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Spendenaktion: Handels-Initiative stärkt Eltern

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Spendenaktion "Aufrunden bitte!" stärkt Eltern

27.04.2012, 15:30 Uhr | mmh, t-online.de

Spendenaktion: Handels-Initiative stärkt Eltern.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Deutschland rundet auf: Wechselgeld wird an der Kasse zur Spende für Eltern-Projekte. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

"Aufrunden bitte!" Es sind nur "lausige" Cents, aber die bringen in der Summe unheimlich viel. Deutschlands Verbraucher haben mit ihren Mini-Spenden bei der Aktion "Deutschland rundet auf" schon innerhalb kurzer Zeit 95.000 Euro gesammelt und unterstützen damit die "Eltern-AG", die bundesweit Eltern und Familien stärkt. So funktioniert die Aktion des Handels, die mit Kleingeld große gesellschaftliche Probleme lösen will und jetzt Eltern, Jugend und Kinder in den Focus gerückt hat. .

Eltern-AG: Niederschwellige Angebote für Eltern

"Unsere Kurse sind wie ein 'Tatort': Ein Fall, ein Team, eine Lösung, immer die gleiche Dauer, immer ein anderes Thema, immer gleiche Struktur", so beschreibt Janes Thiemann, um was es in der Eltern AG geht. Sie ist Geschäftsführerin der Eltern-AG, die von der Spenden-Aktion "Deutschland rundet auf", profitiert. "Unsere Klientel steht nicht auf der Sonnenseite des Lebens", so schildert Janet Thiemann, Geschäftsführerin der Eltern-AG die Teilnehmer der Elternkurse. Mütter und Väter, die durch Schicksalsschläge nicht mehr voll teilhaben können an unserer Gesellschaft. Im Regelfall alleinerziehende Mütter ohne Job. Vielfach kommen noch andere Faktoren dazu: Kein Schulabschluss, Sprachprobleme bei Migranten, Behinderung, Krankheit. Für solche Initiativen ist es schwer, an Geld und Förderung zu kommen. Da bedeuten Spenden aus der Wirtschaft einen Segen.

Damit werden die niederschwelligen Hilfsangebote finanziert: Bundesweite Elterntreffs einzurichten ist das Ziel. Hier werden junge Mütter und Väter in ihrer Elternrolle gestärkt, unterstützt und erhalten Hilfe zur Selbsthilfe. Das schafft Chancengleichheit für die Kinder. Trotz großem Bedarf in ganz Deutschland gibt es in vielen Bundesländern bislang noch keine Eltern-AGs. Die Spenden-Aktion hilft. Gemeinsam mit Partnern wie AWO (Arbeiterwohlfahrt) oder Kinderschutzbund werden an Standorten in ganz Deutschland weitere Kurse angeboten. Für 75 neue Standorte werden insgesamt Spendengelder in Höhe von 245.000 Euro benötigt. "Jede Stadt hat Eltern, die nicht auf der Sonnenseite stehen, es gibt natürlich Ballungen in Problemvierteln, aber es gibt keine Stadt, in der es nicht Eltern gibt, die Hilfe brauchen."

Wissenschaftlich begleitetes Projekt

Vor zehn Jahren wurde das Konzept der Eltern AG von Professor Meinrad Armbruster, Professor für pädagogische Psychologie der Hochschule Magdeburg-Stendal entwickelt, es wird ständig wissenschaftlich begleitet. Jugendämter schicken die Familien, aber man geht auch aktiv auf Klienten zu: "Natürlich kommt man sich seltsam vor, wenn man auf Spielplätzen Leute anspricht und einlädt oder angesprochen wird", gibt Thiemann zu, aber so funktioniere es am besten.

Deutschland rundet auf: Voller Erfolg

"Aufrunden bitte!“ – Diese zwei kleinen Worte sagen seit dem Start von "Deutschland rundet auf" am 01. März täglich rund 80.000 Menschen an den Einkaufs-Kassen, insgesamt waren es bereits über zwei Millionen Verbraucher. 15 Handelspartner nehmen teil (bonprix, Depot, dodenhof, Douglas, Görtz, Kaufland, KiK, Netto Marken-Discount, Penny, Reno, SinnLeffers, SportScheck, toom Baumarkt, Witt Weiden, WMF). Dadurch konnten schon im ersten Monat 95.000 Euro an Spendengeldern erzielt werden. Christian Vater ist Gründer und Geschäftsführer von "Deutschland rundet auf": "So konnte bereits im ersten Monat mehr als ein Drittel des ersten Spendenprojekts finanziert werden.

