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Computerspiele können Regeln genauso wie Fußball vermitteln

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Medienkompetenz  

Computerspiele vermitteln Regeln genauso wie Fußball

08.11.2013, 17:36 Uhr | dpa-AFX

Computerspiele können Regeln genauso wie Fußball vermitteln. Erziehen durch Zocken? Das ist möglich, sagen Medienpädagogen.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Erziehen durch Zocken? Das ist möglich, sagen Medienpädagogen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Erziehen durch Zocken? Das geht! Ein Medienpädagoge stellt Computerspiele in ein ganz neues, positives Licht: Beim Computerspielen können Kinder Sozialkompetenzen und Regeln nach Ansicht des Medienpädagogen Roland Rosenstock ebenso gut erlernen wie beim Fußball oder Handball.

"Regeln für eine Kultur sind Kindern immer über Spiele vermittelt worden", sagt der Professor aus Greifswald. Computerspiele seien dabei so geeignet wie Brettspiele oder Fußball. Die Sprachkontrolle in den Spielen sei hoch und es gebe einen Verhaltenskodex.

Akzeptanz von Computerspielen nimmt zu

Die Skepsis der älteren Generation gegenüber Computerspielen - wie es sie in früheren Zeiten gegenüber Kinderbüchern, Radio und Fernsehen gab - nehme ab. Auch ältere Menschen begriffen zunehmend, dass Computerspiele für ihre Generation wichtig werden und Vorteile bringen. "Computerspiele können Handicaps ausgleichen, sie können Bewegung zurückbringen und sie können kulturelle Räume eröffnen, die der Nutzer sonst nie betreten würde", behauptet Rosenstock. Erste Untersuchungen belegten positive Effekte des Computerspiels bei älteren Demenzkranken.

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Generationenübergreifend spielen

Der Professor an der Universität Greifswald leitet das medienpädagogische Pilotprojekt "ComputerSpielSchule". Seit zwei Jahren wird dabei generationenübergreifend beim gemeinsamen Computerspiel die Medienkompetenz von Kindern und Eltern gefördert. Ziel sei es, die Barrieren, die durch unterschiedliches Medienverständnis der Generationen entstanden sind, zu überwinden.

Der Medienexperte warnt davor, Kindern das Computerspielen zu verbieten. "Toleranz heißt, etwas zu verstehen, was ich selber nicht praktiziere", so Rosenstock. Am besten sei es deshalb, sich dazuzusetzen, mitzuspielen und zu sehen, warum das Spiel den Kindern wichtig sei. "Wir machen die Beobachtung, dass die Eltern dann auch Vorurteile abbauen." Jede Familie habe eine Spielkultur. Heute gehöre eben der Computer oder die Spielkonsole dazu.

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