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Jugendkriminalität: Neue Chance oder Jugendknast - umstrittene Therapieform für Jugendliche

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Neue Chance oder Jugendknast: Umstrittene Therapieform für Kids mit Problemen

14.09.2012, 15:36 Uhr | dapd

Jugendkriminalität: Neue Chance oder Jugendknast - umstrittene Therapieform für Jugendliche. Jugendkriminalität: "Kinderknast" - wenn Erziehung nicht mehr hilft.   (Quelle: dpa)

Jugendkriminalität: "Kinderknast" - wenn Erziehung nicht mehr hilft. (Quelle: dpa)

Neue Chance oder Wegsperren? Deutschlands einziger Kinderknast wird heftig kritisiert: Hessens Sozialminister Stefan Grüttner (CDU) hat bei der Eröffnung des umstrittenen Jugendhilfezentrums in Sinntal (Main-Kinzig-Kreis) die Einrichtung als neue "Startchance" verteidigt. "Wir müssen auch die Kinder- und Jugendlichen im Blick haben, die Probleme mit Selbst- und Fremdgefährdung haben", sagte Grüttner bei der Eröffnung einer intensivpädagogischen Einrichtung in Sinntal (Main-Kinzig-Kreis). Die Oppositionsparteien im hessischen Landtag kritisieren das Projekt als falschen Ansatz einer auf Prävention angelegten Jugendpolitik.

Jugendkriminalität: Intensive Therapie danach statt Prävention

Das Jugendhilfezentrum Don Bosco erhielt für den Bau der Einrichtung 1,3 Millionen Euro von der Landesregierung. Das Konzept sieht die Unterbringung von bis zu acht Jugendlichen unter 14 Jahren vor. Es sei erklärtes Ziel der Regierung, dem hohen Maß an Betreuung und Versorgung für unter 14-Jährige, die bereits Probleme mit Delinquenz und Schulverweigerung hätten, gerecht zu werden, betonte Sozialminister Grüttner.

Das erarbeitete Konzept stelle eine intensivtherapeutische Betreuung "moderner Prägung" dar und habe mit der geschlossenen Unterbringung "vergangener Zeiten" nichts gemein, betonte indes FDP-Sozialpolitiker René Rock. Die Kritik der Opposition habe mit der Wirklichkeit nichts zu tun, merkte er an.

Einsperren ist Irrweg

"Eine Landesregierung, die seit Jahrzehnten Mittel in der vorbeugenden Kinder- und Jugendarbeit kürzt, um anschließend die Folgen fehlender Prävention mit Einsperren zu bearbeiten, befindet sich auf einem Irrweg", kritisierte SPD-Fraktionsmitglied Thomas Spies. Aufgabe der Regierung wäre es gewesen, die verantwortlichen öffentlichen und freien Träger der Jugendhilfe bei der Entwicklung von Alternativen zu unterstützen. Auch die Grünen bemängelten ein fehlendes flächendeckendes Präventionsangebot der Jugendpolitik. "Stattdessen geht man hier den Weg des Wegsperrens", sagte der sozialpolitische Sprecher der Landtagsfraktion, Marcus Bocklet.

Intensivtherapeutische Betreuung "moderner Prägung"

Das erarbeitete Konzept stelle eine intensivtherapeutische Betreuung "moderner Prägung" dar und habe mit der geschlossenen Unterbringung "vergangener Zeiten" nichts gemein, betonte indes FDP-Sozialpolitiker René Rock. Die Kritik der Opposition habe mit der Wirklichkeit nichts zu tun, merkte er an.

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