KidsVerbraucherAnalyse
Rekordniveau: So viel Taschengeld bekommen Deutschlands Schüler09.08.2013, 14:58 Uhr | AFP, dpa
Deutschlands Schüler bekommen so viel Taschengeld wie nie zuvor. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)
Sie kaufen sich am liebsten Süßigkeiten, Zeitschriften, Essen und Getränke: Schüler in Deutschland können meist vollkommen frei über ihr Taschengeld verfügen - und davon besitzen sie mehr als jemals zuvor, wie die in Berlin vorgestellte KidsVerbraucherAnalyse (KidsVA) in 1645 Doppelinterviews mit Kindern und Eltern sowie Elternbefragungen zu Vier- und Fünfjährigen ermittelte.
Deutschlands Schulkinder bekommen so viel Taschengeld wie nie zuvor. Durchschnittlich 27,56 Euro stehen den Sechs- bis 13-Jährigen im Monat zur Verfügung. Das ist wie schon in den vergangenen Jahren eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr, dieses Mal um 40 Cent. Kein kleiner Brocken: Etwa 330 Euro Taschengeld stehen jedem Schulkind damit durchschnittlich pro Jahr zur Verfügung. Hochgerechnet auf die 5,9 Millionen Sechs- bis 13-Jährige in Deutschland macht das knapp 1,9 Milliarden Euro.
Zusätzlich zum Taschengeld bekommen sie durchschnittlich 80 Euro zu Weihnachten, 64 Euro zum Geburtstag und 25 Euro zu Ostern. Hinzu kommen Geldgeschenke bei Besuchen von Verwandten, bei guten Zeugnissen oder fürs Helfen im Haushalt. Vier von fünf Schulkindern dürfen zudem frei über ihr Taschengeld verfügen. Am liebsten geben sie es der Untersuchung zufolge für Süßigkeiten, Zeitschriften, Essen und Getränke aus.
Rückläufig ist die Summe allerdings bei Vorschulkindern, wie die KidsVA belegt. Gut jedes zweite Vorschulkind (55 Prozent) bekommt bereits Taschengeld. Mit durchschnittlich 10,68 Euro ist es aber deutlich weniger als im Vorjahr (14,26 Euro), aber ein vielfaches mehr als Experten empfehlen. Die zusätzlichen Geldgeschenke zu den Feiertagen sind fast genauso hoch wie bei den älteren Kindern.
Folgende Taschengeldbeträge werden von den Jugendämtern empfohlen:
Alter | Taschengeld |
4 - 5 Jahre | 50 Cent wöchentlich |
6 - 7 Jahre | 1,50 bis 2 Euro wöchentlich |
8 - 9 Jahre | 2 bis 2,50 Euro wöchentlich |
10 -11 Jahre | 13 bis 15 Euro monatlich |
12 -13 Jahre | 18 bis 20 Euro monatlich |
14 -15 Jahre | 23 bis 26 Euro monatlich |
16 -17 Jahre | 32 bis 42 Euro monatlich |
18 Jahre | 62 Euro monatlich |
Die Studie des Egmont Ehapa Verlags zeigt außerdem, dass Kinder und Jugendliche in Deutschland immer markenbewusster werden. Fast zwei Drittel der Kinder zwischen sechs und 13 Jahren (62 Prozent) bevorzugen besonders bei Sportschuhen eine bestimmte Marke. Das sind drei Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Bei Spielekonsolen wissen 58 Prozent der Kinder genau, was sie wollen, bei Bekleidung 56 Prozent.
Neben der Frage nach Markenpräferenzen der Kinder wurde auch die Bereitschaft der Eltern getestet, die Wünsche zu erfüllen: Bei Sportschuhen war fast die Hälfte der Eltern dazu bereit (47 Prozent), bei Spielekonsolen lag die Zahl bei 26 Prozent, bei Bekleidung bei 43 Prozent. Einen hohen Anstieg des Markenbewusstseins verzeichnete die Studie auch bei Spielsachen. Der Wert stieg um 13 Prozent auf 44 Prozent.
Auch die Internetnutzung verharrt laut der KidsVA auf hohem Niveau. So ist rund die Hälfte der zehn- bis 13-Jährigen Kids fast täglich online, bei den jüngeren Schulkindern sind es immerhin zehn Prozent. Jedes zweite Schulkind besitzt ein eigenes Handy oder gar Smartphone.
Wie die Untersuchung ergab, haben rund vier von fünf Kindern zu Hause Zugang zum Computer, knapp drei von vier nutzen auch das Internet. Das entspricht 4,4 Millionen jungen Internetnutzern in Deutschland. "Was PC- und Internet angeht, haben wir seit Jahren einen gesättigten Markt und eine konstante Nutzung. Zuwächse gab es jedoch bei eigenen PCs und auch bei der online verbrachten Zeit der Nutzer", sagt Ingo Höhn, Geschäftsführer des Egmont Ehapa Verlags.
Genutzt wird das Netz vor allem zum Lesen oder Schreiben von E-Mail (44 Prozent), zum Musik hören (36 Prozent) und zum Chatten (33 Prozent). Erst an vierter Stelle liegt "Infos für die Schule sammeln" mit 30 Prozent.
Bei Büchern bevorzugen Kinder die klassische Papierform: Lediglich zehn Prozent lesen laut der Studie elektronische Bücher.
Auch beim Spielzeug mögen es die Kinder "analog". Unter den Wünschen der Sechs- bis 13-Jährigen stehen Brettspiele, Kartenspiele und Spielkästen wie von Playmobil oder Lego ganz oben. Gleichzeitig gibt es in 66 Prozent der Familien eine Spielekonsole, die in der großen Mehrheit (81 Prozent) nicht nur vom Nachwuchs, sondern von der ganzen Familie genutzt wird.
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09.08.2013, 14:58 Uhr | AFP, dpa
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