Thiemann ist von dem Einsatz der Verbraucher begeistert: "Normalerweise dauert es für uns sehr lange, die notwendige Finanzierung für einen neuen Standort zu erhalten. Dank 'Deutschland rundet auf' und der vielen Menschen, die an den Kassen ihre Cents spenden, können bald 75 neue Eltern-AGs starten. Darüber freuen wir uns sehr, denn das bedeutet, dass davon über 600 Familien mit 1.500 Kindern nachhaltig profitieren werden.“

Struktur, Tipps und Expertenwissen

"Diese Treffs leben vom Expertenwissen", erklärt Thiemann, "wir vermitteln den Eltern: Du bringst dein Kind durchs Leben, du hast einen so großen Erfahrungsschatz dadurch angehäuft, von dir können andere lernen. Es geht darum, den Frauen zu vermitteln: ich bin eine gute Mutter, denn das reduziert Stress, macht gelassen und selbstbewusst."

Es geht um Themen, die alle Eltern bewegen, ob Top-Manager oder Hartz-IV-Empfänger: Wie wird mein Kind trocken? Wie schläft mein Kind alleine ein? Muss es Gemüse essen? Was kann ich zum Geburtstag schenken? Die Pädagogen begleiten die Eltern mit Kindern bis zur Einschulung.

Oft lernen Eltern hier erstmals Strukturen kennen und problemlösendes Denken. Es gibt immer einen Erfahrungsaustausch und immer sechs Minuten Theorie: Was sagt die Wissenschaft dazu. Es gibt Anregungen für Spiele bei jedem Wetter, dazu wie man mit Stress umgeht, um Konfliktlösung zwischen Eltern und Kind auf Augenhöhe, um Respekt in der Erziehung, um Verzicht auf Gewalt. Dahinter steht der Leitgedanke, dass nahezu jeder fähig ist zu erziehen, aber manchmal Hilfe benötigt.

Warum soll die Wirtschaft helfen?

Das Programm der Eltern-AG ist präventiv, oft finanziert von den Jugendämtern, doch in Zeiten leerer Kassen, bleiben die Zuschüsse aus. Warum aber sollte die Wirtschaft sich einschalten und helfen? Nicht nur, weil sie gute Menschen sind, Thiemann weiß den Grund: "Unternehmer haben ein Anliegen, wollen in Bildung investieren, denn ihnen fehlen die Auszubildenden." Es ist also eine langfristige Investition, keine uneigennützige Spende. Die Aktion basiert auf dem Wissen, dass die momentan angebotene Erziehung und Betreuung in Deutschland nicht ausreicht, dass weitere Initiativen nötig sind, um dies aufzufangen und Chancengleichheit zu gewährleisten.

So funktioniert die Aktion

"Deutschland rundet auf" ist eine unabhängige gemeinnützige Organisation zur Förderung sozialer Projekte in Deutschland. Die Spendengelder werden über eine Kooperation mit deutschen Handelsunternehmen generiert. Endrechnungsbeträge können von den Kunden bei Bar- und Kartenzahlungen durch den einfachen Hinweis "Aufrunden bitte!“ an der Kasse um maximal zehn Cent aufgerundet werden. Der Aufrundungsbetrag stellt den Spendenbetrag dar. Jeder aufgerundete Cent kommt zu 100 Prozent sorgfältig ausgewählten und unabhängig qualitätsgesicherten Spendenprojekten zugute. Ziel der gemeinnützigen Organisation, die 2009 von Christian Vater ins Leben gerufen wurde, ist es, durch die Spendenbeträge zur nachhaltigen Lösung gesellschaftlicher Probleme in Deutschland beizutragen. 2012 steht dabei die Zukunftssicherung von Kindern und Jugendlichen im Fokus. Die Verwendung der Mittel und deren Wirkung werden öffentlich auf der Webseite unter www.deutschland-rundet-auf.de dokumentiert. Die Aktion wird vom Handelsverband Deutschland (HDE) unterstützt.
Bei 15 Händlern können die Verbraucher in insgesamt 12.000 Filialen an 40.000 Kassen aufrunden.

 

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