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Kinder brauchen aktive Trauerarbeit

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Kinder brauchen Trauerrituale

10.11.2011, 16:15 Uhr | dapd

Kinder brauchen aktive Trauerarbeit. Eine Kerze für den Toten anzünden - so können Kinder ihrer Trauer einen Ausdruck verleihen. (Quelle: imago)

Eine Kerze für den Toten anzünden - so können Kinder ihrer Trauer einen Ausdruck verleihen. (Quelle: imago)

Kinder werden früher oder später mit dem Tod eines nahestehenden Menschen konfrontiert. Eltern fragen sich in dieser Situation, wie sie dem Kind dies am besten sagen und wie sie es bei der Bewältigung seiner Trauer unterstützen können. Nur darüber zu sprechen, reicht nicht aus.

Kinder möchten etwas für die Toten tun

"Sprechen ist eine erwachsene Reaktion. Kinder möchten etwas tun für den Toten", sagte Ines Schäferjohann, Psychologin beim Bremer Zentrum für trauernde Kinder, im Interview mit der Nachrichtenagentur dapd. Wenn ein Kindergartenfreund oder Mitschüler gestorben ist, sollte man in der Gruppe den Abschied gestalten. "Das kann geschehen, indem man ein Bild malt, eine Kerze anzündet oder eine kleine Trauerfeier veranstaltet", sagte die Psychologin. Erwachsene müssten Kindern solche Angebote machen und ihnen als Ansprechpartner zur Verfügung stehen.

Den Todesfall nicht verschweigen

Falsch sei es, Kinder mit dem Versuch, den Todesfall zu verheimlichen, schonen zu wollen. "Das klappt sowieso nicht. Außerdem lässt man die Kinder dann mit dem Verlust allein", warnte Schäferjohann. Deshalb sei es wichtig, frühzeitig und ehrlich zu informieren und nicht "drum herum zu reden." Jedoch sollte das Gespräch kindgerecht gestaltet sein. Erwachsene sollten genau abwägen, welche Details sie erzählten.

"Kinder sind viel stärker, als viele denken"

Ihrer Erfahrung nach reagieren Kinder auf den Tod eines ihnen wichtigen Menschen höchst unterschiedlich. "Manche wollen es genau wissen und fragen, wo der Tote jetzt ist und ob sterben wehtut." Kinder hätten zudem ein gutes Gespür dafür, wenn ihnen etwas zu nahe gehe. "Sie schützen sich, indem sie nicht genau hinhören oder das Thema wechseln", erläuterte die Psychologin. Oft würden Kinder unterschätzt. "Erwachsene denken, sie müssten Kinder schonen, dabei sind sie viel stärker, als viele denken", sagte die Expertin. Kinder hätten einen pragmatischen Zugang zum Tod und könnten damit umgehen.

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