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So transportieren Sie Ihr Kind sicher auf dem Fahrrad

14.05.2012, 14:28 Uhr | Simone Blaß, t-online.de

So transportieren Sie Ihr Kind sicher auf dem Rad. Sicherheit ist oberstes Gebot beim Transport von Kindern auf dem Rad. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Sicherheit ist oberstes Gebot beim Transport von Kindern auf dem Rad. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Sind die Kinder noch zu klein, um selbst mit dem Fahrrad zu fahren, werden zahlreiche Möglichkeiten genutzt, um trotzdem mit dem Drahtesel von A nach B zu kommen. Doch wie sinnvoll und möglicherweise auch wie gefährlich sind die einzelnen Transportarten? eltern.t-online hat sich umgehört und nennt Vor- und Nachteile von Fahrradsitz und Co.

Die klassische Art, ein kleines Kind auf dem Fahrrad zu transportieren, ist der Fahrradsitz. Dabei kann man wählen, ob man das Kind hinter oder vor sich transportieren möchte – inzwischen allerdings immer in Fahrtrichtung. Wird ein Sitz auf dem Gepäckträger genutzt, dann darf das Kind bis zu 22 kg wiegen, vorne sind es lediglich 15 kg. Mit spätestens drei Jahren muss das Kind also, wenn es noch nicht selbst fahren kann, nach hinten umziehen. Moderne Sitze bieten neben einem optimalen Gurtsystem auch die Möglichkeit, eine Schlafposition einzustellen. Sitze dieser Art sind aber natürlich nur dann geeignet, wenn das Kind bereits gut sitzen kann.

Tücher oder Tragen können auf dem Fahrrad lebensgefährlich sein

Gerade bei kleineren Babys, bei denen das noch nicht der Fall ist, kommen manche Eltern auf die Idee, den Säugling ins Tuch zu binden und so aufs Fahrrad zu steigen. Dazu besagen die Gesetze Folgendes: "Auf Fahrrädern dürfen nur Kinder unter sieben Jahren von mindestens 16 Jahre alten Personen mitgenommen werden, wenn für die Kinder besondere Sitze vorhanden sind und durch Radverkleidungen oder gleich wirksame Vorrichtungen dafür gesorgt ist, dass die Füße der Kinder nicht in die Speichen geraten können." Eine leichte Grauzone. Was auch der Grund dafür ist, dass viele Hersteller von Tüchern oder Tragen in ihren Gebrauchsanweisungen darauf hinweisen, dass diese sich nur zum Gehen eignen.

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Warnung von Produzenten unbedingt beachten

"Eltern, die eine Warnung oder ein ausdrückliches Verbot des Produzenten nicht beachten, müssen damit rechnen, dass ihnen ein grob fahrlässiges Mitverschulden an den Unfallfolgen zur Last gelegt wird", so der Rechtsexperte des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs, Roland Huhn. Und er warnt: "Verantwortungsbewusste Mütter und Väter sollten die Risiken bei ihrer Entscheidung über das geeignete Mittel zur Kinderbeförderung bedenken. Gesicherte Erkenntnisse über eine Gefährdung durch die Kindermitnahme am Körper sind zwar nicht bekannt. Im Zweifel sind Kleinstkinder in einer Babyschale eines speziellen Kindertransportrads oder Fahrradkinderanhänger aber besser aufgehoben."

Peter Schnellinger vom Polizeipräsidium Mittelfranken wird noch deutlicher: "Transportiert man ein Kind in einer Tragehilfe auf dem Fahrrad, dann kann für das Kind dabei Lebensgefahr bestehen. Hier kann man wirklich nur an die Eigenverantwortung der Eltern appellieren!"

Viele Argumente sprechen für einen Anhänger

Bei den meisten Eltern aber ist das gar nicht notwendig, denn sie achten von Anfang an auf die entsprechende Sicherheit und damit zusammenhängende wichtige Prüfsiegel, z.B das GS-Zeichen. Und auch, wenn das Tragen eines Helmes bis dato nur eine Empfehlung des Gesetzgebers ist, man sieht kaum mehr ein Kind ohne. Selbst im Anhänger nicht.

Fahrradanhänger sind eine Transportart für kleine Kinder, die sich in den letzten Jahren immer größerer Beliebtheit erfreut. Hierin kann man nicht nur mehrere Kinder angeschnallt transportieren, sondern es passen auch gleich die Einkäufe mit hinein, er lässt sich bei Ausflügen problemlos zum Kinderwagen umfunktionieren und für die Kleinsten gibt es entsprechende Babyschalen als Zubehör. Hinzu kommt, dass es die sicherste Möglichkeit ist, kleine Kinder mit dem Rad zu transportieren. Darin sind sich die Experten einig.

Erst einmal ohne Kind an das neue Fahrgefühl gewöhnen

Ein relativ neuer Trend, der aus Holland zu uns kommt, sind die speziellen Kindertransporträder. Sie gleichen einem Lastenfahrrad und sehen aus wie Riesendreiräder mit Transportschale. Sie sind kürzer als ein Fahrrad mit Anhänger, bieten ebenfalls die Möglichkeit, eine Babyschale zu befestigen und auch hier sind die Kinder gut vor zu viel Sonne, Wind oder Regen geschützt.

Das Gefühl für das etwas unhandliche 'Anhängsel' am Rad, egal ob vorne beim Transportrad oder hinten mit dem Anhänger, bekommt man schnell. Doch trotzdem sollte man, egal, für welche Transportart man sich entscheidet, immer erst einmal eine Probefahrt ohne Kinder machen. Am besten mit entsprechenden Gewichten. Denn das Fahrverhalten verändert sich: Anfahren, Gefälle, das Bremsen und vor allem die Kurven stellen höhere Ansprüche an den Fahrer bzw. die Fahrerin dar.

Typische Unfälle lassen sich mit wenigen Mitteln vermeiden

Ungefährlich ist es nicht, ein kleines Kind mit dem Fahrrad zu transportieren. Die häufigsten Unfälle geschehen dadurch, dass der Radler das Gleichgewicht verliert und das Kind auf den Kopf stürzt. Auch das Umstürzen des Rades oder ein Füßchen in den Speichen können zu unschönen Karambolagen führen, die noch schlimmer ausfallen, wenn die Kinder nicht vorschriftsmäßig angeschnallt sind.

Eine Abdeckung der Speichen und ein nachgerüsteter Zweibeinständer beugen diesen Unfällen vor. Auch ein Rückspiegel am Lenker ist sinnvoll, vor allem dann, wenn man mit dem Anhänger unterwegs ist. Am besten ist es, wenn man sich vor dem Kauf genau informiert bzw. sich in einem Fachgeschäft beraten lässt. Kind und Fahrrad sollte man mitnehmen und die Montage von Sitzen exakt nach Gebrauchsanweisung durchführen.

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