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Ausstellungstipp: "Extrem süß!"

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"Extrem süß!": Kunsthalle wird zum Schlaraffenland für Klein und Groß

08.12.2011, 15:09 Uhr | Nike Luber, dapd

Ausstellungstipp: "Extrem süß!". Dieses Kunstwerk sieht zum Anbeißen aus:  Guglhupf von Sybille Kroos in der Ausstellung "Extrem süß!" (Quelle: dpa)

Dieses Kunstwerk sieht zum Anbeißen aus: Guglhupf von Sybille Kroos in der Ausstellung "Extrem süß!" (Quelle: dpa)

Zum Anbeißen: Verlockend breitet sich Schokoglasur kreuz und quer über dem Kuchen aus. Aber die gigantischen Gugelhupfe, die aussehen wie aus einem Kindertraum, sind gänzlich ungenießbar. Sie gehören zur Ausstellung "Extrem süß! gemalt gehäkelt gegossen", die noch bis zum 1. April in der Jungen Kunsthalle Karlsruhe zu sehen ist.

Kunsthalle wird zum Schlaraffenland

Der Zeitpunkt der Eröffnung passt zur Adventszeit: "Gerade jetzt werden Süßigkeiten en masse gekauft", sagt Museumspädagogin Petra Erler-Striebel. Sie und ihre Kolleginnen waren überrascht, wie viele Künstler sich mit dem Thema Essen und speziell den Süßigkeiten auseinandergesetzt haben. "Es hat uns sehr viel Spaß gemacht, die Kunstwerke zusammenzutragen", berichtet die Leiterin der Kunstvermittlung, Sibylle Brosi. 30 Gemälde und Plastiken von neun verschiedenen Künstlern zum Thema Süßigkeiten, das klingt zwar überschaubar. Allerdings brauchen die ausgewählten Arbeiten viel Raum, denn fast alles in "Extrem süß!" ist auch extrem überdimensioniert. "Es ist die Welt der Kinder", erklärt Sibylle Brosi.

Ein Blick aus der Kinderperspektive

Wie aus Kinderaugen schaut der Betrachter auf Kaugummis, quietschbunte Gugelhupfe, fett glänzende Pralinen und mit üppigem Farbauftrag dargestellte Eisbecher. Doch nichts ist, wie es scheint. Die Schachtel Donuts an der Wand besteht aus Draht und Gips, mit großer Liebe zum Detail hergestellt und mit Acrylfarbe appetitlich überzogen. Peter Anton heißt der Künstler, der im amerikanischen Bundesstaat Connecticut lebt und seit seiner Kindheit gern Kunst aus, mit und über Essen macht.

Kinder erklären ihre Deutung der Kunstwerke

"Die Kunstwerke sind ein guter Anlass um mit Besuchern ins Gespräch zu kommen und Kindern auf spielerische Art Wissen zu vermitteln", erläutert Petra Erler-Striebel das Konzept. "Wir haben im Vorlauf der Ausstellung mit Kindern über das Thema und die Kunstwerke gesprochen. Dabei ist uns aufgefallen, dass Kinder oft gar nicht so einen Heißhunger auf Süßes haben, sondern von Eltern und Verwandten damit zugeschüttet werden." Vier Kinder haben für die Ausstellungsmacher MP3-Player besprochen, auf denen Besucher bei ihrem Rundgang nun hören können, was ihnen zu den einzelnen Kunstwerken einfällt.

Macht Süßes glücklich?

Die von Andreas Orosz fast schon fotografisch genau gemalte Kuchentheke einer Konditorei lädt zur Bewunderung der abgebildeten Tortenauswahl ein. Bei näherem Betrachten offenbart sich, dass der Raum, so wie Orosz ihn gemalt hat, eine architektonische Unmöglichkeit darstellt. Die einzige extra für die Ausstellung geschaffene Arbeit nimmt eine ganze Wand ein. Ulrik Happy Dannenberg hat aus Süßigkeiten hinter Kunstharz ein dreiteiliges Triptychon geschaffen. Gummibärchen, Lutscher und Bonbons, wohin das Auge blickt. Aber: die Leckereien sind aus Acrylglas gegossen. Sie führen zur Kernfrage der Ausstellung: Macht Süßes wirklich glücklich?

Unheimliche Kaffeeklatsch-Gesellschaft

Das Kaffeekränzchen gegenüber zeugt nicht gerade davon: Stefanie Alraune Siebert hat lebensgroße Puppen um einen mit Tassen und Gebäck voll gestellten Tisch gruppiert. "Vom Geniessen des Siessen - ein Alraune Verwunderungs-Tableau" heißt das skurrile Kunstwerk, das auf den Betrachter eher gruselig wirkt. Neben den älteren Herrschaften tummeln sich Ratten, eine große Spinne, Hunde und Katzen um den Tisch herum. Bei näheren Hinsehen finden sich auch eine ganze Menge Hände, die ganz ohne zu einem Köper zu gehören, überall ihre Finger im Spiel haben.

Kalorienfrei stattsehen

Nicht nur zur Advents- und Weihnachtszeit will "Extrem süß!" Kinder zu Kreativität und Erwachsene zum Nachdenken vor dem Naschen anregen. Bis zum 1. April 2012 kann man sich in der Jungen Kunsthalle kalorienfrei sattsehen. Für Kinder und Jugendliche wird ein umfangreiches Begleitprogramm angeboten.

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