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Vorlesestudie 2014: Drittel aller Eltern liest selten oder nicht vor

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Vorlesestudie 2014  

Ein Drittel aller Eltern liest Kindern selten oder gar nicht vor

29.10.2014, 11:52 Uhr | dpa

Vorlesestudie 2014: Drittel aller Eltern liest selten oder nicht vor. Beim Vorlesen genießen de Kinder die ungeteilte Aufmerksamkeit der Eltern. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Beim Vorlesen genießen de Kinder die ungeteilte Aufmerksamkeit der Eltern. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Wer Kindern vorliest, fördert nicht nur Sprachkompetenz und Wortschatz, sondern stärkt auch die sozialen Bindungen in der Familie. Das ist das zentrale Ergebnis der Vorlesestudie 2014, die von der Stiftung Lesen vorgestellt wurde.

"Wenn in Familien vorgelesen wird, stößt das über die Geschichten hinaus oft Gespräche an", sagt Studienleiterin Simone Ehmig. Die Zuwendung und vertrauensvolle Stimmung lade dazu ein, auch über schwierige Situationen oder Probleme zu reden.

Väter lesen mehr vor

Doch längst nicht alle Eltern nutzen diese Chance: Fast ein Drittel aller Mütter und Väter in Deutschland liest Kindern selten oder gar nicht vor, ergab die Umfrage. Der Wert hat sich mit jetzt 31 Prozent seit dem Vorjahr (30 Prozent) kaum verändert.

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Dennoch seien die vielen Aufrufe und Programme zum Vorlesen in den vergangenen Jahren nicht vergeblich gewesen, betonte Ehmig. Überproportional gewachsen sei die Bereitschaft zum Vorlesen seit Beginn der Studien 2007 zum Beispiel in bildungsfernen Familien und bei Vätern.

Die Aufmerksamkeit der Eltern genießen

Mehr als zwei Drittel der Eltern (69 Prozent) binden das Vorlesen heute schon gern und gezielt in ihren Alltag ein - die meisten (41 Prozent) mehrmals pro Woche. Auch 70 Prozent der Kinder wünschen sich das. Sie verbinden damit nicht nur das Interesse an Geschichten, sondern auch den Wunsch nach Zeit, Nähe und der ungeteilten Aufmerksamkeit der Eltern, ergab die Untersuchung. Zwei Drittel der befragten Eltern gaben an, die Vorlesezeit zu genießen.

Auch moderne Medien zählen

Das Vorlesemedium spielt dabei nach Angaben der Forscher keine Rolle. Es kann das klassische Kinderbuch sein, aber auch ein Tablet oder Computer. Vor allem Väter schätzten dabei neue Technik.

Ergebnisse der Vorlesestudie 2014 - zum Vergrößern bitte klicken. (Quelle: Stiftung Lesen)Ergebnisse der Vorlesestudie 2014 - zum Vergrößern bitte klicken. (Quelle: Stiftung Lesen) Die positiven Wirkungen des Vorlesens in der Familie entfalten sich auch, wenn Eltern nicht in deutscher Sprache vorlesen. Wissenschaftler raten Migranten, ihren Kindern in der Sprache vorzulesen, in der sie sich selbst am wohlsten fühlen.

Für die Studie wurden 250 Mütter und 250 Väter mit mindestens einem Kind im Vorlesealter zwischen zwei bis acht Jahren befragt. Die Vorlesestudie 2014 ist ein Gemeinschaftsprojekt der Stiftung Lesen, der Wochenzeitung "Die Zeit" und der Deutsche Bahn Stiftung.

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