter möglich. Dabei ist es wichtig, dass Sie die Vorfälle zuvor so gut wie möglich dokumentiert haben und an die Polizei weitergegeben.

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