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Spielplatz-Aktion von wir.de: Teilen lernt man im Sandkasten

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"Tauschhandel"  

Bagger und Förmchen für alle! Tauschportal startet Spielplatz-Aktion

09.04.2013, 10:14 Uhr | t-online.de

Spielplatz-Aktion von wir.de: Teilen lernt man im Sandkasten. Auf einigen Spielplätzen in Berlin hat das Nachbarschaftsportal wir.de Kisten mit kostenlosem Leihspielzeug aufgestellt. (Quelle: wir.de)

Auf einigen Spielplätzen in Berlin hat das Nachbarschaftsportal wir.de Kisten mit kostenlosem Leihspielzeug aufgestellt. (Quelle: wir.de)

Kinder wachsen schnell, Kleidung wird zu klein und Spielzeug langweilig - da ist es naheliegend, Dinge gebraucht zu kaufen, auszuleihen oder zu tauschen. Fast alle Eltern betreiben regen "Tauschhandel" im Freundeskreis und klappern Kinderkleiderbasare und Flohmärkte ab. Doch das Prinzip des Tauschens, Teilen und Leihens lässt sich noch viel weiter ausbauen - zum Beispiel durch kostenloses Leihspielzeug auf Spielplätzen.

Das von der Deutschen Telekom unterstützte Nachbarschaftsportal wir.de hat in Berlin die Aktion "Teilen lernt man im Sandkasten" gestartet und auf einigen Spielplätzen der Hauptstadt Kunststoffboxen mit Outdoor-Spielzeug aufgestellt, das von allen Kindern benutzt werden kann. Die Aktion soll ausgedehnt werden, über weitere Standorte kann man auf der Facebook-Seite von wir.de abstimmen - vorerst nur für Spielplätze in Berlin, aber die Vision der wir.de-Gründer Sergey Savchuk und Christian Ridder ist, dass dieses und ähnliche Leih- und Tauschprojekte landauf, landab Nachahmer finden.

Wird das nicht geklaut oder zerstört?

Frei zugängliches Gemeinschaftseigentum im öffentlichen Raum - kann sowas gut gehen? Es wird doch alles gestohlen, was nicht niet- und nagelfest ist, ganz abgesehen vom Vandalismus auf Spielplätzen. Und sind Kinder überhaupt bereit, Spielzeug zu teilen? Das sind die Gegenargumente, die Savchuk und Ridder immer wieder zu hören bekommen. "Wir waren selbst auch gespannt, ob das Spielzeug nicht in der ersten Nacht geklaut wird", räumen sie ein. Aber bisher haben sie positive Erfahrungen gemacht. "Das eine oder andere Teil ist zwar verschwunden, aber es wurde auch weiteres Spielzeug von anonymen Spendern hinzugefügt", erklärt Ridder.

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Erfolgreicher Start mit Leihschlitten in Berlin

Die Spielzeugkisten sind bereits die zweite Aktion des Nachbarschaftsportals im öffentlichen Raum, ermutigt vom Erfolg einer Schlittenaktion im Winter. "Beim Entwickeln von wir.de haben wir eine gewisse Skepsis gegenüber dem Tauschprinzip wahrgenommen", räumen die Initiatoren ein. "Deshalb haben wir als kleines, lustiges Experiment im Winter die Aktion mit den Leihschlitten gestartet. Was beim Car-Sharing schon gut eingespielt ist, sollte doch auch mit Schlitten funktionieren. In drei Berliner Parks haben wir Schlitten aufgestellt und mit Hinweisschildern an Bäumen zum Ausleihen angeboten."

Vermeintlicher Diebstahl und wundersame Vermehrung

Es hat funktioniert, auch wenn es im ersten Moment nicht danach aussah. Ridder und Savchuk erzählen von ihrer Enttäuschung, als ein Schlitten schon in der ersten Nacht verschwand - vermeintlich geklaut - am nächsten Morgen aber wieder am Baum stand. Und sie erzählen von freudigen Überraschungen, als in zwei Parks sogar weitere Schlitten an die Bäume gebunden wurden, gespendet von Anwohnern. Ein Spender "war der Meinung, dass es besser wäre, wenn sich viele Menschen seinen verstaubten Schlitten teilen, als wenn er einfach nur rumsteht", heißt es im Blog von wir.de, auf dem Community-Mitglieder die Aktion dokumentiert haben.

In kleinen Schritten teilen und tauschen lernen

Aber funktioniert auch das Teilen im Sandkasten? Eltern erleben immer wieder, dass Kleinkinder ihr Spielzeug nicht gerade freudig teilen, ganz im Gegenteil. Es bedarf mehrerer Entwicklungsschritte, bevor Kinder in der Lage sind sich in andere hineinzuversetzen und deren Bedürfnisse anzuerkennen, das wissen auch die Familienväter Savchuk und Ridder. Aber der Slogan der Aktion hat eher symbolischen Charakter, denn es geht darum, Kindern und Eltern die positive Erfahrung zu vermitteln, Dinge gemeinschaftlich zu nutzen.

Geld sparen und Ressourcen schonen

"Teilen, Leihen und Tauschen, nutzen statt zu besitzen, um Ressourcen zu schonen - das ist eine Idee, die zunehmend unsere Welt prägen wird", ist Savchuk überzeugt. "Viele Leute reden derzeit über 'Share Economy', doch bis das im Alltag ankommt, ist es noch ein weiter Weg. Man kann dieses Prinzip in kleinen Schritten erlebbar machen." Zum Beispiel mit der Sandkastenaktion. "Spielplätze sind Orte, an denen sich intensive Kontakte zwischen Eltern ergeben. Die Spielzeugaktion ist ein weiterer Anreiz, ins Gespräch zu kommen."

Portal wir.de zeigt Tauschangebote in der Umgebung

Viele Menschen scheuen sich, bei flüchtig bekannten Nachbarn oder gar fremden Menschen etwas auszuleihen oder um Hilfe zu bitten. Das soll sich durch das Portal wir.de ändern. Effektiver tauschen und teilen als bisher, online sehen, wer was anzubieten hat, ob Kindersitz, Vogelkäfig oder Bohrmaschine - so beschreiben Savchuk und Ridder den Nutzen des Portals. Sie setzen darauf, dass ein unverbindliches Anfragen per Internet weniger Überwindung kostet. "Wir haben die Zugangsschwelle bewusst niedrig gehalten." Nun muss das in Berlin geknüpfte Netzwerk noch weiter in die Breite wachsen.

Jeder kann eine Spielzeug-Leihstation eröffnen

Das Ziel der Gründer ist, dass sich das Tauschprinzip nicht nur im Internet, sondern auch in der realen Welt weiter verbreitet. Deshalb suchen und unterstützen sie Menschen, die in ihrem eigenen Wohnumfeld Leihstationen einrichten wollen, sei es für Spielzeug oder andere Dinge. "Die Spielzeugaktion hat das Potenzial, zum Selbstläufer zu werden. Denkbar ist, dass Nachbarschaftsinitiativen die Spielzeugkisten übernehmen und sich Spender für weitere finden", sagt Ridder.

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